Cremiges Hummus mit gerösteter Aubergine und Knoblauch

Happy Hummus Day!

Auberginen Knoblauch Hummus

Verrückt, für was es alles ein Tag gibt, oder? Tag des Hummus, Tag der Zimtschnecke usw. Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich albern und hatte bis gestern keine Ahnung, dass es auch einen Internationalen Hummus Tag gibt, bis ich bei Instagram davon las, aber irgendwie ist es auch lustig. Wie der Zufall es will, habe ich gerade kürzlich ein super leckeres Hummus gekocht. Na gut, man kocht Hummus ja in dem Sinne nicht, aber gemacht hört sich immer so bekloppt an. Dann habe ich dies gemacht, dann habe ich das gemacht, blablabla.

eingeweichte Kichererbsen

Eigentlich wollte ich Euch schon letzte Woche davon berichten, aber leider lag ich letzte Woche krank im Bett und habe die meiste Zeit geschlafen. Merkwürdigerweise habe ich, wenn ich krank daheim bin, immer die Vorstellung, dass ich ja ganz viel bloggen, aufräumen oder putzen könnte. Höhöhöhö, das scheinen meine Fieberträume zu sein. Denn außer zum Kühlschrank zu laufen, aus dem Fenster zu blicken und dann zurück ins Bett zu gehen, mache ich nichts. Zum Bloggen hatte ich jedenfalls eindeutig keine Lust.

Nun gut, passend zum Hummus Tag gibt es heute also mein neues Lieblingshummus mit gerösteter Aubergine. Es ist das cremigste und beste Hummus, dass ich je gemacht habe (ja ja, ich weiß, sagt jetzt nichts), was eindeutig an den eingeweichten Kichererbsen liegt. Wer mich kennt, wird mich jetzt sicherlich mit großen Augen anschauen und sich fragen “What the fuck? Seit wann plant Christine denn so weit im voraus?” Ha, ich bin selbst von mir überrascht. Denn normalerweise schwinge ich meinen Dosenöffner und koche ausschließlich mit Kichererbsen aus der Dose. Das liegt einfach daran, dass ich mir meist erst 1 Stunde vorher überlege, was ich überhaupt kochen will. Bei Kichererbsen ist das natürlich etwas unpraktisch, denn die müssen unbedingt eingeweicht werden.

Kichererbsen abspülen

Jedenfalls fand ich in meiner Küche noch ein Paket Kichererbsen und dachte mir, dass ich sie ja mal einweichen könne. Frei nach dem Motto “Just in case”. Leider vergass ich es dann auch prompt wieder und so lagen die Kichererbsen für 24 Stunden im Wasser. Da ich in Genussvoll Vegetarisch gelesen habe, dass man den Kichererbsen etwas Natron zum Kochen hinzufügen soll, habe ich das einfach mal gemacht. Appetitlich ist anders und auch mein Herd sah nach dem Kochen eher so aus, als wenn eine Bombe eingeschlagen hätte. Aber die Kichererbsen werden dadurch butterweich und zerfallen quasi in ihre Einzelteile.

Wenn Ihr keine großen Auberginenfans seid, wird dieses Hummus vielleicht Eure Meinung ändern. Die Aubergine und der Knoblauch geben dem Hummus ein leichtes, süßes Röstaroma und lassen es noch cremiger werden. Es ist schwer zu beschreiben, ob ein penetranter Eigengeschmack der Aubergine heraussticht (da ich diesen nämlich nicht kenne), aber ich würde sagen nein!

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Nachdem ich nun so ausschweifend über das Hummus erzählt habe, kommen wir zu der schlechten Nachricht. Ich finde diesen verdammten Zettel mit den Mengenangaben nicht wieder. Das passiert mir häufiger und ich würde gerne dem Kater die Schuld dafür geben, aber leider besitze ich gar keinen Kater. Die gute Nachricht ist jedoch, dass es beim Hummus gar nicht mal so sehr auf jedes Gramm ankommt. Schließlich backen wir hier keinen Kuchen, wo 2 EL Backpulver das Ergebnis dramatisch verändern, wenn das Rezept nach nur 1 TL verlangt (nicht, dass ich so etwas mal ausprobiert hätte).

Vertraut einfach Euren Geschmacksnerven und gebt je nach Lust und Laune etwas mehr Salz oder Olivenöl bei.

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Happy Hummus Day! Und noch viel wichtiger, ein hoffentlich schönes und langes Wochenende!
xoxo
Christine

Cremiges Hummus mit gerösteter Aubergine und Knoblauch

  • 200 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht oder 24 Stunden in Wasser einweichen (die Kichererbsen sollten reichlich mit Wasser bedeckt sein. Ergibt nach dem Kochen ca. 450 g)
  • 1 TL Natron
  • 1 mittlegroße Aubergine
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tahin (das ist eine Sesampaste)
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
  • 1 TL Paprikapulver plus mehr zum Verzieren
  • 1 Limette, davon der Saft
  • Meersalz nach Geschmack
  • 3-6 EL Wasser (startet mit weniger und fügt beim Pürieren mehr hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist)
  • 3 EL Olivenöl plus mehr zum Verzieren und rösten des Gemüses
  • optional: 1-2 gekochte Eier, Oliven, Koriander

 

  1. Die Kichererbsen über Nacht oder 24 Stunden in Wasser einweichen. Danach gründlich abspülen und laut Packungsanweisung kochen. Ich habe meine Kichererbsen in einem großen Topf mit reichlich Wasser und 1 TL Natron gekocht. Laut Packungsanleitung sollten sie ca. 2 Stunden kochen, waren aber bereits nach 45 Minuten butterweich gekocht. Man könnte auch sagen, fast verkocht. Für das Hummus ist es perfekt, bitte diese Variante aber nicht für einen knackigen Kichererbsensalat anwenden.
  2. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech oder eine ofenfeste Form mit Alufolie auslegen. Die Aubergine halbieren, und jede Schnittseite mit etwas Olivenöl einreiben, damit diese nicht an der Folie kleben bleiben. Anschließend mit der Schnittfläche auf die Folie legen. Die Auberginen nun mit einer Gabel mehrfach einpieksen und ca. 30-45 Minuten (je nach Ofen) rösten. Wer einen Ofengrill hat, kann natürlich auch diesen verwenden (bitte im Handbuch des Ofens die Backzeit nachschlagen). Den Knoblauch in etwas Alufolie legen mit Olivenöl beträufeln und Meersalz bestreuen. Den Knoblauch dann in der Alufolie einschlagen und ebenfalls 30 Minuten mit der Aubergine mitrösten.
  3. Die Aubergine auskühlen lassen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch ausscharben, sodass die Haut übrig bleibt. Die Knoblauchzehen ebenfalls auskühlen lassen und dann mit den Fingern die weichen Zehen ausdrücken. So erhaltet Ihr ein mildes Knoblauchpüree.
  4. Die gekochten Kichererbsen auskühlen lassen, bis diese noch lauwarm sind. Anschließend in einer großen Schüssel das Auberginenfleisch, die Knoblauchzehen, den Limettensaft, Tahin, Kreuzkümmel und Paprikapulver mit einem Stabmixer pürieren. Gebt dabei nach und nach das Wasser und Olivenöl hinzu. Sollte die Masse zu fest sein, mengt vorsichtig weiteres Wasser und Olivenöl hinzu. Ich gehe hier immer EL weise vor, damit es nicht zu flüssig ist. Das Hummus mit Meersalz abschmecken und nochmal pürieren.
  5. Auf einem Teller das Hummus anrichten und ggf. mit Eiern, Oliven und Koriander verzieren.

 

Zum Hummus könnt Ihr zum Beispiel Rohkost essen, Maischips oder Brot dippen.

Das Hummus hält sich in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank mindestens 2-3 Tage. Allerdings haben wir es vorher aufgegessen.

P.S. ich habe keine Ahnung, wie viele Portionen es ergibt. Es ist auf jeden Fall ziemlich viel.

2 comments

  1. Hey Du liebe, das klingt ja wieder mal suuper – ich will es unbedingt ausprobieren, habe aber noch nie Tahin gekauft – wo bekommt man das?

    LG Anett

    1. Liebe Anett, das freut mich sehr, dass Dir das Rezept gefällt. Ich habe Tahin (oder auch Tahini) inzwischen in recht unterschiedlichen Geschäften gekauft. Mein türkischer Gemüsehändler führt es ebenso wie ein Marktstand (ich weiß ehrlich gesagt nicht, was deren Schwerpunkt war), aber ich meine es auch beim dm / budni oder Alnatura gesehen haben. So pur schmeckt Tahin übrigens nicht besonders gut. Nur damit Du vorgewarnt bist :-) Ganz liebe Grüße, Christine

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