Maracujá Smoothie Bowl

Hi! Woher kommst Du eigentlich?

Als ich die Schlagzeile “Woher kommst du eigentlich?” gelesen habe, betrachtete ich einige Zeit lang die Fotos und dachte über die Pantone Farben nach, während ich meine Smoothie Bowl löffelte.

Unzählige Male hat man mir diese Frage gestellt, als ich in Kanada, Thailand, Neuseeland oder Amerika Urlaub machte, um nur einige Länder zu nennen. Manchmal hob ich mich eben durch meine Hautfarbe durch die Einheimischen ab oder man hörte einen Akzent, den man immerhin einem Land in West- oder Nordeuropa zuordnen konnte. Mich hat die Frage nie gestört, denn sie hat stets einen tollen Einstieg zu einem lockeren Gespräch gefördert. Weltmeister im ungezwungen Smalltalk sind eindeutig die Amerikaner, dicht gefolgt von den entspannten Australiern. I like it!

Maracujá Smoothie Bowl

Meist kommt irgendein Vorfahr aus Deutschland, man kennt jemanden der dort lebt oder die Schwester der Nachbarin vom Cousin hat vor 20 Jahren dort Urlaub gemacht.

Ich empfand die Frage “where are you from” immer als absolut natürlich und kein bisschen diskriminierend oder abwertend! Schließlich bin ich eben ein bisschen anders, sei es nur optisch oder von der Sprache her. Ist das schlimm? Nö, sage ich.

Während ich die Frage in Übersee ganz gerne mal stelle, entweder direkt oder als Gegenfrage, scheue ich mich in Deutschland Menschen zu fragen, woher sie kommen. Denn tatsächlich habe ich das Gefühl, dass sie sich dadurch ausgrenzt oder angefeindet fühlen, was ich total merkwürdig finde. Nichts ist spannender, als sich mit jemanden über seine Herkunft zu unterhalten. Kommt jemand beispielsweise aus Asien, erkundige ich mich sehr gerne nach der Küche. Was für Gerichte landen traditionell auf dem Tisch? Wie werden diese zubereitet? Zack, hat man schon die nächste Inspiration für das Abendessen.

Ich kann mich eigentlich nur an zwei Begegnungen erinnern, bei denen ich Frauen nach ihrer Herkunft gefragt habe. Die eine kam aus Schwaben, klang vom Dialekt aber kein bisschen Schwäbisch, sondern erinnerte mich eher an jemanden aus München. Die andere kam aus Afghanistan. Zugegebenermaßen war sie anfangs etwas skeptisch, aber kurze Zeit später plauderten wir ganz ungezwungen über kulinarische Highlights und sie verriet mir ein paar ihrer Lieblingsrezepte. Eine Smoothie Bowl gehörte dazu zwar nicht, aber auch diese kann durch ihre Zutaten exotisch sein und könnte sich locker der Frage stellen „woher kommst Du eigentlich“.

Keine Ahnung, wer sie erfunden hat, aber Fakt ist, dass Smoothie Bowls heute vom Speiseplan nicht mehr wegzudenken sind. Es gibt sie mittlerweile an jeder Ecke, wenn nicht zum Löffeln, dann auf jeden Fall zum Trinken.

Passionsfrucht Smoothie Bowl

Während ich also einen Mix aus Maracuja, Ananans und Banane genoss, mit einem Topping aus Haferflocken, Chia Samen, Blütenpolen, Kokoschips und Kakaonips, überlegte ich, ob ich sie überhaupt irgendeinem Land zuordnen könnte. Nein, nicht wirklich! Ein bisschen Australien, ein bisschen Karibik, ein bisschen Südamerika und dann noch Europa. Ja, dass passt!

Letztlich kommt es nicht darauf an, woher jemand kommt, denn schließlich macht es ihn weder zu einem besseren, noch schlechteren Menschen. Aber spannend finde ich es dennoch!

Den Artikel habe ich übrigens dann doch nicht gelesen.

Ich wünsche Euch schon mal jetzt ein tolles und langes Pfingstwochenende,
xoxo
Christine

Auch wenn man für eine Smoothie Bowl nun wirklich kein Rezept braucht, habe ich Euch meine Mengenverhältnisse aufgeschrieben.

Maracujá Smoothie Bowl
für eine Person

1 gefrorene Banane
½ Packung Maracuja Püree gefroren (ich verwende dieses Maracujapüree)
1 halbe Ananas

Alle Früchte in einen Standmixer geben und so lange pürieren, bis eine sämige Masse entsteht. Dann nach Belieben mit Haferflocken, Chia Samen, Granola, frischen Früchten oder anderem garnieren.

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