Der Sommer ist zurück – fünf Freitagslieblinge am 29. Juni 2018

Es ist Freitag und wir kommen gerade von unserem ersten Sommerfest der Kita zurück. Ich habe mich gefreut, von einigen Kindern nun endlich mal die Eltern kennenzulernen und plauderte einige Zeit mit der Mama meines Lieblingskitakindes. Ihr kleiner Sohn sieht nämlich genauso aus wie der Junge aus den Bilderbüchern von Nathalie Choux. Insbesondere im Krippenbuch ist er hervorragend getroffen.

Die Woche war schön, aber irgendwie auch anstrengend, da Haylee mit ihrer Erkältung nachts sehr unruhig schlief und gestern schließlich mit Fieber daheim bleiben musste. Immerhin schlief sie fast den gesamten Tag und kurierte sich damit etwas aus.

Dennoch hatten wir auch viele schöne Momente. Und hier sind sie, die letzten Freitagslieblinge im Juni.

Inspiration

In dem Artikel „Hauptsache, die Internet Verbindung ist stabil„, geht es um das flexible Arbeiten. Statt klassisch im Büro zu hocken, kann man bei Spengler überall auf der Welt arbeiten. Ob auf den Kanaren, in der Hängematte auf Bali, von zu Hause oder einem Coworking Space. Die Zeiten eines klassischen Bürojobs sind in meinen Augen längst überfällig. Ich selbst arbeite auch gerne von zu Hause, bin dort ungestörter und produktiver und kann nebenbei noch wirklich guten Kaffee trinken. Noch lieber sitze ich allerdings im Café, stellte aber gerade erst diese Woche wieder fest, dass sich ein Starbucks in Deutschland doch sehr von dem in Kanada oder den USA unterscheidet. Denn in den USA und Kanada ist es Gang und Gebe, aus dem Coffee Shop zu arbeiten, die Atmosphäre ist eine ganz andere. In Deutschland hingegen gehen die Menschen zum Vergnügen einen Kaffee trinken, unterhalten sich lautstark und die Kinder toben durch den Laden. Meine Freundin zum Beispiel fühlt sich in ihrem Büro nicht sehr wohl, da ihr Chef etwas durchgeknallt ist und persönliche Dinge auf dem Schreibtisch und den Wänden nicht oder nur sehr eingeschränkt erlaubt. Da wäre die Motivation, nicht im Büro, sondern von einem anderen Platz aus zu arbeiten, doch wesentlich höher.

Lieblingsmoment ohne Kind

Ich habe meinen letzten freien Tag mit meiner langjährigen Freundin für einen kurzen Spaziergang an der Elbe genutzt, während Haylee im Kindergarten war. Viel Zeit hatten wir beide nicht, aber wir genossen umso mehr den Bummel durchs Treppenviertel bis an die Elbe und setzten uns schließlich ins Strandcafé unter den Sonnenschirm. Der Himmel war so blau, der Strand weiß, es wehte ein leichter warmer Wind und für einen Augenblick wähnten wir uns im Urlaub, weit weg. Es war wunderschön!

Lieblingsmoment mit Kind

Hohoho! Da gab es einige. Das Kuscheln im Bett, das freudestrahlende Gesicht nach dem ersten Mal essen in der Kita (ha, es gab ja auch American Pancakes mit Apfelmus, da hätte ich auch gute Laune gehabt) oder aber der Mittwochnachmittag im Garten meiner Freundin. Eigentlich stand er unter keinem guten Stern, da ich Haylee einfach nicht zu einem Mittagsschlaf bewegen konnte und ihre Erkältung sie nervte. Sie schlief dann sehr viel später als geplant in meinen Armen ein und ich war froh, als ich mich aus dem Zimmer schleichen konnte, um schnell noch den Brotteig für das Abendessen anzusetzen. Mit einiger Verspätung sind wir dann zu meiner Freundin gestartet. Da für mich die Nationalhymnen eines Fußballspiels neben den Toren das Wichtigste sind, hielten wir noch kurz an der Dönerbude an und warfen einen Blick auf den Bildschirm. Ich kann es tatsächlich nicht leiden, wenn Sportler die Nationalhymne nicht mitsingen. Sorry, da bin ich ultraspießig und würde als Trainer auch sagen: „Na dann spielst Du halt nicht mit“. Ich höre mir gerne die Hymnen der Ländern an und finde es großartig, wenn Menschen aus voller Inbrunst und Stolz das Lied ihres Landes singen. Zugegebenermaßen schmettern wir Deutschen „Einigkeit und Recht und Freiheit“ nicht so daher, wie die Südamerikaner. Der gute Hoffmann von Fallersleben und Haydn, die alte Socke, übten sich da dann doch eher in Zurückhaltung. Vielleicht schickte es sich in der damaligen Zeit nicht, etwas fröhliches zu komponieren, ich weiß es nicht. Mit einer kleinen Verspätung landeten wir schließlich im Garten, wobei wir außer coolen Kindersprüchen nichts verpasst haben. Ich finde es ja immer noch schade, dass Deutschland rausgeflogen ist, weil der Mann meiner Freundin ein wirklich tolles Public-Viewing im Garten aufgebaut hat. Der riesige Fernseher stand unter einem Pavillon, davor waren mehrere Stühle aufgereiht und wir verfolgten gemeinsam mit den Nachbarn das Spiel.
Der fast vierjährige Sohn meiner Freundin haute einen Knaller nach dem nächsten raus. Zu seiner Nachbarsfreundin sagte er, als diese in die Chipstüte greifen wollte und leise wisperte „Kann ich auch Chips haben“, lautstark „Und noch ein Wort dazu, BITTE!“.
So ging es den gesamten Abend weiter. Er brachte mich nach Abpfiff des Deutschlandspiels wirklich an den Rand des Wahnsinns, als er mir erklärte, dass Deutschland morgen ganz gewiss nach dem Aufstehen weiter spielen könne. Auf meine vielseitigen Erklärungen, dass Deutschland leider zu viele Spiele verloren hätte und nun nicht mehr bei der WM dabeisein könne, erwiderte er immer „Ja, aber morgen nach dem Aufstehen, da spielen sie dann weiter“.
Zum Abendessen steuerte jeder etwas bei und so saßen wir ganz ungezwungen im lauen Sommerabend an einer großen Tafel und genossen das Leben! Etwas Besseres kann es nicht geben.

Lieblingsbuch

Und wieder stelle ich Euch ein Kinderbuch für die Kleinsten vor. Es kommt wie bereits die Vorgänger aus dem arsEdition Verlag von Nathalie Choux und heißt „Mein erstes Buch von den Spielsachen„. Haylee hat es von meiner Freundin Sandra zum Geburtstag geschenkt bekommen und liebt es sehr. Ich bin ganz begeistert, denn Haylee hat gleich von zwei Freundinnen jeweils ein Buch aus der Reihe von Nathalie Choux geschenkt bekommen, obwohl ich nie erwähnte, wie toll ich die Bücher finden würde. Das ist jetzt also unser viertes Buch von Nathalie Choux und genau wie die Themen Kinderkrippe, Fußball und Garten, sind die Illustrationen auch beim Spielzeug schlicht gehalten. Das Prinzip ist stets das Gleiche. Wenige Motive auf weißem Untergrund, dazu etwas, was das Kind hin- und herschieben kann. Haylee findet von den abgebildeten Sachen (noch) wenig davon in ihrem eigenen Zimmer wieder, während ich mein altes Kinderzimmer vor mir sehe. Denn interessanterweise erinnern mich die Illustrationen an meine eigene Kindheit aus den 80ern. Gibt es heute überhaupt noch kastenförmige Telefonapparate?

Lieblingsessen

Es gab viele Leckereien diese Woche! Ein Essen, dass es die letzten Wochen immer wieder auf unsere Teller schaffte, ist die Spinat-Blätterteig-Tarte. Sie ist einfach in der Zubereitung, fühlt sich ein wenig nach Junk-Food an (hallo Blätterteig) und ist trotzdem nicht ganz so ungesund, wie Frittiertes oder Pommes rot-weiß.

Person der Woche

Die Person der Woche ist dieses Mal der ältere Herr mit seinem dicken Bauch. Als ich vorhin in einer Baustellengegend mit Sackgassenlage einen Parkplatz suchte und gerade am Wenden war, winkte mir ein älterer Herr zu und sagte: „Mir gehört das weiße Auto dort. Fahren Sie zur Einbahnstraße, ich warte auf Sie. Das ist Ihr Parkplatz!“. Ich habe mich so gefreut und war gleichzeitig von so viel Herzlich- und Aufmerksamkeit berührt. Schließlich dauerte es doch einen Moment, bis ich einmal ganz um Pudding gefahren bin.

Mehr Freitagslieblinge findet Ihr auch diese Woche wieder bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Habt ein fantastisches Wochenende,
xoxo
Christine

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