Fagioli al pomodoro oder Palbohnen auf Tomaten

Happy belated Labor Day! Am Montag wurde in den USA und Kanada der Tag der Arbeit gefeiert und gleichzeitig auch das Sommerende eingeläutet. Die Foodblogs waren wieder voller toller Rezepte.

Palbohnen auf Tomaten

Auch wenn ich den Labor Day zwar verpasst habe (hier kräht ja eh kein Hahn danach), habe ich dennoch passend zum Sommerende, welches hier ja nun auch unweigerlich naht, ein perfektes, sehr leichtes Gericht, dass Ihr sowohl warm als auch kalt essen könnt.

Fagioli al pomodoro!

Hört sich toll an, oder? Hahaha, ich habe keine Ahnung, ob ein Italiener wissen würde, wovon ich spreche und ob es grammatikalisch überhaupt richtig ist. Aber Palbohnen auf Tomaten hört sich irgendwie ziemlich bieder an.

Tomaten

Dabei sind Palbohnen alles andere als langweilig. Frisch gibt es sie nur im Spätsommer zu kaufen. Ich habe sie bisher nur küchenfertig, also gepalt (aus der Hülle entfernt) auf dem Markt und beim Türken gesehen.

Bereitet man sie nicht sofort zu, bekommen sie schwarze Flecken und werden… ich weiß es nicht. Ungenießbar? Die Marktfrau sagte mir, dass sich Palbohnen auch wunderbar einfrieren lassen. Das habe ich jetzt zwar nicht getestet, dafür habe ich aber ihr Rezept gleich ausprobiert. Es ist so einfach, braucht aber etwas Zeit. Ihr könnt bei den Zutaten etwas variieren und auch auf exakte Mengenangaben kommt es nicht so an. Solche Rezepte sind mir ja die liebsten.

Palbohnen auf Tomaten

Die Bohnen werden im Saft der frischen, zuckersüßen Tomaten gegart, sodass man sich um nichts kümmern muss.

Wir haben die Bohnen jetzt schon mehrfach gegessen, sowohl lauwarm als auch kalt. Wenn Ihr ein paar Freunde einladet, reicht die Bohnen zu Käse, frischem Brot, Schinken, ein paar Oliven und anderer schöner Antipasti auf dem Balkon, im Garten oder im Wohnzimmer. Öffnet dazu Euren Lieblingswein und stoßt ein letztes Mal auf den Sommer an.

Palbohnen auf Tomaten

Es lohnt sich,
xoxo
Christine

Fagioli al pomodoro oder Palbohnen auf Tomaten

  • 250 g weiße Palbohnen, unter fließendem Wasser abspülen
  • 3-4 Schalotten, fein gehackt
  • 4 frische Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 kg Tomaten, mit heißen Wasser übergießen, Häuten und den Strunk entfernen
  • 1 Bund frischer Oregano, alternativ 1 EL getrockneter Oregano
  • 1-2 EL Olivenöl
  • 1 TL Chiliflocken (oder nach Geschmack)
  • 1 EL Rapshonig / Ahornsirup (letzteres wenn vegan)
  • Meersalz zum Abschmecken (Achtung: erst nach dem Kochen verwenden)
  • optional: große, grüne, kernlose Oliven, halbieren
  1. In einem mittleren Topf das Olivenöl erwärmen. Zunächst die fein gehackten Schalotten kurz anschwitzen (ca. 30-60 Sekunden) und anschließend die gehäuteten Tomaten dazu geben. Diese können entweder noch ganz, halbiert oder geviertelt sein, ganz wie Ihr mögt (lies wie faul Ihr seid). Kurz aufkochen lassen und anschließend die Hitze reduzieren.
  2. Den feingehackten Knoblauch, Oregano, Chiliflocken und die Bohnen auf die Tomaten geben (Achtung: nicht rühren) und den Topf mit dem Deckel verschließen. Dieser Punkt ist ganz wichtig! Verzichtet Ihr auf den Deckel, verdampft die gesamte Flüssigkeit, sodass die Tomaten und Bohnen verbrennen.
  3. Die Bohnen im geschlossenen Topf 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Nach 30 Minuten vorsichtig umrühren und den Honig oder Ahornsirup hinzugeben.
  4. Weitere 15 Minuten beim geschlossenen Deckel köcheln lassen und eine Bissprobe nehmen. Oliven dazugeben, wenn Ihr sie mögt. Sind die Bohnen noch zu hart, weitere 15 Minuten köcheln lassen. Sollte zu diesem Zeitpunkt noch viel Flüssigkeit im Topf sein, einfach den Deckel abnehmen, sodass die Tomaten etwas einkochen können. Mit Meersalz abschmecken und noch mal gut umrühren.

Hinweise:

  • die Kochzeit kann zwischen 50-70 Minuten variieren
  • sollte der Saft der Tomaten aus unerklärlichen Gründen vor Ablauf der Kochzeit komplett verdampfen, füllt den Topf mit etwas heißer Brühe auf

P.S. Für die Detektive unter Euch: ja, im Hintergrund liegt Dill. Der lag dort nur zur Deko ;-)

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