Merke, Märchenbuch ist nicht gleich Märchenbuch

Freitag, es geht in den Endspurt so kurz vor Weihnachten. Ich habe heute viel mehr erledigt, als ich wollte. Allerdings doch nicht alles!

Im Büro konnte ich endlich mein Projekt abschließen, das meine Kollegin und mich diese Woche wirklich an die Grenze unserer Geduld brachte. Aber wir haben es geschafft und sind nun gespannt, ob auch alles so laufen wird, wie wir es uns vorgestellt haben.

Helsiniki

Zur Einstimmung in die Feiertage habe ich mich mit meiner Freundin in einem kleinen Café getroffen. Leider war der Weltbeste Barista nicht da, sodass wir uns lieber für ein Glas Crémant entschieden haben. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, dachten wir uns! Es war schön, da das Treffen super spontan entstanden ist.

Eigentlich wollte ich gar nicht mehr machen, aber dann habe ich kurzfristig meine To Do Liste um weitere Punkte ergänzt, wie das Abholen eines Pakets aus dem Tabakgeschäft, dem Einpacken und Abgeben des Geburtstagsgeschenks für die Tochter meiner Freundin und das Einkaufen von Wachsmalern.

Eigentlich wollte ich ja noch ein Märchenbuch kaufen, aber ich bin fast vom Glauben abgefallen, nachdem ich auf der Rückseite des einen Buches gelesen habe „die Märchen wurden übersetzt und behutsam modernisiert“.  Mir ist neu, dass man Märchen modernisieren muss. Sie sind wunderbar, so wie sie sind.

Erst vorgestern haben wir am Mittagstisch darüber gesprochen, dass Kinder die Märchen der Gebrüder Grimm nicht als grausam wahrnehmen. Natürlich ist es vollkommen in Ordnung, dass die böse Königin in ein Fass voll giftiger Schlangen gesteckt wird und den Berg runter gerollt wird. Hauptsache, der Prinzessin und dem Prinzen geht es am Ende gut!

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Es gab neben dem modernisierten Band noch drei weitere Ausgaben der Märchen. Aber letztlich gefiel mir keins.

Das eine Buch fiel weg, weil es zu den Geschichten nur moderne Fotografieren von Skulpturen gab, die weder Kind noch ich verstehen. In ein Märchenbuch gehören Zeichnungen (ich komme mir echt albern vor, das jetzt erklären zu müssen).

Das nächste Buch war zwar optisch schöner und sehr kindgerecht, weil bunt und viele Bilder, aber der Band umfasste nur sieben Geschichten. Das fand ich einfach zu wenig. Es soll ja ein Band sein, keine Kurzsammlung.

Das dritte Buch hatte wenige Zeichnungen, ausschließlich in schwarz-weiß. Es erinnerte mich an Lithografie und den Märchenband meiner Mama. Das fand ich nicht schlecht, aber der Umschlag, also „das Äußere“ passte nicht zum „Inneren“.

Auch wenn die Aufmachung der drei Bücher optisch unterschiedlich war, so war der Inhalt doch der gleiche. Ich habe es nämlich anhand vom Ende des Rotkäppchens geprüft.

In dem vierten, modernisierten Band bekommt der Wolf keine Steine in den Bauch gelegt, sondern rutscht aus und verunglückt dabei tödlich.

Da mir nun keiner der Bände gefiel, werde ich  morgen ein anderes Buchgeschäft aufsuchen und dort mein Glück versuchen. Schließlich mangelt es Hamburg nicht an solchen Geschäften.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende mit erholsamen Stunden.

P.S. Eigentlich wollte ich heute mein heißgebliebtes Pastagericht mit Euch teilen. Der Text war fertig, das Rezept auch, aber als ich die Fotos anschaut, traf mich der Schlag. Sie waren allesamt unscharf. Also kein Essen, Ihr müsst leider hungern. Sorry!

P.P.S. Die Fotos haben leider nichts mit Rotkäppchen zu tun, aber da ich nicht durch den Wald gelaufen bin, ist es mir auch nicht begegnet. Die Aufnahmen stammen aus Helsinki im Dezember 2011.

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