Unser Wochenende in Bildern – 2. & 3. Juni 2018

Ganz spontan haben wir am Samstagvormittag entschieden, unsere Sachen zu packen und an die Nordsee zu düsen. Zu grau und verregnet war es hier in Hamburg. Wir stiegen ins Auto und hielten den Atmen an, da Haylee insbesondere in Deutschland das Autofahren hasst. In den USA Und Kanada lief es irgendwie deutlich besser, auch wenn sie dort auch hin und wieder ihre lustigen fünf Minuten hatte. Ich selbst fahre auch lieber in den USA Auto, da die Straßen breiter sind und der Verkehr, abgesehen vom Stadtverkehr, deutlich entspannter fließt. Bis zur Autobahn war die Autofahrt am Samstag kein Zuckerschlecken, aber dann wurde es besser. Doch bevor ich hier alles detailliert aufschreibe, lasse ich die Bilder für sich sprechen.

Der Samstag fängt so an, wie der Freitag aufgehört hat. Es regnet non stop. Der Rasen der Nachbarn steht bereits unter Wasser, zu trocken waren die letzten Wochen. Haylee hält es wie Lotta aus der Krachmacher Straße und setzt sich auf den Balkon, um zu wachsen.

Haylee übt das Stehen. Ich freue mich, wenn sie auf dem ganzen Fuß und nicht auf den Zehenspitzen steht.

Ich habe den Mann gebeten, ein Foto von uns zu machen, damit ich meine Freundin mit den Worten „rate wo wir sind“ überraschen konnte. Sie war nämlich ebenfalls mit Kind und Kegel in St. Peter-Ording. Die Haare stehen mir zu Berge, das Kind ist genervt und überhaupt… aber egal!

Wir beschließen spontan, nach St. Peter-Ording zu fahren, da wir keine Lust haben, den Tag im grauen und naßen Hamburg zu verbringen.

Ich liebe die weißen Dünnen mit den grünen Gräsern und dem wunderschönen blauen Himmel.

Nordseeliebe

Wir sind hungrig und gehen in meine geliebte Strandbar, deren Essen leider nachgelassen hat. Oder aber wir sind immer noch zu verwöhnt von unserem Urlaub in den USA und Kanada.

Summer life

Wir teilen uns ein Glas „Who the fuck is Sylt“. Leider schmeckt mir der Grauer Burgunder gar nicht gut. Fast erinnert er mich an Riesling und Riesling kann ich nicht ausstehen.

Ich weiß nicht, was die Deutschen mit dem Salat machen, aber auch dieses Wochenende hält sich meine Begeisterung stark in Grenzen. Immerhin ist er nicht so versandet wie letztes Wochenende, dafür lasch und fast matschig. Immerhin schmecken die Pommes samt Currywurst. Langsam beginnt es mich hier in Deutschland mit dem Essen wieder extrem zu nerven, aber nun gut, man kann eben nicht alles im Leben haben.

Regenbogensocken

Lieblingsbild

Da hat aber jemand aufgepasst und nur blau-weiße Strandkörbe aufgestellt. Ich find das ja gut. Denn manche Muster, die es früher gab, waren absolut geschmacklos.

Würden die Streifen auf Haylees Pullover ebenfalls Längsstreifen sein, könnte sie sich perfekt als Strandkorb tarnen. So spielt sie mit ihrem neuen Sandspielzeug, dass sie von meiner Freundin geschenkt bekommen hat. Also eigentlich spielen wir damit, denn kurz nach dem Foto beginnt Haylee den Strand aufzuräumen.

Spontan treffen wir uns mit unseren lieben Freunden. Haylee ist hin und weg von Carsten und spielt mit ihm non stop.

Sonny hingegen gibt dem kleinen Sonnenschein ein wenig Futter, damit er sich anschließend gestärkt und mit einem verschmitzten Grinsen durch die Gegend tragen lässt. Denn man merk: im Kinderwagen ist es grottenlangweilig. Das ist immer nur diese blöde Decke mit dem Klimbim.

Ich entdecke unheimlich viele Hummeln am Wegesrand und versuche sie im Bild einzufangen. Da ich Haylee im Tragetuch trage, muss sie mitkommen. Sofort ermahnt mich der Mann, dass ich doch bitte keine Verrenkungen mit Kind machen soll. Da kommt ein Paar vorbei und der Mann ruft mir zu: „Ach was, das fördert die Kreativität des Kindes!“. Ja aber hallo! Der hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

Wir quatschen noch einen Augenblick bei Gosch und machen uns dann auf den Heimweg nach Hamburg.

Haylee weckt mich am Sonntagmorgen und entscheidet, dass wir eine Runde Duplo spielen. Ich baue für Batman eine Rutsche und ertrage den grünen Rasen nicht. Denn Batmans Rutsche steht eigentlich irgendwo am Nordpol oder von mir aus auch Südpol. So vertraut bin ich nicht mit der Folge. Jedenfalls brauche ich eine weiße Platte, damit ich mich besser aufs Spiel konzentrieren kann. Denn das Eis ist ja nun mal weiß. Gibt es überhaupt eine weiße Platte?

Das Foto ist etwas unscharf oder verwackelt, auf jeden Fall sieht man eine Bewegungsunschärfe, die ich aber absolut legitim finde. Es ist draußen nämlich recht dunkel, was nicht an der Uhrzeit sondern dem Wetter liegt. Haylee hat von irgendwo den Ball angeschleppt, den meine Freundin Anja übrigens selbst genäht hat.

Der Mann hat uns Kaffee gemacht und Haylee und ich lesen Bücher.

Ich mache uns Pancakes zum Frühstück. Haylee ist allerdings nur an den Früchten interessiert. Ihre neuste Liebe sind jetzt Kirschen, wobei sie diese ja schon mit sechs oder sieben Monaten in gefrorenen Zustand gegessen hat. Also als Smoothie, nicht am Stück. Der Mann rügt mich, dass ich unsere gesamte Umweltbilanz der letzten Woche zerstört habe, weil ich bei Aldi Kirschen aus der Türkei im Plastikcontainer gekauft habe. Und das auch noch mit dem Auto. Ja sage ich, es seien aber nun mal die besten Kirschen. Denn die Norddeutschen Knubber Kirschen mögen wir ja nicht. Ich schaue später noch mal auf die Packung und lese, dass die Sorte Napoleon heißt. Na hoffentlich gibt es die auch in unserer Region. Dafür habe ich die Erdbeeren auf dem Wochenmarkt gekauft und extra die vom teureren Stand gegriffen, da sie in einer Papp- und nicht Plastikschale verkauft wurden. Immerhin schmecken sie gut.

Meine Freundin Anja hat sich mal wieder selbst übertroffen. Sie hat Haylee zum 1. Geburtstag ein H genäht. Das alleine ist schon ziemlich cool, aber es wird noch viel besser. Anja kennt meinen Geschmack und weiß, dass ich diese schrecklich bunten Kinderstoffe häufig nicht geschmackvoll finde. Daher hat sie zum gleichen gestreiften Stoff gegriffen wie bei der Babydecke, die sie mir zur Geburt von Haylee genäht hat. Als zweiten Stoff hat Anja ein grau-weißes Muster gewählt, dass hervorragend mit den anderen Kissen harmoniert. Haylee mag ihr neues Kissen sehr und hat schon mehrfach damit gekuschelt, was viel heißen will, da sie ansonsten Kuscheltiere, Schnuffeltücher und Co. links liegen lässt.

Das Bild sieht schrecklich aus, aber es war ein feines Mittagessen. Ein verunglücktes Rührei mit Kräuter-Knoblauch-Polenta, dazu ein Salat mit restlichen Spargelstückchen und einem grünen Kräuterdressing.

Haylee hat mittags keinen Appetit und verschmähte sogar den Käse, sodass sie nach dem Mittagsschlaf eine Smoothie Bowl bekam. Ich nutze ihren Mittagsschlaf, um ins Einkaufszentrum zu fahren, was ich bildlich allerdings nicht festhielt. Es war nämlich verkaufsoffener Sonntag hier in Hamburg und ich nutze die Chance, schnell unser Leergut und einen missglückten h&m Einkauf zurückzubringen.

Nachmittagskaffee ohne Kaffeebild

Wir gehen auf den Spielplatz. Ich mag den eigentlich überhaupt nicht, da er so verlottert und vergammelt ist, aber ich habe auch keine Lust, um halb sechs noch weit zu fahren. Immerhin gehört der Spielplatz nur uns.

Wir schaukeln eine Runde, finden es aber beide blöd. Warum gibt es hier keine Babyschaukeln? Menno!

Eines der wenigen Bilder, auf denen Haylee Ähnlichkeit mit mir hat. Von mir gibt es nämlich ein sehr ähnliches Bild. Zwar nicht mit der Rutsche, aber mit dem gleichen Blick. Vielleicht finde ich es, dann zeige ich es euch.

Ich wippe ein wenig auf der Entenwippe, die ich als Kind ganz gerne mochte. Die kam meine ich in den 80ern gerade raus und war nicht auf jedem Spielplatz.

Rutschen lieben wir beide.

Auf dem Rückweg betrachten wir das Schaufenster voller Desingerstücke und fragen uns, wie lange wohl dieses Mal das Geschäft bleibt.

Ich entscheide spontan, in die Waschanlage zu fahren, da der Kinderwagen bereits seit Monaten saudreckig ist.

Das Kind ist wenig begeistert und schreit auf meinem Arm. Insofern beeile ich mich und entferne nur den größtem Schmutz.

Das tägliche Abendbad. Während Haylee monatelang gar nicht gebadet hat, badet sie seit unserer Rückkehr aus dem Urlaub, bzw. mit Einsetzen des Hochsommers täglich. Zu verschmutzt und verschwitzt ist sie, als dass sie so ins Bett gehen könnte.

Der Mann hat uns Sushi geholt! Soooo lecker.

Wenn Ihr Lust auf mehr Wochenendgeschichten habt, schaut doch mal bei Susanne von Geborgen wachsen vorbei. Da warten jede Menge spannende Storys auf Euch.

Startet gut in die neue Woche,
xoxo
Christine

Plantschbecken, Kita & Milchreis – fünf Freitagslieblinge am 1. Juni 2018

Bereits ab Dienstag war ich felsenfest davon überzeugt, dass das Wochenende quasi schon vor der Tür steht. Vermutlich lag es an den vielen Terminen, die wir hatten und dem Ende unseres Lotterlebens, dass nach über einem Jahr nun vorbei ist.

Denn heute war der erste Tag in Haylees Kitaleben. Ausschlafen bis halb zehn oder länger gehören nun der Vergangenheit an. Was sich jetzt wie ein luxuriöses Leben liest, muss ich hier vielleicht noch mal revidieren. Wir haben nur deshalb in den Tag hinein geschlafen, da Haylee all die Monate keine gute Schläferin war. Sie wachte nachts mehrfach auf, häufig alle zwei Stunden. Wenn wir drei schafften, waren wir glücklich, bei einer dem Wahnsinn nahe. Kein Wunder also, dass wir nicht wie andere morgens um sieben Uhr aufstanden, sondern den Schlaf Häppchenweise zu uns nahmen.

Doch nun zu meinen Freitagslieblingen. Der Hochsommer hielt sich wacker über Hamburg, was eigentlich ganz schön war. Bis auf die drückende Schwüle an manchen Tagen. Während ich diesen Beitrag tippe, zieht ein Gewitter über die Stadt und der Regen ergießt sich über die trockenen Büsche, Bäume und Gräser. Ich mag den Duft vom frischen Regen nach einem heißen Sommertag sehr.

Mein Lieblingsessen der Woche fiel daher auch sommerlich aus. Es gab hier gestern Mittag nämlich Kokosnussmilchreis mit frischen Erdbeeren. Sonderlich fotogen war das Essen ja nicht, weshalb ich noch mal eine Handvoll Chiasamsen über den Reis streute. Ich hatte im Drogeriemarkt vor längerer Zeit Bio Risottoreis gekauft und kann davon nur abraten. Dieser ganze Biowahn nervt mich ja eh, aber es gab damals keine andere Sorte und ich hatte keine Lust, einen weiteren Supermarkt aufzususchen. Was für ein Fehler, denn dieses Risotto matscht so schnell, obwohl es ewig zum Garen benötigt. Mit viel Erdbeeren war es dennoch ein Mittagessen Hit, den selbst Haylee aß. Sie isst ansonsten nämlich keine Kohlhydrate, da „low carb Mama, low carb!“.

Mein Lieblingsmoment nur für mich war in dieser Woche der Moment, als ich die Wohnung quasi für mich ganz alleine hatte. Das Kind schlief noch ganz ruhig und tief, während ich leise durch die Räume schlich und mich schließlich an den Schreibtisch setzte, um eine Runde zu arbeiten. Denn ja, ich arbeite für wenige Stunden von daheim fürs Büro und das geht natürlich nur, wenn das Kind schläft. Ich liebe es, mein kleines Töchterlein im Schlaf zu betrachten, wenn sie ganz ruhig atmet und ihre Hände übereinander gefaltet hat.

Mein Lieblingsmoment mit Kind war der Poolnachmittag bei meiner Freundin Anja im Garten. Anja hat einen ganz tollen Garten, der gar nicht riesig ist, aber sehr clever angelegt ist. Neben einem Gewächshaus, gibt es auch eine kleine Kletterburg samt Rutsche, ein sehr schattiges Plätzchen unter dem Baum, wo man hervorragend Eis, Kekse, Würstchen und Erdbeeren schlemmern kann, sowie ein kleines Plantschbecken. Der Garten wirkt dennoch großzügig, da er fließend in den Nachbargarten übergeht und der wiederum in den nächsten usw. Das eigentliche Highlight war jedoch der „Pool“, in den mein Kind sich setzte. Mit Kleidung und Windel eben!

Mein Lieblingsbuch der Woche heißt „Mein erstes Buch von der Kinderkrippe“ aus dem arsEdition Verlag. Ich habe das Buch zufällig entdeckt und dann gleich gekauft, um Haylee ein wenig auf den Kindergarten vorzubereiten. Im Buch wird ganz grob der Tagesablauf in der Krippe erklärt. Wer geht überhaupt in die Krippe, was gibt es zu spielen, was gibt es zu essen und was macht man eigentlich nach dem Essen (Spoiler: schlafen). Die Illustrationen sind klar und schlicht gehalten, kleine Schiebeeffekte peppen das Buch auf. Da Haylee das Buch regelmäßig zum Anschauen anschleppt, scheint es also ein guter Kauf gewesen zu sein.

Die Inspiration der Woche habe ich erneut bei Christiane gefunden. Sie möchte „seit Jahren Mediation machen“ und beschreibt dabei ihren Erfolg. Ich liebe, liebe, liebe es, wenn ich mich mit einer Geschichte identifizieren kann oder in ihr Lebe. Das macht für mich übrigens auch ein gutes Buch aus. Man muss in der Geschichte wandeln oder live dabeisein. Während ich den Artikel las, fiel mir wieder ein, dass ich doch schon seit Ewigkeiten über meine Erfahrungen mit dem Yoga schreiben wollte, aber nie dazu gekommen bin. Vielleicht hole ich es jetzt nach.

So, und nun gibt es bei den fünf Freitagslieblingen nicht mehr fünf Kategorien, sondern gar sechs. Anna hat eine neue Kategorie eröffnet. Nämlich den Lieblingsmenschen. Das können auch Menschen sein, die man gar nicht kennt, sondern mit denen man nur einen kurzen Augenblick, wie zum Beispiel in der Bahn teilt. Das finde ich wunderbar, denn ansonsten würde ich hier ja regelmäßig den Mann, das Kind, meine Freunde oder Familie aufzählen. Ich habe diese Woche eine Nachricht von der Freundin einer Arbeitskollegin auf Instagram erhalten. Die Freundin ist frisch gebackene Mama, deren kleines Baby genau wie Haylee eine Hüftverzögerung hat. Das Kind muss eventuell bald, genau wie Haylee damals, eine Spreizschiene tragen. Ich fand es toll, dass meine Kollegin sich an uns erinnerte und der Freundin sagte, dass sie sich mit Fragen einfach an mich wenden sollte. Das tat sie dann auch. Manchmal kann das Internet einfach nur gut sein!

Mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Habt ein tolles Wochenende,
xoxo
Christine

die Hürde vom plastikfreien Einkaufen

Seit ungefähr zwei Wochen kreisen meine Gedanken immer wieder um das plastikfreie Einkaufen. Mich nervt der Plastikmüll, den wir wöchentlich erzeugen, tatsächlich sehr, was hauptsächlich auch daran liegt, dass die Wertstofftonne ständig gut gefüllt ist. Durch die akribische Mülltrennung (Restmüll, Bio, Papier, Glas, Wertstoffe) sind die Wertstoff- und Altpapiertonne hier nämlich niemals leer.

Würde es nur um mich gehen, wäre plastikfreies Einkaufen tatsächlich leichter möglich. Man kauft eben nur noch das, was im besten Fall ganz ohne Verpackung angeboten wird. Die Ernährung wird dann zwar schnell fade und eintönig, aber immerhin erzeugt man kein Plastik. Ware in Gläsern scheint bei dieser Challenge irgendwie ok zu sein, wobei ich den Verschluss der Gefäße doch irgendwie bedenklich finde. Aber gut, es geht ja um plastikfrei und nicht um Metall.

Radikales, plastikfreies Einkaufen funktioniert für uns als Familie allerdings nicht. Es fängt damit an, dass wir Windeln benutzen, die ausschließlich in Folie verpackt verkauft werden. Und das ist auch gut so, denn ansonsten dringen Keime oder gar Feuchtigkeit hinein. Feuchte Windeln liefert mir mein Kind ganz von alleine.

Ich bin ja froh, dass die Erdbeeren plastikfrei verkauft werden, denn ich esse Erdbeeren wirklich gerne. Haylee hat sich gestern nach dem Einkauf sofort auf die Schale gestürzt und direkt noch auf dem Flur zwei fette Beeren gegessen. Durch die Hitze und Lagerung sehen die Beeren leider nicht mehr ganz so frisch aus, aber sie schmecken köstlich.

Da wir schon beim Thema Hygieneartikel sind, will ich es hier kurz abhaken. Der Mann mag keine feste Seife und Shampoo am Stück, womit wir den nächsten Plastikmüll erzeugen. Überhaupt habe ich festgestellt, dass unsere Kosmetik- und Pflegeprodukte alle in Plastik verkauft werden. Immerhin habe ich für die Challenge mein Deo gewechselt und verwende jetzt eines aus dem Glasroller (nennt man das so?). Ich habe vor ca. zwei Jahren mal probiert, meine Haare mit Tonerde zu waschen. Ist besser für die Umwelt und angeblich auch für die Haare. Doch was soll ich sagen? Sie wurden nie wirklich sauber und fetteten noch schneller als sonst.

Unser Obst und Gemüse kaufe ich meistens beim Türken. Der hat nicht nur gute Qualität und faire Preise, sondern verkauft fast alles lose. Das ist mir tatsächlich wichtig. Nicht nur wegen des unnötigen Plastikmülls, sondern weil ich nur so viel kaufe, wie ich benötige. Ein Sack Kartoffeln oder Zwiebeln, die es sicherlich irgendwo billiger gibt, würden bei uns sehr schnell schlecht werden. Neben Obst und Gemüse gibt es auch noch eine Frischetheke. Hier werden diverse Oliven, verschiedene Käsesorten und selbstgemachte Salate sowie Dips angeboten. Natürlich werden diese in Plastikschalen oder Plastiktüten abgefüllt. Wäre ich konsequent, würde ich darauf verzichten. Allerdings esse ich marinierte Oliven sehr gerne und auch der Schafskäse hat eine hervorragende Qualität. Also wandern auch hier Schälchen in meinem Einkaufskorb. Ich unterstütze lieber einen kleinen Laden, als das im Supermarkt zum eingeschweißten Produkt greife.

Da ich so neugierig war, sind wir am Wochenende in einen Laden gefahren, der unverpackte Ware anbietet. Der Kunde bringt seine eigenen Gefässe mit oder leiht sich Gläser vor Ort. Den Gedanken finde ich reizend. Schließlich wird hier wirklich etwas zum Thema Umweltschutz beigetragen. Aber gekauft habe ich nichts, obwohl ich extra noch Gefässe eingesteckt habe. Ich persönlich fand das Geschäft viel zu alternativ und öko, fühlte mich in der Enge nicht wohl und fand die Produktauswahl auch nicht so gelungen. Das ist natürlich rein subjektiv. Objektiv betrachtet, findet man die Grundnahrungsmittel und kann durchaus satt werden, wenn man einmal alle sein Gläschen befüllt. Allerdings gibt es noch einen zweiten Aspekt, der mich vom Kaufen abhielt. Das waren die Preise. Die sind mitunter gepfeffert hoch. Ich weiß schon, was jetzt kommen wird. Nachhaltigkeit, faire Preise, bio, Demeter, blablabala. Das ist fein, wirklich! Doch in der Realität gibt es viele, die es sich nicht leisten können oder wollen. Ich möchte kein Fair Trade Kaffee kaufen, der mir nicht schmeckt. Dann landet er nämlich im Müll, was ich dann wiederum mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. So verließen wir den Laden also enttäuscht und ich überlegte erneut, wie man den Plastikwahn die Stirn bieten kann.

Letzte Woche haben wir uns spontan mit Freunden am Strand verabredet und ich sprang noch kurz in den Supermarkt, um ein paar Dinge für das Picknick zu besorgen. Haylees Leibspeise sind Blaubeeren. Da sie ansonsten kaum was isst, was wohl hauptsächlich auch am Zahnen liegt, habe ich eine Packung für sie mitgenommen, obwohl sie in der Plastikschale angeboten wurden. Das Wohle meines Kindes wiegt für mich höher als das der Umwelt. Hätte ich gewusst, dass sie nun auf einmal auch Erdbeeren isst, die ich liebe, wären die Blaubeeren im Supermarkt geblieben.

Wir produzieren sicherlich weniger Müll als andere, da wir viel beim Türken, Fischmann oder Schlachter einkaufen, aber dennoch bleibt immer noch zu viel Plastik übrig. Ich habe mir vorgenommen, zumindest bei Produkten, die nur dem Genuss dienen, wie zum Beispiel einem Schälchen Himbeeren, auf den Einkauf zu verzichten, wenn sie in Plastik angeboten werden. Was ich übrigens niemals kaufe und mich in den Wahnsinn treibt, sind Gurken in Folie. Vorzugsweise bietet Rewe die Bio Gurken mit Gummizug an, damit sie von den herkömmlichen Gurken unterschieden werden können. Ich bin ja eh kein Biofreund und greife lieber beim Türken zu den Vierländer Gurken (die kommen aus Hamburg), die tatsächlich nach Gurke schmecken. Sind zwar teurer als vom Discounter, aber immer noch billiger als dieses Biogedöns und immerhin regional. Überhaupt wiegt für mich regional höher als plastikfrei.

Vielleicht gibt es hier bald eine Versetzung zum Thema plastikfrei. Ich finde das nämlich wirklich spannend und verfolge sowohl bei den Buddenbohms als auch bei Christiane aufgeregt den Stand.

Lasst es euch gut gehen,
xoxo
Christine

Wochenende in Bildern – 26. & 27. Mai 2018

Ich weiß, dass einigen von Euch der Wochenrückblick fehlt. In den letzten Monaten war mir nicht so recht danach, irgendwie war alles doof. Dabei mag ich ein Rückblick auf die Woche recht gerne, weil mir so selbst noch einmal bewusst wird, was ich eigentlich alles Schönes erlebt habe.

Heute gibt es zwar immer noch keinen Wochenrückblick, dafür aber das Wochenende in Bildern. Während ich die Bilder zusammengestellt habe, kamen mir die beiden Tage unendlich gefüllt vor. So empfinde ich übrigens auch immer die Wochenenden anderer. Aber eigentlich haben wir gar nicht so zu viel unternommen, sondern waren ein wenig bummeln, einkaufen, haben gespielt, gegessen und die Familie besucht.

Nach dem Frühstück fahren wir nach Ottensen, da ich mir unbedingt mal den unverpackt Laden ansehen will. Als wir fast da sind, merke ich, dass ich mein Handy im Auto vergessen habe. Also flitzte ich zurück. Das war auch gut so, da es in der prallen Sonne lag und bereits nach kurzer Zeit einen kleinen Hitzschlag erlitten hat. Also konnte ich auf dem Display erst einmal nicht so viel erkennen, sondern hielt, als ich an diesem Balkon vorbei kam, der mich an Ferien und meine Kindheit erinnerte, einfach blindlings in die Luft. Ich mag das Bild!

Ein Rinnstein voller Blüten!

Woher das „Achtung“ Schild wohl kommt? Der Schatten zeigt übrigens meine Hand, die mein Handy hält.

Haylee schaut mit großen Augen auf Papas Stulle, aber abbeißen will sie dann doch nicht. Low Carb Papa, Low Carb!

Ich habe den schlechtesten Salat seit sehr langer Zeit gegessen. Da der Kellner nicht wusste, was Gluten ist, habe ich den Salat ohne Dressing bestellt. Auf dem Bild sieht er vielleicht gar nicht so schlecht aus, aber nicht nur, dass er total ideenlos und fade war, nein, er war auch voller Sand. Das war der Moment, wo ich mich sofort wieder nach Seattle oder San Francisco wünschte. Ach was sag ich, selbst im kleinen Kaff von Ashland bekommt man etwas anständigeres serviert. Aber im hippen Stadtteil Ottensen reicht das wohl vollkommen aus.

Wir genießen ein Macaron Eis…

… und kurze Zeit später erwacht Haylee von ihrem Powernap.

Große Postkartenliebe!

Ich wundere mich immer noch, wie meine Sonnenbrille in den Kinderwagen gekommen ist.

Ich liebe Rosenstöcke an Häusern! Da der Mann so groß ist, wurde er von einer Hausbewohnerin gebeten, ein Tau über die Fensterstange zu legen, damit sie den Rosenstock daran befestigen konnte.

Wir müssen noch für das Abendessen einkaufen. Der nette Mann an der Käsetheke, schneidet Haylee ein besonders großes Stück Käse ab. Find ich ja viel besser als ein Würstchen. Das Kind lässt mich ein kleines Stück probieren.

Eigentlich wollte ich von BIG eine Wasserbahn kaufen. Die ganz große, versteht sich. Aber leider passt sie nicht auf dem Balkon und so spielen wir einfach mit Schüsseln.

Prost! Sprudelwasser im Espressogläschen, das eher an ein Schnapsglas erinnert.

Eigentlich mag Haylee ja keine Socken anziehen, aber die neuen Rutschesocken für die Kita haben es ihr dann doch angetan.

Es gibt Burger!

Da das Kind einfach nicht müde ist, darf es nach dem essen noch eine Runde mit Papa spielen.

Eigentlich wollte ich mir in Ruhe den WM Planer ansehen, doch bevor ich zu Gruppe G kam, schnappte sich Haylee die Übersicht.

Prost! Sprudelwasser zum Frühstück, dazu ein paar Blaubeeren und Banane.

Gott sei Dank hat die Tante die Babyschaukel aus dem Keller hervor gekramt. Haylee ist im siebten Himmel. Denn bei uns in der Gegend gibt es auf den Spielplätzen nur runter gekommene Schaukeln für größere Kinder.

Wir sind zum Sonntagskaffee bei der Schwester des Mannes eingeladen. Gekaufte Kekse mag ich eigentlich nicht, außer diese von Schär.

Dazu gibt es Mandel-Möhren-Kuchen mit Pinienkernen.

Im nächsten Leben werde ich vielleicht eine Katze. Offensichtlich können die einfach den ganzen Tag schlafen und werden ständig gestreichelt.

Haylee spielt mit meinem Lieblingsspielzeug, einer Wasser-Sand-Mühle. Ich hatte als Kind kein und leide immer noch darunter.

Pure Lebensfreunde!

Ich reihe mich hiermit in die Wochenendbilder bei Susanne ein und wünsche Euch süße Träume. Schlaf gut!
xoxo
Christine