Warrenton und der lange Sandstrand

Wir sitzen am Flughafen von San Francisco, blicken in einen grauen, verregneten Himmel und hoffen, dass unser Flugzeug repariert wird. Der Flug hat jetzt schon mehrere Stunden Verspätung, die kulinarische Auswahl um uns herum entspricht ungefährt dem eines kleinen Provinzflughafens und überhaupt ist hier relativ wenig los. Offensichtlich sind wir an dem langweiligsten Gate gelandet, welches der Flughafen zu bieten hat.

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Wenn ich nicht gerade durch schrille und teilweise sehr unsinnige Lautsprecherdurchsagen aus meinen Tagträumen gerissen werde, ist es doch irgendwie entspannend. Manchmal verfolge ich einfach die kleinen Gepäckwagen, beobachte die ein und ausparkenden Flugzeuge und denke dann wieder über unseren tollen Urlaub nach, der nun leider vorbei ist.

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Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man den ganzen Tag einfach nur das macht, was einem wirklich Spaß bringt, etwas, dass einen bereichert und erfüllt.

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Letztes Wochenende haben wir uns eine Auszeit an der Küste Oregons gegönnt (hahahahaha, lustig das im Urlaub zu behaupten). Statt wie in der Vergangenheit ein Hotel zu buchen, haben wir in einem Apartment gewohnt, dass allerdings in Warrenton, einem der langweiligsten Orte der Küste, lag. Warrenton ist definitiv kein Ort, in dem sich die Touristen tummeln. Er zieht sich über einige Meilen entlang der Küste, wie ein missglücktes Spiegelei. Während im Norden der Stadt das Zentrum liegt, bestehend aus einem riesigen Supermarkt, Autohändlern und Baumärkten, findet man gen Süden nur noch vereinzelt einige Häuser und Siedlungen.

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Unser Appartement lag über einer Garage in einer kleinen Wohnsiedlung. Nachts war es so dunkel, dass man nichts sah (nein, auch keine Sterne, denn der Himmel war die ganze Zeit bedeckt). Es war herrlich ruhig, genau der richtige Ort, um zu entspannen.

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Da die Wettervorhersage für das gesamte Wochenende nicht ganz so prickelnd war, haben wir uns entschlossen, gleich nach dem Frühstück einen Spaziergang zum Strand zu machen, der ungefähr eine viertel Stunde zu Fuß entfernt lag.

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Auf dem Weg kamen wir an einem Trailer Park vorbei. Mich faszinieren diese Parks immer ein wenig, da ich mich nicht daran erinnern kann, jemals einen in Deutschland gesehen zu haben. Ihr müsst Euch das so ein wenig wie auf einem Campingplatz vorstellen, bloß das es mit Camping nicht ganz so viel gemein hat. Häufig stehen in den Trailer Parks fest installierte Wohnwagen bzw. Mobile Häuser, da diese auch für die sozial schwache Bevölkerung eine einfache Möglichkeit darstellen, an ein Eigenheim zu kommen.

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Während Euch das vermutlich immer noch nicht so recht überzeugt, warum man überhaupt Zeit in Warrenton verbringen soll, so kann ich Euch versichern, dass der Strand wunderschön ist. Kilometerlang zieht sich ein breiter Sandstreifen entlang der Küste lang, der wunderbar zum Drachensteigen, Spielen mit Hunden oder ausgedehnten Spaziergängen einlädt. Ich habe keine Ahnung, ob hier im Sommer auch mal jemand seinen Fuß in den eiskalten Pazifik steckt. Vermutlich machen das nur die Surfer! Aber es ist einfach ein toller Platz, um die Seele baumeln zu lassen. Und vor allen Dingen und das ist das allerbeste überhaupt, es ist kein Mensch da.

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Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende,
xoxo
Christine

2 comments

  1. Ich finde deine Bilder bringen diese Entspanntheit ganz wunderbar rüber! Sie strahlen ganz viel Ruhe und Ausgeglichenheit aus. Danke fürs Teilen und willkommen zurück :-)

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