Chicken noodle soup

Es ist Freitag! Und endlich ist wieder Fußball Europameisterschaft, wobei ich sagen muss, dass ich ja ein noch größerer Fan der Fußball Weltmeisterschaft bin. Endlich werden wir wieder vom Fußballfieber erfasst und brauchen daher natürlich jede Menge Energie. Falls Ihr Euch nicht für Fußball interessiert, braucht Ihr dennoch Energie und könnt den Eintrag gerne weiterlesen. Ich werde nicht weiter auf Bälle und Tore eingehen.

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Sollte Euch die Woche also durch die Arbeit, Uni, Kindergarten, Schule, Faulenzen oder Gartenarbeit erschöpft, ausgepowert oder ermüdet haben, ist es Zeit, etwas dagegen zu tun. Es gibt Hühnersuppe! Die kocht sich quasi von alleine, ist gesund und schmeckt sogar auch noch gut. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich sie gestern Abend gegessen habe und mich hinterher viel besser gefühlt habe.

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Ich hatte gestern eigentlich vor, Wraps mit Fisch und Reis zu essen (ich arbeite noch an dem Titel des Essens). Aber leider fehlten mir einige Zutaten. Daher musste ich mir etwas anderes einfallen lassen, weil ich keine Lust hatte, noch mal los zu fahren. Passend zum inzwischen wieder grauen Himmel (warum scheint eigentlich ab mittags die Sonne, wenn jeder arbeiten muss) kam mir Hühnersuppe in den Sinn. Ja klar, dafür habe ich immer alle Zutaten im Hause! Hinterm Haus halte ich nämlich Hühner. Immer wenn sie genügen Eier gelegt haben, schlachte ich sie. Mit den Federn stopfe ich übrigens Kopfkissen. Praktisch, oder?

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Nach dem Einkaufen (gut, das mit den Hühner war geschwindelt) war ich gar nicht mehr so müde und hatte Lust, einfach mal was Neues auszuprobieren. Normalerweise esse ich zu Suppe immer Reis. Heute wollte ich aber unbedingt mal selber Suppennudeln machen. Ich dachte ja, dass ich umgehend ein Rezept im Internet finden würde, aber alles was ich finden konnte, lass sich unglaublich kompliziert und aufwendig. Also habe ich die Suche nach einem glutenfreien Nudelrezept einfach aufgegeben, mir stattdessen ein paar Nudelrezepte auf Weizenmehlbasis durch gelesen und dann das große Experiment gestartet.

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Nudeln zu machen, zumindest für eine Suppe, ist gar nicht schwer. Das Schöne ist, dass sie nicht besonders gut aussehen müssen. Man nimmt einfach eine große Schüssel, schüttet Mehl rein, gibt ein Ei dazu und vermengt das Ganze. Dann gießt man ganz vorsichtig ein wenig Wasser hinzu, bis sich der Teig gut zu einer Kugel kneten lässt.

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Wer regelmäßig Nudeln ausrollt, braucht übrigens auch nicht mehr ins Fitnessstudio gehen, um dort Gewichte zu heben. Es reicht vollkommen aus, wenn Ihr zukünftig einfach nur den Nudelteig ausrollt. Gott, ich wusste nicht, dass es so anstrengend ist. Es lohnt sich auf jeden Fall.

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Die Suppe schmeckt mit frischen, jungen Erbsen, Möhrchen und Nudeln einfach himmlisch. Kocht es unbedingt nach und Ihr werdet Euch gut und erfüllt fühlen.

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Ich wünsche Euch allen ein ganz tolles Wochenende, ob mit oder ohne Fußball. Ich muss jetzt auf jeden Fall weiter – auf zu einer Weinprobe. Habt viel Spaß und vergesst nicht, Euch die Suppe zu kochen.

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Chicken gluten free noodle soup

Für die Brühe

  • 1 kücherfertiges Hühnchen (ca. 1200 g)
  • 1 Bund Suppengrün, klein schneiden
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 getrocknete Chili
  • 1 TL Salz
  • 2 Liter Wasser
  • 2 EL Olivenöl
Für die Suppe
  • 2-3 Möhren, geschält und in feine kleine Stückchen geschnitten (ca. 100 g)
  • frische, junge Erbsen, aus der Hülle entfernen (ergab nach dem Schälen ca. 100 g)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Petersillie
Für die Nudeln
  • 150 g glutenfreier Mehlmix
  • 1 Ei
  • kaltes Wasser (ca. 3-4 EL)
Die Brühe
  1. Das Hühnchen abwaschen und gut trocken Topfen.
  2. In einem großen Topf das Öl erhitzen und das Hühnchen hinzugeben. Das Hühnchen von beiden Seiten kurz anbraten (ich habe für jede Seite den Deckel wieder auf den Topf gegeben, weil es sonst so spritz).
  3. Das Gemüse, die Zwiebel, den Knoblauch, die Lorbeerblätter und das Chili hinzugeben und ebenfalls kurzt mit anschwitzen (ca. 1-2 Minuten).
  4. Nun das Wasser und Salz hinzugeben und das Ganze zum Kochen bringen.
  5. Nach 30 Minuten die Hitze reduzieren und für weitere 30 Minuten oder länger köcheln lassen.
  6. Das Hühnchen aus dem Topf nehmen, von Haut und Knochen lösen und auf einem Teller in kleine, feine Streifen schneiden.
  7. Die Suppe durch ein Sieb gießen und die Brühe auffangen.
*Die glutenfreien Nudeln
  1. In einer Schüssel das Ei und Mehl mit den Händen vermengen.
  2. 1 EL kaltes Wasser hinzugeben, weiter kneten, erneut Wasser hinzugeben und weiter kneten. Die Zugabe der Flüssigkeit sollte unbedingt in kleinen Schritten erfolgen, da der Teig sonst schnell matschig werden kann. Ich habe ca. 4 EL Wasser benötigt. Eine genaue Angabe kann ich leider nicht geben, da dies auch von der Mehlmischung abhängt, die Ihr verwendet.
  3. Den Teig zu einer Kugel formen und halbieren.
  4. Den Teig dünn ausrollen, zusammen klappen, erneut ausrollen, wieder zusammen klappen und dünn ausrollen.
  5. Den ausgerollten dünnen Teig mit einem Messer in ganz feine Streifen schneiden. Die Streifen auf einem Teller zum Trocknen legen. Sollten die Streifen in der Mitte durch brechen, ist das überhaupt nicht schlimm. Wir wollen ja keine Spagetti essen.

Die Suppe

  1. Die Brühe wieder in den großen Topf zurück gießen. Sollte viel Flüßigkeit verkocht sein, einfach mit kaltem Wasser (500 – 1000 ml) auffüllen. Die Brühe wieder zum Kochen bringen.
  2. Die Erbsen, Möhren, Frühlingszwiebeln, Petersilie und das Hühnerfleisch hinzugeben. Für ca. 5 Minuten kochen lassen.
  3. Nun die Nudeln hinzugeben und weiter kochen lassen. Je nachdem wie dünn und gleichmäßig Ihr die Nudeln ausgerollt habt, sind sie innerhalb von 3-5 Minuten gar.
  4. Die Suppe in Schalen servieren und genießen.

*Anmerkung: ich habe nur die eine Hälfte des Teigs verwendet. Die andere habe ich erst mal in den Kühlschrank gelegt.

One comment

  1. Hmm… köstlich sieht sie aus, Deine tolle Hühnersuppe. Ich lieeeebe Hühnersuppe! Aber Du glaubst ja gar nicht wie froh ich war, dass das mit dem eigenen Suppenhuhn nur geschwindelt war :-)).
    Schöne Wochenendgrüße
    und vielen Dank für Deinen lieben Kommentar bei mir
    Inge

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