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Reisen

An der Südküste Mallorcas

Mai 20, 2014

Der Süden ist verkehrstechnisch nicht ganz so gut erschlossen. Die Straßen zu den wenigen, kleineren Orten sind schmal und schlängeln sich gefühlt durch eine wunderschöne, aber ewig lange, nicht endenwollendene Landschaft.

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Es ist der ideale Ort, um sich einfach treiben zu lassen. Viele Tage werden wir nicht auf der Insel sein, daher wollen wir die Zeit optimal für das Nutzen, was uns Spaß bringt und uns erfüllt.

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Von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen, wie kleine Japaner, die einen genauen Zeitplan vorliegen haben, liegt uns gar nicht.

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Spontan weiterzuziehen, wenn einem der Ort nicht gefällt oder gar eine kleine Ewigkeit zu bleiben, weil man gerade zu verliebt in die Bucht ist, ist genau das, was Urlaub ausmacht.

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Zunächst verschlug es uns nach Cala Pi, einem kleinen, verschlafenen Ort. Viel zu sehen gab es nicht. Ein Wachtturm aus dem Mittelalter, dessen Eingang entweder verschüttet ist oder in dem Rapunzel saß und stets ihr Haar hinab ließ. Ein Strand, der über steile Treppen zu einer schönen Bucht führt, ein Hotel, einige Restaurants und vor allen Dingen eine Menge Ferienhäuser, vor denen ausschließlich deutsche Autos mit deutschen Kennzeichen stehen. Ein Hahn stolzierte recht lustlos durchs Gras und gab keinen Mucks von sich. Wer in Cala Pi ist, sucht Ruhe.

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Wir fuhren weiter nach Colònia de Sant Jordi, durch das wir ein wenig spazieren gingen. Die Promenade war schön angelegt, aber ansonsten hatte der Ort nicht viel zu bieten. Am Hafen war übrigens ein China Restaurant. Ist Euch mal aufgefallen, dass es China Restaurants fast überall gibt? Sie sehen irgendwie auch immer gleich aus und meistens versteht ein Teil der Belegschaft einen überhaupt nicht. Nein, ich war da nicht essen, aber ich fragte höflich, ob ich wohl bitte die Toilette aufsuchen könnte. Ich schaute in ein fragendes Gesicht, dass irgendwas murmelte und hielt es für die Aufforderung, einfach mal zu den Waschräumen durch zu gehen.

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Nachdem wir vor verschlossenen Türen bei Antonio standen, dem Mann, der laut Reiseführer die beste Paella machen sollte, setzen wir uns wieder ins Auto und fuhren weiter. Die Paella muss wirklich gut sein, da das Restaurant riesig war und im ganz Ort Wegweiser waren. Natürlich witterte ich sofort eine Touristenfalle und war zufrieden, dass montags Ruhetag war.

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Als wir durch Santanyí fuhren, war ein Straßenlokal äußerst gut besucht! Ha, hallo Mittagessen! Tatsächlich war dir Anzahl von Touristen äußerst begrenzt, was ich durchaus begrüßte. Wir entschieden uns für eine Meeresfrüchte Paella, die äußerst lecker war. Fotos gibt es leider keine, da ich einfach zu hungrig war. Mein Fotohirn wird in solchen Momentan ausgeschaltet.

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Gut, ich muss zugeben, das es manchmal von Vorteil wäre, wenn man etwas vorbereitet unterwegs wäre. Uns kam der spontane Gedanke, doch mal einige Weingüter aufzusuchen. Schließlich werden die Weine in den höchsten Tönen im Reiseführer gelobt und sich ein Weingut anzuschauen, kann niemals schaden. Ähm ja! Also Mallorca ist nicht Walla Walla oder Kalifornien. Wollte ich nur mal so sagen. Um es kurz zu machen, wir sind um alle Weingüter und Wegweiser einen großen Bogen gefahren, anders kann ich es mir nicht erklären. Gefunden haben wir kein einziges! Also nix mit Wein, sondern weiter ans Wasser.

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Übrigens sieht man verhältnismäßig viele Deutsche, die mit einem eigenen Wagen angereist sind. Ich frage mich immer, welche Beweggründe sie dafür haben. Vielleicht bleiben sie für mehrere Monate oder aber die Steuern für einen Zweitwagen auf Mallorca sind extrem hoch.

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Als wir am Nachmittag im schönen Hafen von Portopetro saßen, kam ein Motorboot von einem Segelboot auf die Kaimauer zugesteuert. Ein Ehepaar stieg aus, er in Sako und mit Aktentasche. Kurze Zeit später fuhren sie mit ihrem kleinen Daewoo mit Offenbacher Kennzeichen davon. Das gab mir tatsächlich ein Rätsel auf. Der Wagen wirkte für die beiden viel zu klein und machte keinen sonderlich komfortablen Eindruck, um die 1600 km zurück zulegen. Viel Platz war nun auch nicht, um Mengen an Gepäck mitzunehmen. Rätsel über Rätsel, die ich leider nicht lösen konnte.

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Durch Portopetro lässt es sich übrigens wundervoll gehen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens gibt es hin und wieder einige, kleine Strände, an denen man eine schöne Pause einlegen kann. Die Straße schlängelt sich einen Berg hoch, an der einige, sehr teure und gepflegte Häuser stehen. Hin und wieder sieht man leider auch Bauskelette, die aussehen, als wenn schon länger kein Handschlag mehr gemacht wurde. Ganz oben an der Spitze steht ein Leuchtturm, auf dessen Gelände man allerdings nicht kommt.

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Mir hat es ganz gut gefallen in Portopetro, auch wenn hier wohl irgendwie noch etwas Vorsaison herrscht. Perfekt für jemanden, der Ruhe und keinen Trubel sucht.

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