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12 von 12 – Oktober 2018

Ich bin selbst überrascht, dass ich ausnahmsweise heute Morgen bemerkt habe, dass heute der 12. Oktober ist. Zeit für 12 von 12. Wer das Format noch nicht kennt, kann mehr darüber hier nachlesen.

Ich nutze meinen freien Tag für einen Bummel entlang der Elbe. Quasi als Tourist in der eigenen Stadt. Schön war es und auch ziemlich warm, so waren doch 22° C im Schatten. Ich habe es genoßen und hoffe, dass das Wetter noch lange so gut bleibt.

Oatmeal mit Pfirsichen und einem recht unterhaltsamen Buch

Die Allee erinnert mich an meine Kindheit und ich rätsle immer noch, ob es nicht ein Herbstbild von mir als Kleinkind gibt.

Linien, soweit das Auge reicht

Schattenspiele

Die kleine Gasse erinnerte mich sofort an New York oder San Francisco. Allerdings ist unsere dann doch sauberer.

Moderne trifft Geschichte. Früher gab es im hinteren Teil des Gebäudes den „Speicher“. Hier konnte man reichlich Trödel kaufen, von Kleinigkeiten bis hin zu Möbeln. Das gesamte Ambiente erinnerte an einen Kolonialwarenhandel. Es war ein wenig dunkel und muffig und dennoch fühlten sich die Kunden pudelwohl. Dann wurde das Gebäude, ich glaube, saniert. Der Laden zog um in ein neues Gebäude bei der Autobahn. Das Flair war verschwunden, die Artikel entpuppten sich zu Ramsch und der Laden musste schließen. Lage ist dann manchmal doch alles.

Manchmal läuft man an Dingen vorbei und ist überrascht, an wen sie einen erinnern. Erst beim Lesen des Textes auf der Schiffsschraube musste ich an meine Freundin denken und grinsen. Sie prüfte jahrelang das Unternehmen.

Ich mag das weiche Herbstlicht, das dem Hinterhof einen ganz besonderen Touch verleiht.

Kopfstand

Kaffeeliebe

Wir kaufen Schuhe und natürlich ist die Rutsche das Highlight. Auch ich mochte als Kind am liebsten die Schuhläden mit Rutsche. Lustig, dass sich das nicht geändert hat.

Schilderliebe

Mehr 12 von 12 Beiträge findet Ihr wie immer bei Caro.

Habt ein schönes Wochenende,
xoxo
Christine

ich nenne mich Patentante, auch wenn ich das nach der katholischen Kirche gar nicht bin

Viel zu lange ist sie her, die wunderschöne Taufe meines Patensohnes. Geht man nach der katholischen Kirche, darf ich mich natürlich nicht Patentante und den kleinen Nick ganz sicher nicht Patensohn nennen. Der Pfarrer wird erst einmal drei Kreuze über sich schlagen, wenn er es hört und den Rosenkranz rauf und runter beten.

mein Patensohn – mit Papa fliegt es sich einfach am besten

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Äpfel pflücken im Alten Land

Manchmal glaube ich, nie wieder viele Stunden am Stück schlafen zu können. So wie letztes Wochenende, als Haylee Margen-Darm hatte und uns in der einen Nacht gleich zweimal das Bett voll kotzte, um dann die restliche Nacht jede Stunde weinend aufzuwachen. Oder aber wie vor zwei Nächten, als sie anfing zu zählen. Natürlich spricht sie die Zahlen für Außenstehende noch nicht verständlich aus und auch ich vernehme keine klare eins, zwei oder drei, aber anhand der Betonung (sie imitiert den Papa) ist es eindeutig, dass sie bis fünf zählt. Denn so viele Finger hat sie an einer Hand, die am Wickeltisch immer mal wieder durchgezählt werden. In der Nacht wurden wir übrigens zunächst von einer Mücke geweckt. Als der Mann dann mit der Fliegenklatsche bewaffnet durchs Schlafzimmer hechtete und immer wieder erfolglos an die Wand klatschte, gab es kein Halten mehr. Das Kind lachte sich kringelig wie schon lange nicht mehr.

Immerhin schliefen wir als gerechten Ausgleich dafür die Nacht von Freitag auf Samstag exzellent und waren so verhältnismäßig ausgeschlafen wie schon lange nicht mehr. Während die Wettervorhersage für den Samstagvormittag noch einige Sonnenstunden versprach, zeigte die App für das restliche Wochenende vor allen Dingen Regen an.

Vor den Toren Hamburgs liegt das Alte Land, ein großes Obstanbaugebiet. Seit einigen Jahren bieten viele Höfe das Pflücken von Äpfeln, Kirschen oder Pflaumen an. Bisher hielt sich meine Begeisterung fürs Pflücken in Grenzen, was allerdings mehr den Äpfeln als der Tätigkeit des Pflücken zu verschulden ist. Schließlich esse ich Äpfel, wenn sie nicht gerade in einem Kuchen verbacken sind, nicht sonderlich gerne.

Doch mit Kind ändert sich vieles. Auch wenn Haylee noch sehr klein ist, finde ich es wichtig, schon früh zu vermitteln, wo Lebensmittel herkommen. Zwar gibt es vor unserer Haustür auf dem Nachbargrundstück einen Apfelbaum, sodass ich mich rein theoretisch mit Haylee an den Gartenzaun stellen könnte, aber damit wäre der Spaß dann auch schon beendet.

Auf dem Apfelhof hingegen kann man sein Körbchen nach Belieben mit unterschiedlichen Apfelsorten füllen. Naschen ist tatsächlich erlaubt. Bei so vielen Apfelsorten ist es sinnvoll, vorab einmal zu testen, ob einem die Sorte schmeckt.

Auf dem Hof standen neben zahlreichen Körben und Kisten auch Bollerwagen parat, was zum einen recht romantisch ist und sofort Kindheitserinnerungen in mir weckte, zum anderen auch ziemlich praktisch. Denn wer will schon unzählige Kilos gepflückter Äpfel die langen Wege lang schleppen? Gleichzeitig entwickelte Haylee eine unbeschreibliche Leidenschaft für den Wagen und bestand darauf, in diesem zu sitzen. Das verwunderte uns tatsächlich sehr, denn momentan ist sie mehr ein Tragekind, als das sie sich freiwillig in den Kinderwagen oder Buggy setzt. Zumindest dann, wenn ich mit ihr unterwegs bin.

ALs wir gerade die ersten Schritte zu den Obstbäumen gingen, huschte ein kurzer Regenschauer über uns hinweg und am Horizont war ein Regenbogen zu sehen. Während wir noch die Stirn in Falten legten und es in Erwähnung zogen, zurück zur großen Halle zu gehen, in der man sich fürs Pflücken anmelden musste, kämpfte sich die Sonne zwischen den Wolken hindurch zurück. Wir zogen mit unserem Bollerwagen los. Es war herrlich leer und wir waren in unserer Baumreihe ganz alleine, sodass Haylee auf Papas Arm ganz in Ruhe ihren ersten Apfel pflücken durfte. Sie war begeistert und so unglaublich stolz, dass mein Herz vor Freude nur so hüpfte.

Bei der Anmeldung bekommt man einen Plan ausgehändigt, auf dem nicht nur das Gelände eingezeichnet ist, sondern auch die verschiedenen Apfelsorten ausgewiesen sind. So wählten wir den Weg von Rubinette, über Elstar, Jonagold und Royal Jonagold bis hin zum Topaz. Haylee saß währenddessen im Bollerwagen, sortierte die Äpfel und zählte zwischenzeitlich auch durch, ob noch alle Früchte an Bord waren.

Nach über einer Stunde gingen wir schließlich mit unserem Korb zur Kasse und staunten nicht schlecht, als die Waage mehr als sechs Kilo anzeigte. Neben Apfelsaft und Apfelmus werden wir wohl auch einen Apfelkuchen oder Apfelcrumble backen. Auf jeden Fall muss das Obst zügig verarbeitet werden, da es bei der Inventur durchs Kind etwas in Mitleidenschaft gezogen worden ist.

Vielleicht gibt es auch bei Euch in der Gegend einen Apfelhof, der das selbst Pflücken anbietet. Dann nichts wie hin, es ist ein Heidenspaß und auch wesentlich entspannter, als die Erdbeeren auf dem Boden aufzulesen.

xoxo
Christine

was in der Zwischenzeit passierte

Wenn ich die letzten acht Wochen mit einem Wort beschreiben sollte, so wäre es wohl krank. Denn krank waren der Mann, das Kind und ich seit Juli immer abwechselnd, manchmal auch gemeinsam. Ein Kita Keim nach dem nächsten raffte uns nieder. Ich hatte eine schmerzhafte Mittelohrentzündung, die dazu führte, dass ich zeitweise auf dem rechten Ohr nichts hörte. Noch immer, gut fünf Wochen später, ist mein Gehör noch nicht wieder tadellos hergestellt. Zwischenzeitlich ging es mir zwar besser, doch nun hat mich der nächste fiebrige Erkältungsvirus nieder gerafft.

Tatsächlich habe ich mir den Sommer, wer konnte es ahnen, dass er so bombastisch werden wird, anders vorgestellt. Mit sandigen Füßen und klebrigen Händen, Eiscreme und Pommes, Wassermelone und Keksen, Rosé und Sekt, Meer und Elbe, der Duft vom frischen Regen und Sonnenmilch, nun ja eben allem, was Sommernachmittage und -abende schöner machen. Viel erlebt haben wir davon allerdings nicht.

Als es mir endlich besser ging, waren alle Freunde in die Ferien verschwunden und wir saßen alleine da, in der großen, warmen Stadt.

Aber immerhin haben auch wir ein paar schöne Tage gehabt.

Legendär war übrigens der Besuch in der Eisdiele, als wir uns überlegten, mal so richtig über die Stränge zu schlagen und uns eine Schlemmertüte zu gönnen. Es gab weder Eiswaffeln noch Sahne, da die Sahnemaschine kaputt war. Für eine Eisdiele eine recht traurige Bilanz. Das wäre ja fast so, wenn ein Coffeeshop keine Milch mehr hätte. So gönnten wir uns also nur drei Kugeln Eis, dann allerdings auch ohne Soße, denn Soße ohne Sahne, na ich weiß ja nicht. Wirklich lecker was das Eis übrigens nicht.

Schön waren unsere Ausflüge an die Elbe. Selbst am Wochenende war der Strand vormittags herrlich leer, was wohl an den Ferien lag. Haylee buddelte fröhlich durch den Sand und ich überlegte, wohin die Schiffe wohl fahren würden. Ich weiß, dass es dafür zwar eine App gibt, aber manchmal finde ich es einfach schöner, der Phantasie freien Lauf zu lassen.

Eines Abends lagen der Mann und ich im Bett, als ich zu ihm sagte, dass ich auf dem iPad heute endlich mal auf MyDeals geklickt hätte. Ich nutze nämlich das ausrangierte iPad des Mannes, hatte aber bisher wenig Interesse an seinen Apps. In der App werden Tagesdeals, also Schnäppchen, bereit gestellt. An dem Tag wurde der Flammkuchen von Wagner in einem Supermarkt promotet, der tatsächlich spottbillig war. Ich klickte also auf den Tagesdeal Flammkuchen und erwartete, dass sich nun ein Fenster mit weiteren Informationen öffnen würde. Das tat sich auch, nämlich mit reichlich Kommentaren. Ich sagte zum Mann, dass sich mir der Sinn der App nicht ganz erschließen würde. Klar, Schnäppchen anzeigen sei prima, aber wieso denn da ein weiteres Fenster aufgehen würde, in dem die Leute dann so Dinge schreiben würden wie „Wirklich super Angebot. Aber ob sich das Flammkuchen schimpfen darf, bei den Zutaten, die da enthalten sind, mag ich mal bezweifeln“. Da lachte der Mann und sagte, dass die Kommentare doch das Beste an der App seien. Aha!

Ich habe in der letzten Woche einen neuen Blog gefunden und bin total begeistert. Fast hätte ich geschrieben, dass der Blog in Russland spielt, aber das wäre nicht ganz korrekt. Katrin ist Journalistin und lebt seit vier Jahren in Russland. In ihrem Blog schreibt sie über ihren Alltag, über die Fußballweltmeisterschaft, über Kulturelles, eben über Russland, so wie wir es nicht kennen. Bisher war mein Interesse für Russland relativ gering, doch jetzt bin ich Feuer und Flamme. Ob ich nun gleich die nächste Reise dorthin planen würde, lasse ich mal so dahingestellt sein, aber mich fasziniert das große Land sehr. Als Einstieg empfehle ich Euch übrigens Elf Polizisten müsst ihr sein.

Gegessen haben wir hin und wieder auch ganz fein. Es gab unteranderem Pfirisch-Muffins und Salat mit gezupfter Polenta. Ich überlege, auch wenn beides nicht gerade fotogen aussieht, noch zu verbloggen. Muffins gehen ja irgendwie immer und sind der perfekte Begleiter zum Morgenkaffee oder Tee, wenn zumindest kein Kind in der Nähe ist und ein Salat ist ja niemals verkehrt.

Ein mini Projekt habe ich übrigens dann doch noch abgeschlossen. Haylee hat jetzt ihr erstes eigenes Fotobuch, dass sie sich tatsächlich alleine angucken kann. Der Hersteller verspricht, dass es extra für Kleinkinder sei. Fester Karton mit Spiralbuchbindung und abgerundeten Kanten. Ich bin gespannt, wie lange es halten wird. Ein Schnäppchen ist es mit 20,- Euro wahrlich nicht, aber es macht immerhin einen hochwertigen und ordentlichen Eindruck.

Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart,
xoxo
Christine