Himmlische Brownies und eine Schatzsuche

Letztes Wochenende war ich auf einem Kindergeburtstag eingeladen! Da dürfen Brownies natürlich nicht fehlen, insbesondere, wenn man zu einer Schatzsuche aufbricht.

Es war einmal ein Seeräuber, der auf einer einsamen Insel mitten im Ozean landete. Sein Schiff war kurz vor der Küste auf Grund gelaufen. Da sein Schiff manövrierunfähig war, rettet er sich samt seinen Schatz auf die unbewohnte Insel. Er lief gerade zu in einen dunklen, finsteren Wald hinein und versteckte dort seinen Schatz. Um diesen jederzeit wiederzufinden, zeichnte er sich eine Karte, die in seine Westentasche steckte. Vergebens wartete er auf seine Rettung und starb eines Tages einsam auf der Insel. Einige Jahrzehnte später wurde die Insel entdeckt. Ein eifriger Forscher fand die Karte, der Schatz blieb jedoch unentdeckt. Er nahm die Karte mit sich und legte sie in sein Tagebuch, das über viele Generationen weiter vererbt wurde. Schließlich fand ein junges Mädchen die Karte und beschloss den Schatz zu suchen. Mit einigen Freunden brach sie so zu einer Expedition auf und machte sich auf den langen, beschwerlichen Weg. Die Gruppe musste viele Hindernisse überwinden. Riesige Holzstämme versperrten den Weg. Immer wieder kamen ihnen gefährliche und giftige Tiere sehr nahe. Der Weg führte durch dichtes Unterholz. Nur mit Hilfe ihrer Macheten gelang es ihnen, voran zu kommen. Nach vielen Stunden des Umherirrens hatten sie ihr Ziel endlich erreicht. Sie mussten lange graben, bis sie schließlich in der Tiefe eine alte Holzkiste fanden. Diese war voller bunter und edler Steine, die sie gerecht untereinander aufteilten. Doch der Schatz war von einem Fluch belegt.  Der Himmel verdunkelte sich schlagartig. Ein schwerer Sturm zog auf und in der Ferne hörten sie bereits das Gewitter heran nahen. Innerhalb von Sekunden öffnete sich der Himmel und schwere Regenschauer kamen auf sie nieder. Die kleine Gruppe rannte aus dem Wald hinaus, geradezu auf den Strand zu. In diesem Moment schlug ein Blitz auf ihr Schiff ein. Ein Feuer brach aus und innerhalb kurzer Zeit war Schiff vollkommen abgebrannt. So saßen die glorreichen sieben am Strand, starrten auf das Meer hinaus und schwiegen. Sie entzündten ein Lagerfeuer und holten ihren Proviant – Brownies, Hähnchen und Maiskolben heraus. Erleichtert, dass sie vom Blitz nicht getroffen worden, feierten sie bis spät in die Nacht hinein und warteten auf ihre Rettung.

Ungefähr so ähnlich trug sich die Geschichte am letzten Samstag zu. Glücklichweise aßen wir erst reichlich Kuchen und zogen dann zu der Schatzsuche los. Kaum hatten wir den Schatz geborgen, zog tatsächlich ein Unwetter auf. Es fing fürchterlich an zu schütten, was es momentan in ganz Deutschland im gefühlten Abstand von 30 Minuten macht. Unser Abendessen im Park fiel somit tatsächlich ins Wasser, was mich etwas verstimmte. Es hätte doch nun wirklich den gesamten Vormittag regnen können und nicht erst am frühen Abend. Nun gut! Immerhin haben wir den Schatz geborgen!

Ach ja, die Brownies! Fast hätte ich sie vergessen. Falls Ihr bisher nicht gerade the baking queen or king wart, wird sich das ab sofort ändern. Selbst meine Freundin S., die super lecker kochen kann und deren Mama ein so leckeren Kartoffelsalat zaubert, dass ich diesen bei der letzten Party fast ganz alleine gegessen habe, hat sich an das Rezept ran gewagt. Sie sollte einen Schokoladenkuchen backen und dachte schon daran, zu einer Backmischung zu greifen. Aufgeregt und lauthals riet ich davon ab. Ich erklärte ihr, dass mein Brownies Rezept so leicht wäre, das es ihr definitiv gelingen würde. Ab sofort müsse sie dann immer Brownies auf jede Party mitbringen.. Natürlich hatte ich recht! Irgendwie ist sie jetzt leicht verstimmt, da jetzt jeder bei ihr Brownies bestellt. Das ist übrigens nicht meine Schuld, wie ich an dieser Stelle betonen möchte!

Falls Ihr also zum nächsten Geburtstag, dem Sonntagskaffee oder einfach nur so etwas backen wollt und keine Lust auf aufwendige Rezepte habt, greift zu diesem Rezpet. Das Gute ist, dass sie natürlich wie immer glutenfrei sind. Ihr könnte selber entscheiden, ob Ihr zum Backen einfach nur gemahlene Nüsse verwendet oder ob Ihr mit glutenfreien Mehl backen wollt. Hälfte Hälfte geht natürlich auch.

Ich wünsche Euch allen noch einen schönen und entspannten Sonntagabend. Ich bin mal Pizza essen und schaue dazu irgendeinen Film. Falls sich jemand übrigens “Haywire” ausleihen will, rate ich dringend davon ab. Er ist einfach langweilig.

Brownies

  • 200 g Zartbitterschokolad, 77% Kakaoanteil, z. B. Hachez
  • 200 g Butter / Maragarine
  • 2 TL Vanillaextract
  • 180 g Zucker
  • 3 eggs, beaten
  • 80 g Reismehl
  • 20 g Buchweizen
  • 30 gemahlene Haselnüsse
  • 100g gehackte Peacannüsse
  1. Den Ofen auf 180° C vorheizen.
  2. Das Fett mit der Schokolade im Wasserbad schmelzen
  3. In einer großen Rührschüssel die Eier mit dem Zucker verrühren, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt, besser verdreifacht hat.
  4. Den Vanillaextrakt hinzugeben und die Schokoladenmischung vorsichtig hinzugeben und umrühren.
  5. Die Mehlsorte und gemahlenen Nüsse rasch unterheben.
  6. Die Peacannüsse am Ende vorsichtig in den Teig mengen.
  7. Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte viereckige Backform (ca. 23 x 23 cm) geben.
  8. Bei 180° C ca. 25-30 Minuten backen. Zwischendurch einmal nach dem Kuchen schauen. In meinem  Turbobackofen war er bereits nach 20 Minuten gar.

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