Thunfischsalat auf getoastetem Brot

Hi! Es ist Sonntag und ich wollte Muffins backen. Aber irgendwer hat irgendwann die ganze Butter verbraucht. Es ist nur noch ein winziger Klecks da, der auf keinen Fall zum Backen reicht.

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Komischerweise haben die Geschäfte in Deutschland, im Gegensatz zu Schweden oder Finnland sonntags geschlossen. Na gut, der Lidl am Bahnhof hat geöffnet. Aber da ist es immer so brechend voll, das ich den gesamten Nachmittag in der Schlange stehen könnte. Sehr verlockend! Also keine Muffins.

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Darum esse ich jetzt gekauft Schokoladenkeksen. Sie schmecken, ich weiß auch nicht, komisch. Nach Zimt! Dabei ist überhaupt gar kein Zimt in den Keksen. Eigentlich ist überhaupt nichts in den Keksen, weil sie frei von sämtlichen Allergen sind (grundsätzlich sehr löblich). Sie sind sehr, sehr trocken, was mich wiederum an Helsinki erinnert. Da hat eine Frau ihr Knäckebrot in den Kaffee getunkt. Oder vielleicht auch in den Tee. Ich konnte das nicht so genau erkennen. Ich glaube, ich habe sie eh unverschämt frech angestarrt. Ich meine, wieso tunkt man Knäckebrot in Kaffee? Zum Glück war es nicht belegt. Stellt Euch mal vor, da ist so lecker Butter drauf.

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Da Muffins nun vielleicht auch nicht das ideale Mittagessen sind, habe ich Thunfischsalat gemacht.

Ich bin jetzt nicht so der große Fan von Thunfischsalaten. Häufig ist er voller Mayonnaise oder aber, man schmeckt nur den Thunfisch und keine anderen Zutaten mehr.  Dabei mag ich rohen Thunfisch sehr gerne. Thunfischsteak manchmal und Tunfisch aus der Dose nur mäßig gerne. Das liegt daran, dass er häufig wie Katzenfutter riecht oder aber voller Knochensplitter ist. Gut, letzteres ist mir nur einmal passiert, aber das fand ich ganz schrecklich. Erstens musste ich ihn wegschmeißen und zweitens gab es keinen Pizzabelag mehr. Ja ja, Butter alle, Thunfisch alle, nichts zu essen. Schlimmer Haushalt hier!

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Ich habe jetzt allerdings Thunfisch aus dem Glas entdeckt. Der schwimmt wirklich noch so richtig im eigenen Saft, sieht wesentlich appetitlicher aus als aus der Dose aus und schmeckt mir sehr gut. Anders als an dem Bruder aus der Dose, finde auch ich nun gefallen an gekochtem Thunfisch. Leider kostet das Glas auch das dreifache.

Während einige Thunfischsalat ja einfach so weg löffeln können, genieße ich ihn dann doch lieber dezent auf geröstetem Brot.

Er ist eine wunderbare Alternative zu Wurst oder Käse. Ich habe neben Ei, der Klassiker in jedem Thunfischsalat, noch Gurke, Tomate und Oliven beigemengt. Und natürlich ein ganz wenig Chili. Der Salat ist absolut nicht scharf, sondern hat eine ganz leichte, würzige Note. Ohne das Chili würde ich den Salat zu lasch empfinden (ich habe vorher nämlich probiert). Wer sich an Chili nicht ran traut, sollte ein wenig Senf in das Dressing rühren. Durch das Gemüse und   das Dressing ist der Salat wundervoll ausgewogen und liegt wirklich nicht schwer im Magen. Der perfekte Mittagssnack!

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Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag, trotz vielleicht Dauerregen.

Thunfischsalat

  • 1 Glas / Dose Thunfisch* im eigenen Saft, gut abtropfen lassen (ca. 140 g)
  • 1 kleines Stück Gurke (ca. 60 g)
  • 1 mittelgroße Zigan Tomate (das sind so ganz dunkelbraune, tief rote, fast schwarz)
  • 1 hart gekochtes Ei, in kleine Stücke schneiden
  • 1 kleine Schalotte, super fein gehackt
  • 2 EL fein gehackte glatte Petersilie
  • 1 EL Schwarze Oliven (ca. 6 Stück), fein gehackt
  • 1 1/2 EL Olivenöl
  • 2 TL weißer Balsamico
  • 2 Messerspitzen Chilipulver
  • frisch gemahlenes Meersalz und schwarzer Pfeffer zum Abschmecken
  • (glutenfreies) Brot
  • Olivenöl
  1. Die Gurke und Tomate halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen (ansonsten zieht der Salat zu viel Wasser). In ganz kleine feine Stücke schneiden.
  2. In einer großen Schüssel den gut abgetropften Thunfisch mit der Gurke, Tomate, Schalotte, Petersilie, Oliven und dem Ei vorsichtig vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. In einem Becher das Öl mit dem Essig und Chilipulver glatt verstreichen und unter den Thunfischsalat heben.
  4. Das Brot toasten, mit Olivenöl beträufeln und vorsichtig den Salat drauf schichten. Sofort servieren.

* Ich habe den Thunfisch von TONNINO gekauft.

P.S. Also die Kekse schmecken auch nicht besser, wenn man sie in den Tee tunkt. Vielleicht ein wenig. Aber der Tee sieht dann so komisch aus.

2 comments

  1. Süßer Post, ich mag zwar weder Dosenthunfisch (obwohl ich zugeben muss, den aus dem Glas kenn ich auch nicht) noch hast du mir besonders Lust auf gekaufte Kekse gemacht, aber der Post ist trotzdem ganz wunderbar und ich les ihn jetzt gleich noch mal! :)
    xo Zoe

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