Ein verregneter Urlaub

So viele Regentage wie in diesem Urlaub hatten wir bisher noch nie. Der November ist selbst für Südeuropa nicht der idealste Reisemonat. 

Ursprünglich wollten wir gerne wieder in die USA fliegen. Entweder gab es zwar sehr günstige Flüge für zirka 300 Euro, die jedoch mit miserablen Flugzeiten von bis zu 32 Stunden verbunden waren oder aber erträgliche Flugzeiten, was hohe Ticketpreise nach sich zog. Die Reise wäre schnell sehr teuer geworden, da noch Unterkünfte und ein Mietwagen dazugekommen wären, sodass es mir die Lust nahm, das Geld auszugeben. 

Es war ein Zeichen des Universums! Denn kurze Zeit später begannen die Feuer in Nordkalifornien zu wüten, was auch Auswirkungen auf unsere geliebte Bay Area hatte. Die Menschen saßen mitunter mehrere Tage ohne Strom da, vieles hatte geschlossen, ganz zu schweigen von der schlechten Luftqualität. Airbnb Unterkünfte waren nicht mehr zu buchen, da diese vernünftigerweise den Menschen zur Verfügung gestellt werden sollten, die ihre Häuser in den Feuern verloren hatten. Wir waren dankbar uns gegen eine Reise in den USA entschieden zu haben, auch wenn insbesondere ich ziemlich traurig war, da ich mich dort einfach sehr wohl fühle. 

So buchte ich also kurzfristig unseren Urlaub in Europa und überlegte, was ich mir denn gerne anschauen würde und was gut zu erreichen sei. Meine Wahl fiel schließlich auf Mailand, Florenz und Mallorca. Die Ziele ließen sich gut miteinander verbinden und boten eine interessante Mischung aus Metropolen, Kultur und Erholung. 

Ich hätte bei meinem Recherchen vielleicht auch besser mal ein Auge auf das Wetter werfen sollen, was ich natürlich nicht tat. Das in Italien und Spanien immer die Sonne scheint, liegt ja auf der Hand, dachte ich mir. Nun weiß ich es besser. 

Der viele Regen zerrt an unseren Nerven, so richtig gut erholen wir uns nicht. Wir versuchen dennoch, jeden Tag etwas Schönes zu unternehmen. 

Am Sonntagnachmittag fuhren wir nach Palma und suchten zwischen den zahlreichen Regenschauern einfach Unterschlupf in Geschäften oder Cafés. Dabei probierten wir Kleidung an, setzen uns alberne Hüte auf und bestaunten die vielen hässlichen Kleider, bei denen ich mich ernsthaft fragte, ob die jemand kaufen würde. 

Außerdem ließen wir uns die selbst gebackenen Schokoladenkekse auf einem kleinen Platz schmecken, auf dem Haylee voller Freude immer wieder um eine Statue rannte. 

Es könnte schlechter sein, aber über mehr Sonnenschein würden wir uns dennoch freuen!

xoxo
Christine 

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