Graved Lachs zum Frühstück

Einen schönen 1. Advent wünsche ich Euch! Ein paar matschige Schneeflocken fallen vom Himmel, ansonsten ist es einfach nur grau und dunkel, sodass es fast unmöglich ist, überhaupt noch Fotos zu machen.

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Allerdings ist das Wetter perfekt, für ein gemütliches, langes Frühstück. Glücklicherweise habe ich vorgesorgt, was ich normalerweise nicht unbedingt mache. Langes Planen halte ich meist für überflüssig.

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Am Donnerstag war ich bei Rainer und habe gelernt, wie man Graved Lachs macht. Das hat unglaublich viel Spaß gebracht, ist so simple und das Ergebnis umwerfend.

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Rainer hatte alle Zutaten eingekauft und zusätzlich für ein sehr leckeres Drei-Gänge-Menü gesorgt. Während ich in der Küche den Dill klein zupfte, wurde ich immer wieder mit Kleinigkeiten verwöhnt.

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Das Aufwendigste bei der Zubereitung des Graved Lachs ist das Zupfen des Dills. Je feiner er gezupft wird, desto aromatischer wird am Ende der Lachs.

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Der Lachs muss unbedingt Sushi Qualität haben. Lasst Euch vom Fischhändler also eine besonders schöne Seite, grätenfrei, abschneiden. Neben dem Lachs benötigt Ihr noch sehr grobes Meersalz, Zucker, weißen Pfeffer und den Dill. Der Lachs wird mit der Hautseite auf Alufolie gelegt, mit der Salz-Zucker-Pfeffer Mischung und dem Dill bestreut und wird dann gut und fest eingeschlagen. Legt ihn in eine Form, beschwert ihn mit einem Brett und Steinen und wartet drei Tage! Alle 24 Stunden wendet Ihr das Lachspaket. Durch das Beschweren der Steine, dem Salz und das gleichmäßige Wenden, wird so dem Lachs das Wasser entzogen.

Serviert den Lachs mit einer Honig-Senf Soße oder genießt ihn einfach pur.

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Graved Lachs

      700-750 g frisches Lachsfilet
      1 Cup Zucker
      1/2 Cup grobes Meersalz
      1 EL frisch gemahlener weißer Pfeffer
      2 Bund Dill, von den Stielen entzupft, ggf. noch fein hacken

      Alufolie
      Schüssel
      Brett
      Steine, alternativ eine Wasserflasche

Ein riesiges Stück feste Alufolie bereit legen. Das Stück muss so groß sein, das man es zunächst doppelt legt und dann der gesamte Fisch mehrmals gut eingeschlagen werden kann.

Den Lachs mit der Haut auf die Folie legen.
In einer großen Schüssel den Zucker mit dem Salz und Pfeffer vermischen.
Den Lachs mit der Zuckermischung bestreuen (es bleibt von der Mischung etwas übrig, das Ihr das nächste Mal nutzen könnt. Anschließend großzügig den Dill auf den Fisch geben.
Nun den Fisch vorsichtig, aber fest in der Folie einschlagen (aufpassen, das die Folie nicht durch das grobe Salz einreißt.
Den Fisch in eine große, flache Schüssel oder Form legen. Auf den Fisch ein Holzbrett legen und mit Steinen oder einer Wasserflasche beschweren. Alle 24 Stunden das Alupaket wenden (dabei wird der Fisch nicht ausgepackt, sondern das Paket wird nur in der Form gewendet).
Nach 72 Stunden den Lachs aus der Form nehmen, von der Folie befreien und die Salzschicht mit dem Lachs vorsichtig entfernen.

Den Lachs in dünne Scheiben schneiden und servieren.

Hinweise

Der Lachs kann auch vor der Zubereitung halbiert werden, sodass man zwei Alupakete hat.

Wichtig bei Zuckermischung ist das Mengenverhältnis. Statt Cups könnt Ihr auch EL verwenden, also zum Beispiel 2 EL Zucker, 1 EL Salz. Klappt wunderbar!

Bei Kari Diehl findet Ihr noch mal eine Schritt für Schritt Anleitung.

Wenn Ihr wie ich vergesst, eine Honigsenfsoße zu kaufen, mischt einfach Dijonsenf mit z. B. Waldhonig und gebt fein gehackten Dill hinzu.

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