Birnen-Himbeer-Crumble für einen grauen Freitagmorgen

#TGIF!

Als ich heute Morgen mit verschlafenen Augen aus dem Fenster schaute, war ich mir zunächst nicht ganz sicher, ob ich nicht vielleicht eine kleine Zeitreise gemacht habe. Im Licht der Straßenlaterne fiel feiner Regen und irgendwie sah es auch neblig aus! “Ah, November, was sonst!”

Nix mit November, sondern ein Oktober, wie ihn sich keiner gewünscht hat. Wie ich letzte Woche schon sagte, stört mich Regen nicht, wenn ich frei habe.

Aber im Regen ins Büro? No way!

glutenfreier Birnen-Himbeer-Crumble

Also habe ich vorhin herrlich getrödelt, bin langsam ins Bad getapert, hab mich zur Hälfte bürotauglich angezogen und ein bisschen Birnen-Himbeer-Crumble in den Ofen geschoben. Mit Yogi Tee, den ich eigentlich nur wegen der Sprüche kaufe und ausschließlich in den Sorten Classic und Ingwer pur mag, setze ich mich also mit einer Schüssel lauwarmen Wohlgenuss aufs Sofa.

Ich habe schon unzählige Crumbles in meinem Leben gebacken, meist mit Sommerfrüchten oder dem Tiefkühl-Waldbeerenmix. Der ertrank dann immer in Vanillesoße. Eigentlich hätte ich auch nur Vanillesoße kochen können, das wäre aufs gleiche hinaus gekommen.

Ich würde behaupten, dass dies der beste Crumble meines Lebens ist, was vielleicht weniger an der Fruchtmischung (süß und sauer), als viel mehr an dem Ingwer und den Streuseln liegt. Wer Ingwer hasst, der wird von der Kombi nicht sonderlich begeistert sein. Das kann ich wohl verstehen, aber ansonsten kann ich nur empfehlen, es auszuprobieren. Der Crumble erhält dadurch ein ganz sanfte, leicht scharfe Note und sorgt für eine herrliche Balance zwischen den süßen Streuseln und dem Obst.

glutenfreier Birnen-Himbeer-Crumble

Und die Streusel?! Die haben eine wundervolle Konsistenz, ein wenig knusprig, aber dennoch weich, ein bisschen süß und ein bisschen herb. Das allerbeste ist jedoch, dass sich der Crumble am nächsten Tag im Backofen noch mal aufwärmen lässt.

Früher glich mein Crumble eher einer großen Schlammschlacht, was zwar im ersten Moment sehr lecker war, aber ein erneutes Erwärmen unmöglich machte. Zu unausgeglichen war das Verhältnis der Zutaten.

Jetzt wird sich mancher natürlich fragen, warum es bei dem Crumble überhaupt Reste geben sollte, denn eigentlich inhaliert man ihn ja, sobald er aus dem Ofen kommt. Eigentlich ja! Aber um in den letzten Arbeitstag der Woche zu starten, sollte man sich selbst verwöhnen. Und das geht am besten mit einem Stück Crumble, das man, während man im Bad ist, einfach in den Ofen schiebt. Am Vorabend zubereitet, liegt der Aufwand morgens bei Nullprozent.

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Der einzige Nachteil dabei ist, das man auf dem Sofa ganz schnell die Zeit vergisst, weil ja alles so gemütlich ist. Spätestens dann, wenn ihr überstürzt zum Bus sprintet und die anderen Fahrgäste Euch merkwürdig ansehen, prüft, ob Ihr vielleicht nicht doch noch die Jogginghose tragt, in der Ihr es Euch bequem gemacht habt.

Happy Friday friends
xoxo
Christine

Birnen-Himbeer-Crumble (vegan)

  • 2 weiche Birnen, schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 200 g Himbeeren (ich habe frische genommen, TK geht sicherlich auch)
  • 70 g Buchweizenmehl
  • 55 g Rohrzucker
  • 55 g kalte Margarine / Butter, in kleine Stücke geschnitten
  • 30 g Haferflocken
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1/4 TL gemahlener Ingwer
  • optional: Haselnuss- oder Vanilleeis zum Servieren (wenn nötig, vegan)

 

  1. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform bereit stellen.
  2. In der Auflaufform die Birnen zunächst mit dem Ingwer vermengen und dann gleichmäßig verteilen. Anschließend die Himbeeren rüber streuen.
  3. In einer Schüssel die restlichen Zutaten (Buchweizenmehl, Margarine, Haferflocken, Zucker, gemahlenen Zimt und Ingwer) mit den Händen rasch zu einem Streuselteig vermengen.
  4. Den Teig über die Früchte bröseln und die Auflaufform in den Ofen stellen. Ca. 25-35 Minuten (je nach Ofen) backen. Die Streusel sollten goldbraun sein.
  5. Wer mag, serviert den Crumble mit Eis.

 

Portion: 2-3 Portionen

Hinweis:

  • wirklich frischer Ingwer hat Schärfe und trägt nicht den muffigen Ingwergeruch und Geschmack, den die meisten Menschen nicht mögen. Wenn Ihr frischen Ingwer reibt, muss sehr viel Saft aus der Knolle kommen und er sollte sich leicht reiben lassen. Im Laden niemals die kleinen schrumpeligen Knollen kaufen.
  • Wer nicht so gerne mit den Händen Teig kneten, weil er die “Matsche” nicht mag, sollte es mal mit Einweghandschuhen probieren. Da bleiben die Hände sauber und ihr habt im Nu einen tollen Teig.
  • Solltet Ihr den Crumble nicht aufessen, stellt die Reste in eine verschlossene Box in den Kühlschrank. Die Reste lassen sich am nächsten Morgen problemlos bei 180°C für ca. 5-10 Minuten im Ofen erwärmen. In der Mikrowelle geht es sicher auch, die habe ich aber nicht.

4 comments

  1. Verdammt, dabei war ich gerade erst einkaufen ;-) .
    Was soll’s.. bei dem Mistwetter gibt’s doch nichts besseres als noch einmal für einen Crumble einkaufen zu gehen.
    Schönes Wochenende und danke für die Inspiration!

  2. Ich möchte mal behaupten dieser Crumble schmeckt am aller-aller-besten wenn man nach einer Woche von einer anstrengenden Dienstreise nach Hause kommt und der Duft einem direkt beim Betreten der Wohnung in die Nase steigt – was für eine tolle Begrüßung. :-) Boah, das war echt super lecker!! Ich fand vor allem die Haferflocken toll, und wie die Himbeeren die Birne pink gefärbt haben. Und natürlich die Kombi aus süß und sauer. Jetzt schreib ich mich hier so in Rage dass ich gern eine Portion hätte. :-)

    1. Das nenne ich mal eine gelungene Überraschung und ein schönes Verwöhnprogramm. Wie schön, dass Dir der Crumble genauso gut schmeckt wie mir. :-)

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