Kokosnuss-Waffeln zum Frühstück

Es gibt Waffeln! Endlich! Bereits seit Jahren beschäftige ich mich mit der Anschaffung eines Waffeleisens. Zugegebenermaßen ist der Kauf so eines Küchengeräts keine wirklich große Investition, wie sagen wir mal eine KitchenAid oder gar ein Auto.

Mich hat viel mehr die Frage beschäftigt, wie häufig ich das Waffeleisen wohl überhaupt nutzen werde und noch viel wichtiger, wo ich es lagern soll.

Kokosnusswaffeln glutenfrei

In meiner letzten Wohnung hatte ich tatsächlich sehr wenig Stauraum, da ich im Dachgeschoss lebte. An allen vier Außenwänden waren Fenster und selbst ein Teil des Daches bestand aus Glas. Die Wohnung war traumhaft, stets lichtdurchflutet, barg aber auch leider einige Nachteile. So gab es zum Beispiel kaum Stellfläche für Schränke, wodurch sich Sachen sehr schlecht verstauen ließen. Ich hatte zwar einen Keller, aber der war nur für die Lagerung von Autoreifen gut, die ich nun nicht besaß. Der Keller war feucht, roch moderig und war voller Spinnenweben und Mäuseködeln (von unbestimmter Zeit), da sich eigentlich kaum jemand nach hier unten verirrte.

Unter dem Bett lagerte ich bereits Kleidung (je nach Jahreszeit die Winter- oder Sommergarnitur, Klopapier, Küchenrolle, Schrubber und Schuhe). Meine kleine, halbe Abstellkammer, in der man nicht stehen konnte, war bereits gut mit meinen Koffern und Reisetaschen sowie einem Bräter und anderen Dingen gefüllt. Ein Waffeleisen konnte ich also unmöglich noch irgendwo lagern.

So verschob ich den Kauf jedes Mal und begnügte mich damit, dass ich mich zwischen all den unterschiedlichen Waffeleisenmodellen eh nicht entscheiden konnte. Soll es nun eins in Herzform sein oder doch eher quadratisch? Vielleicht ist eine Kombi von beidem auch nicht schlecht?

Kokosnusswaffeln glutenfrei

Meine alte Wohnung, die übrigens nur unter dem Namen „Panamakanal“ oder „Sonnenpalast“ bekannt war, bewohne ich (leider) schon lange nicht mehr. Den Namen Panamakanal verdankte sie ihrer Länge und an einigen Stellen der Breite oder besser gesagt, ihrer Schmalheit. Denn von der Küche, die gleichzeitig der Flur und wirklich schmal war, gingen jeweils auf der einen Seite das Wohn- auf der anderen Seite das Schlafzimmer mit Bad ab. Sonnenpalast hieß sie deshalb, da sie bei gutem Wetter, insbesondere im Frühling, warm und lichtdurchflutet war. Es gab nichts Schöneres, als auf dem Bett zu liegen und dabei in den Himmel zu schauen.

Hätte die Wohnung ein Zimmer mehr besessen, in das man auch etwas hätte stellen können, wie zum Beispiel einen großen Kleiderschrank, wären wir dort gemeinsam wohnen geblieben.

Stattdessen habe ich meine Kartons gepackt und bin schon vor langer Zeit zu meinem Freund gezogen. Die Wohnung ist defintiv größer als meine, aber so viel Platz gibt es hier auch nicht. Immerhin haben wir einen nutzbaren Keller und eine begehbare Abstellkammer! High five!

Eigentlich haben wir uns zwar auferlegt, auf Grund des fehlenden Platzes keine weiteren Küchengeräte zu kaufen (unsere Küche ist klein und hat weder viel Arbeitsfläche noch viele Schränke), aber manchmal muss man fünf einfach gerade sein lassen.

Außerdem hat mich das Internet, dieser verrückte Ort, quasi dazu gezwungen, ein Waffeleisen zu kaufen. Ihr glaubt gar nicht, wie viele leckere Waffelrezepte ich in den letzten Wochen gesehen habe.

In den Tag mit frisch gebackenen Waffeln, Pancakes oder Crumble zu starten, macht mich einfach glücklich.

Kokosnusswaffeln glutenfrei

Am liebsten mag ich dabei einfache Rezepte, die man auch in der Woche so schnell zusammenrühren kann, damit es nicht in Stress ausartet. Ich weiß, dass mich viele für total verrückt erklären und jeder behauptet, dass er morgens dafür überhaupt gar keine Zeit hätte. Nun ist es nicht so, dass ich jeden Morgen Pancakes oder Waffeln esse. Aber wenn ich beispielsweise einen Workshop habe und daher später im Büro sein muss als gewöhnlich, stehe ich dennoch zur gleichen Uhrzeit auf und genieße die zusätzliche Zeit, die ich mir selbst schenke.

Für mich gibt es nichts Schöneres, als sich selbst zu verwöhnen. Menschen, denen Essen nichts bedeutet, können das sicherlich nicht nachvollziehen, aber alle Foodies unter Euch, wissen was ich meine.

Das Grain-Free-Waffle Rezept von Danielle eignet sich übrigens wunderbar, um in der Woche ratzfatz ein paar frische, softe Waffeln auf den Tisch zu zaubern. Man schmeißt einfach alle Zutaten in einen Standmixer, wirft ihn an und hat, zack, einen sehr sämigen Teig, der sofort zu Waffeln verarbeitet werden kann.

Die Waffeln sind durch die Cashewnüsse und das Kokosmehl sehr gehaltvoll und halten lange vor, stecken aber gleichzeitig voller guter Nährstoffe. Wusstet Ihr, dass Kokosmehl nicht nur glutenfrei, sondern auch ballaststoffreich, kohlenhydratarm, und für den Körper leicht zu verarbeiten ist? Allerdings ist das Mehl auch sehr geschmackvoll, weshalb man Kokosnuss tatsächlich mögen muss.

Wenn Ihr nicht alle Waffeln auf einmal aufessen könnt, was verständlich ist, so friert diese einfach im Tiefkühler ein. Einfach am nächsten Morgen oder zum Nachmittagskaffee kurz im Ofen aufbacken, mit ein paar frischen Lieblingsfrüchten belegen und schon habt Ihr einen wunderbaren Snack.

Kokosnusswaffeln glutenfrei

Ich bin ganz glücklich, nun endlich stolze Besitzerin eines Waffeleisens zu sein und freue mich schon viele weitere Rezepte.

xoxo
Christine

 

P.S. Glücklicherweise musste ich mich nicht mit der Recherche von Waffeleisen beschäftigen (bestes Preis-Leistungsverhältnis usw.), sondern habe einfach einen Freund von mir gefragt, der sich damit auskennt.

 

 

Coconut-Waffles – Rezept von Against All Grain  

  • 3 Eier
  • 110 g naturbelassene Cashewnüsse (weder geröstet noch gesalzen)
  • 60 ml Mandelmilch
  • 45 g geschmolzenes Kokosnussöl
  • 3 EL Ahornsirup
  • 30 g Kokonussmehl
  • 1 Prise Salz
  • dazu passen frische Früchte als Topping

Ergibt 4 Waffeln

Hinweise:

  • Alle Lebensmittel müssen zimmerwarme Temperatur haben. Solltest Du also die Eier im Kühlschrank aufbewahren, so lege diese bitte rechtzeitig raus. Ansonsten stockt das Kokonussöl und der Teig wird viel zu fest und bildet Klumpen.
  • Für dieses Rezept benötigst Du neben einem Waffeleisen, eine Küchenmaschine, da die Nüsse zu Mehl vermahlen werden.
  • Jede Küchenmaschine und Waffeleisen sind anders. Bitte beachte daher die Bedienungsanleitung Deiner Geräte.

Zubereitung

  1. Gib zunächst die flüssigen Zutaten wie Eier, Mandelmilch, Ahornsirup und Kokosnussöl die Küchenmaschine (vorausgesetzt, am Boden der Maschine befindet sich das Messer, das die Zutaten verrührt / verkleinert). Ansonsten kann die Maschine die Zutaten nicht zu einem Teig verarbeiten. Gib anschließend die restlichen Zutaten dazu. Mixe alles so lange, bis ein schöner Teig entstanden ist. Es ist normal, dass dieser nicht flüssig, sondern recht fest ist.
  2. Fette Dein Waffeleisen ggf. vor Benutzung mit etwas Kokosnussöl ein. Sollte dieses eine Antihaftbeschichtung haben, ist das Einfetten nicht notwendig. Heize Dein Waffeleisen an. Gib einen großen Löffel Teig auf das heiße Eisen und backe diese, bis sie golden sind. Ich habe meine Waffeln bei kleiner Stufe etwas mehr als eine Minute gebacken.

 

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