was in der Zwischenzeit passierte

Wenn ich die letzten acht Wochen mit einem Wort beschreiben sollte, so wäre es wohl krank. Denn krank waren der Mann, das Kind und ich seit Juli immer abwechselnd, manchmal auch gemeinsam. Ein Kita Keim nach dem nächsten raffte uns nieder. Ich hatte eine schmerzhafte Mittelohrentzündung, die dazu führte, dass ich zeitweise auf dem rechten Ohr nichts hörte. Noch immer, gut fünf Wochen später, ist mein Gehör noch nicht wieder tadellos hergestellt. Zwischenzeitlich ging es mir zwar besser, doch nun hat mich der nächste fiebrige Erkältungsvirus nieder gerafft.

Tatsächlich habe ich mir den Sommer, wer konnte es ahnen, dass er so bombastisch werden wird, anders vorgestellt. Mit sandigen Füßen und klebrigen Händen, Eiscreme und Pommes, Wassermelone und Keksen, Rosé und Sekt, Meer und Elbe, der Duft vom frischen Regen und Sonnenmilch, nun ja eben allem, was Sommernachmittage und -abende schöner machen. Viel erlebt haben wir davon allerdings nicht.

Als es mir endlich besser ging, waren alle Freunde in die Ferien verschwunden und wir saßen alleine da, in der großen, warmen Stadt.

Aber immerhin haben auch wir ein paar schöne Tage gehabt.

Legendär war übrigens der Besuch in der Eisdiele, als wir uns überlegten, mal so richtig über die Stränge zu schlagen und uns eine Schlemmertüte zu gönnen. Es gab weder Eiswaffeln noch Sahne, da die Sahnemaschine kaputt war. Für eine Eisdiele eine recht traurige Bilanz. Das wäre ja fast so, wenn ein Coffeeshop keine Milch mehr hätte. So gönnten wir uns also nur drei Kugeln Eis, dann allerdings auch ohne Soße, denn Soße ohne Sahne, na ich weiß ja nicht. Wirklich lecker was das Eis übrigens nicht.

Schön waren unsere Ausflüge an die Elbe. Selbst am Wochenende war der Strand vormittags herrlich leer, was wohl an den Ferien lag. Haylee buddelte fröhlich durch den Sand und ich überlegte, wohin die Schiffe wohl fahren würden. Ich weiß, dass es dafür zwar eine App gibt, aber manchmal finde ich es einfach schöner, der Phantasie freien Lauf zu lassen.

Eines Abends lagen der Mann und ich im Bett, als ich zu ihm sagte, dass ich auf dem iPad heute endlich mal auf MyDeals geklickt hätte. Ich nutze nämlich das ausrangierte iPad des Mannes, hatte aber bisher wenig Interesse an seinen Apps. In der App werden Tagesdeals, also Schnäppchen, bereit gestellt. An dem Tag wurde der Flammkuchen von Wagner in einem Supermarkt promotet, der tatsächlich spottbillig war. Ich klickte also auf den Tagesdeal Flammkuchen und erwartete, dass sich nun ein Fenster mit weiteren Informationen öffnen würde. Das tat sich auch, nämlich mit reichlich Kommentaren. Ich sagte zum Mann, dass sich mir der Sinn der App nicht ganz erschließen würde. Klar, Schnäppchen anzeigen sei prima, aber wieso denn da ein weiteres Fenster aufgehen würde, in dem die Leute dann so Dinge schreiben würden wie „Wirklich super Angebot. Aber ob sich das Flammkuchen schimpfen darf, bei den Zutaten, die da enthalten sind, mag ich mal bezweifeln“. Da lachte der Mann und sagte, dass die Kommentare doch das Beste an der App seien. Aha!

Ich habe in der letzten Woche einen neuen Blog gefunden und bin total begeistert. Fast hätte ich geschrieben, dass der Blog in Russland spielt, aber das wäre nicht ganz korrekt. Katrin ist Journalistin und lebt seit vier Jahren in Russland. In ihrem Blog schreibt sie über ihren Alltag, über die Fußballweltmeisterschaft, über Kulturelles, eben über Russland, so wie wir es nicht kennen. Bisher war mein Interesse für Russland relativ gering, doch jetzt bin ich Feuer und Flamme. Ob ich nun gleich die nächste Reise dorthin planen würde, lasse ich mal so dahingestellt sein, aber mich fasziniert das große Land sehr. Als Einstieg empfehle ich Euch übrigens Elf Polizisten müsst ihr sein.

Gegessen haben wir hin und wieder auch ganz fein. Es gab unteranderem Pfirisch-Muffins und Salat mit gezupfter Polenta. Ich überlege, auch wenn beides nicht gerade fotogen aussieht, noch zu verbloggen. Muffins gehen ja irgendwie immer und sind der perfekte Begleiter zum Morgenkaffee oder Tee, wenn zumindest kein Kind in der Nähe ist und ein Salat ist ja niemals verkehrt.

Ein mini Projekt habe ich übrigens dann doch noch abgeschlossen. Haylee hat jetzt ihr erstes eigenes Fotobuch, dass sie sich tatsächlich alleine angucken kann. Der Hersteller verspricht, dass es extra für Kleinkinder sei. Fester Karton mit Spiralbuchbindung und abgerundeten Kanten. Ich bin gespannt, wie lange es halten wird. Ein Schnäppchen ist es mit 20,- Euro wahrlich nicht, aber es macht immerhin einen hochwertigen und ordentlichen Eindruck.

Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart,
xoxo
Christine

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