Pizza, die Mädchen aus Mitte und Kuscheleinheiten – Fünf Freitagslieblinge am 2. Februar 2018

Der Januar, den Monat im Jahr, den ich am wenigsten mag, liegt nun hinter uns. Ich freue mich sehr auf den Februar, da viele Geburtstage, Feiern und Ausflüge vor uns liegen und es außerdem jeden Tag ein bisschen länger hell bleibt.

Die Woche ist vorbei und ich bin immer noch nicht sicher, ob ich sie nun als lang oder kurz empfinden soll. Am Mittwochabend dachte ich, dass am nächsten Tag schon Freitag sei, was mich gedanklich ziemlich durcheinander warf. Haylee und ich hatten für die Woche eigentlich recht viele Termine, von denen wir dann kurzerhand leider einige streichen mussten. Das Kind lag mit Durchfall schlapp in meinen Armen und so machten wir es uns daheim gemütlich. Immerhin haben wir heute als Ausgleich überraschend meine Freundin und Patensohn getroffen und nachmittags Besuch von der Oma bekommen.

Doch nun zu meinen Freitagslieblingen der Woche.

Mein Lieblingsmoment mit und ohne Kind fand ironischerweise fast gleichzeitig statt. Haylee ist kein Baby, dass leidenschaftlich gerne und stundenlang kuschelt. Denn das ist sehr, sehr langweilig. „Ey Mama, was soll ich hier rum liegen?“. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie gestern meine Nähe suchte und sich ein paar Kuscheleinheiten holte, bevor sie erschöpft in meinen Armen einschlief. Versteht mich nicht falsch. Ich finde es ganz schrecklich, dass Haylee Durchfall und so starke Bauchschmerzen hat. Es blutet mein Herz, wenn sie vor Schmerzen weint. Aber der Moment, in dem sie sich fallen ließ, die Schmerzen nachließen und sie in meinen Armen Schutz fand, war wunderschön. Sie suchte die Nähe und fand schließlich einen entspannten und erholsamen Schlaf. Auch mir fielen die Augen zu und ich schlummerte zusammengerollt, das Baby an mich gedrückt, für eine Stunde. Ich weiß gar nicht mehr, wovon ich wach wurde. Vorsichtig löste ich meinen Arm von Haylee, um aufzustehen. Doch sofort zuckte sie zusammen und so ließ ich mich aufs Kopfkissen zurück sinken. Ich schaute auf die Uhr, die auf der Heizung steht und beobachtete, wie der Sekundenzeiger seine Runden schlug. Es war kein Buch greifbar, mein Handy lag im anderen Raum und selbst das iPad, auf dem ich uns zuvor noch eine „Drei Fragezeichen“ angestellt hatte, lag unerreichbar weit weg. So hatte ich also den Moment für mich ganz alleine und wirklich nur mit mir. Ohne Medien und ohne Ablenkung. Ich konnte noch nicht einmal aus dem Fenster schauen, da sich dieses auf der gleichen Seite wie das Kopfende unseres Bettes befindet. Es war eine schöne Stunde, die ich da im Bett lag. Ich schrieb in meinem Kopf zahlreiche Artikel, genoss die Ruhe und beobachtete immer wieder das kleine Baby beim Schlafen. Das Foto ist übrigens an einem anderen Tag entstanden, aber es vermittelt genau die Ruhe, die wir beiden verspürt haben.


Mein Lieblingsbuch habe ich Euch diese Woche bereits vorgestellt. Es heißt „Hamster Henri isst glutenfrei“ und ist von Verena Herleth. Das Buch ist für Kinder ab dem Kindergartenalter geeignet und erklärt, was Gluten in einem Körper verursacht, der kein Klebereiweiß (Gluten) verträgt. Es ist wirklich ganz wunderbar gestaltet und erklärt mit einfachen Sätzen, dass Zöliakie bedeutet, auf gewisse Lebensmittel zu verzichten, einem gleichzeitig aber nicht die Freude am Essen nimmt. Denn schließlich gibt es auch glutenfreie Pizza mit der man eine wunderbare Geburtstagsparty feiern kann.

Mein Lieblingsessen der Woche habe ich Euch diese Woche bereits auch schon gezeigt, es ist die Kartoffel-Pizza. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich stolz, gleich zwei Themen, nämlich das Lieblingsbuch und dann nach langer Zeit auch endlich mal wieder ein Rezept, verbloggt zu haben. Die Pizza habe ich alleine diese Woche gleich zweimal gegessen, weil sie simple in der Zubereitung und unglaublich lecker ist.

Die Inspiration der Woche habe ich dieses Mal bei Kea gefunden, deren Blog ich bisher noch nicht kannte. Durch einen Zufall bin ich über einen Umweg auf ihren wunderbaren Artikel „Die Mädchen in Mitte“ aufmerksam geworden. Mit einem sanften Ton beschreibt Kea sehr präzise die Mädchen aus Mitte, die mit ihren weißen Sneakers ohne Söckchen durch den eiskalten Berliner Winter schreiten. Ich sehe die Mädchen vor mir. Bildhübsch, das Haar zu einem lässigen Dutt gestylt, einen dicken Schal um den Hals, dazu ein dezentes Make-up. Ich lese gierig Zeile um Zeile und nicke dabei mit dem Kopf. Gleichzeitig muss ich an die perfekte Instagram Welt denken und sehe die Mädchen nun fleißig Açai Bowl und Matcha Tee posten. Ich liebe es, wenn ich mich auf einmal in der Geschichte befinde, die Figuren beobachten und beinahe anfassen kann.

Mehr Freitagslieblinge gibt es wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende,
xoxo
Christine

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