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Alltag

Küchendesaster: heute – die Sache mit der Suppe

Mai 15, 2015

Ich sitze im Sand zwischen Gräsern und blicke auf die Elbe. Nachdem ich zwei Rezepte aus einem tollen vegetarischen Kochbuch nachgekocht habe und diese mit den Bildern nur eine gewisse Ähnlichkeit hatten, wollte ich einfach nichts mehr backen. Das stand für heute eigentlich auch noch auf meiner to-do-list, aber ich war dann doch zu frustriert. Dabei würde ich jetzt gerne ein Stück Banana Bread oder Haselnusskuchen essen, nehme aber stattdessen mit einem Psyeudo Twix Vorlieb.

Gemüsesuppe Spargelbasis-1310

Ich mag Food Blogger wirklich gerne, wen ich jedoch nicht ausstehen kann, sind Foodsylisten und Menschen, die sämtliche Bilder so dermaßen mit Photoshop bearbeiten, dass diese nichts mehr gemein mit dem haben, was auf ihrem Tellerchen liegt. Mal ehrlich, warum machen sie es? Natürlich ist jeder Leser, ob auf einem Blog oder in einem Kochbuch wesentlich eher von einem Rezept angetan, wenn dieses taufrisch in den schönsten Farben daher kommt.

Blöd ist bloß, wenn der Hobbykoch am Ende optisch ein ganz anderes Essen in seiner Schüssel vorfindet, als auf dem Hochglanzbild. Grrrrrr!

Ich habe heute Bohnensuppe gemacht, aus dicken Bohnen. Das ist voll die Arbeit, denn man blanchiert die Bohnen erst und muss sie dann aus ihrer schrumpeligen Hülse drücken. Glaubt mir, bei 600 g dreht man irgendwann durch. Jedenfalls hangel ich mich also Schritt für Schritt durch die Anleitung und stelle am Ende fest, das meine Suppe nach dem Pürieren überhaupt nicht so ein sattes, frühlingsfrisches Grün hat wie auf dem Foto. Mein Grün sah eher nach Tuschwasser aus. Ihr wisst schon, erst ist das Wasser noch grün, weil man eben nur mit grün gemalt hat und dann säubert man den Pinsel von der braunen Farbe. Yeah, das rockt. Ich bekomme von so etwas schlechte Laune. Es ist jetzt nicht so, dass die Suppe nicht geschmeckt hat, aber sie sah halt anders aus.

Ich habe sie also um Kochtopf stehen lassen und bin nach draußen geflüchtet. Tschüss Chaos, hallo Strand!

Gemüsesuppe Spargelbasis-1307

Apropos Suppe! Wenn wir schon beim Thema Suppe sind, muss ich unbedingt noch ein paar Worte zu meiner Gemüsesuppe verlieren. Die Bilder sind schon einige Wochen alt und ich habe lange überlegt, ob ich sie mit Euch teilen soll. Es war nämlich so. Ich hatte bei Instagram eine Suppe gesehen, die ich unglaublich lecker fand. Gut, man sah von der Suppe nicht sonderlich viel, weil löffelnde Kinder das halbe Bild einnahmen, aber die Bildunterschrift verzauberte mich.

Ich wollte also auch unbedingt eine Gemüsesuppe kochen und da gerade die Spargelzeit begonnen hatte, entschied ich mich für eine Basis auf grünen Spargel. Tja, ich weiß nicht genau, was ich mir dabei dachte, aber ich schälte den Spargel nicht. Und die Enden schnitt ich, anders als sonst, nur minimal ab. Ich briet den Spargel in roten Thai Curry an und goss Kokosmilch dazu.

Ratet was passiert ist! Ich hab die Suppe püriert und sie war recht, äh sagen wir mal, haarig. Oder faserig oder was auch immer. Also passierte ich sie durch ein Sieb pimpte sie noch etwas und war begeistert. Sie schmeckte ausgezeichnet, aber nicht so stark nach Spargel.

Also startete ich einen zweiten Versuch, schälte den Spargel erneut nicht, fragt jetzt nicht, nahm weniger Currypaste und keine Kokosmilch. Und was für eine Überraschung, auch diese Suppe musste ich erneut passieren. Dafür hatte ich dann eine tolle Brühe mit der ich dann die Suppe kochte. Sie schmeckte ganz anders als ihr Vorgänger, eigentlich noch besser, aber wie soll das jemand nachkochen? Und da der Spargel nur dezent raus zu schmecken war, beschloss ich, dass auch jede andere Brühe es genau so gut machen würde. Ich hatte zwar beide Male die Suppe für mich gerettet und mir damit ein leckeres Abendessen gezaubert, aber zum Nachkochen eignet sie sich nur bedingt.

Gemüsesuppe Spargelbasis-1295

Küchendesaster nerven, aber ich persönlich bin immer froh, wenn ich nicht die einzige bin, der es so geht. Ich wünsche Euch ein fantastisches Wochenende.

Lasst es Euch gut gehen,
xoxo
Christine

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