Streusel Espresso Muffins

Oh, was gibt es wohl besseres, als den Tag mit einem Muffin zu beginnen? Ich habe mich von der wundervollen Joy inspirieren lassen. Ich liebe Joy. Gut, ich kenne sie nicht persönlich, aber ich liebe sie dennoch. Sie hat einen Kater (der taucht regelmäßig in den Einträgen auf), lebt in der Nähe von L.A. und kann backen. Ich finde, das sind erst mal genug Gründe. Es klingt jetzt vielleicht etwas oberflächlich. Grundsätzlich liebe ich Menschen natürlich nicht wegen ihres Wohnorts oder so. Lest einfach den Blog von Joy und ihr werdet verstehen, warum man Joy lieben muss. Sie schreibt herzlich, offen, lustig – einfach so erfrischend und ehrlich!

Ich mag Muffins. Ich weiß nicht, ob ich das schon mal erwähnt habe. Neben Cookies erscheinen sie mir perfekt fürs Frühstück. Kombiniert mit einem Becher Tee oder Latte kann der Tag ganz entspannt beginnen. Muffins machen gute Laune. Viel bessere Laune, als eine trockene Scheibe Brot. Oder Brot, das die Feuerwehr anrücken lässt.

Ich muss das kurz erzählen. Wie Ihr wisst, esse ich nicht so gerne Brot, außer es ist frisch gebacken und nennt sich Pizza- oder Rosmarinbrot. Jedenfalls dachte ich mir, dass ich einfach mal wieder selbst ein Brot backen könnte. Also habe ich fröhlich diverse Mehle miteinander vermengt und brav Xantan und Hefe hinzu gegeben. Hefe fördet den Teig aufzugehen. Was Xantan genau macht, weiß ich nicht. Aber es hört sich fancy an und wird viel in der amerikanischen glutenfreien Backküche verwendet. Vielleicht verwendet man Xantan und Hefe nicht zusammen. Ich habe nur einen Teelöffel hinzugegeben. Übrigens verwechsel ich gerne mal Tee- und Esslöffel miteinander. Aber das ist mir dieses Mal nicht passiert. Ehrlich!

Der Teig ist nur wenig aufgegangen, nicht so, wie ich es normalerweise gewohnt bin. Ich fand das aber nicht weiter schlimm. Die vielen Mehlsorten, mein Gott, vielleicht war es einfach zu viel für die Hefe. Ich habe also das Brot in den Ofen gestellt. Während ich Euch eigentlich von meiner Joy Hymne erzählen will, fällt mir ein, das ich meinen Teebeutel in meinem Tee vergessen habe. Ich schlender also in die Küche, werfe vorher noch mal einen Blick aus dem Fenster (ist ja spannend, wenn draußen viele hupen) und nehme in der Küche einen leicht verbrannten Geruch wahr.

Aus dem Ofen kann der Geruch eigentlich nicht kommen, denke ich mir. Das Brot ist gerade mal 20 Minuten oder so im Backofen. Ich habe natürlich nicht auf die Uhr geschaut, aber eine Stunde wird es noch drin sein. Ich öffne also die Backofentür und Rauch kommt mir entgegen. Ja, so ist das, wenn der Teig aus der Form läuft, man kann es auch überquillt nennen und auf dem Backofenboden verbrennt. Ich habe die Tür einfach schnell wieder zu geschmissen und gehofft, das keiner etwas bemerkt hat.

Zurück zu den Muffins. Durch den Espresso haben sie so einen gewissen Kick. Und sie sind auch nicht so langweilig, wie ein Apfel- oder Blaubeermuffin. Sie sind wirklich perfekt für den Start in den Tag oder den Nachmittagskaffee in der Sonne. Ihr solltet sie unbedingt probieren.

Ich gehe mal den Tee retten. Der Beutel schwimmt immer noch drin.

Basisrezept der Muffins, abgewandelt aus Béas Kochbuch, inspiriert von Joys Coffee Muffins

Streusel Espresso Muffins – ergibt 7 Stück

  • 60 g Butter – schmelzen
  • 2 Eier
  • 80 g brauner Zucker
  • 1 EL Vanilla Extrakt
  • 50 g Haferflocken
  • 30 g Vollkornreismehl
  • 30 g Hirsemehl
  • 30 g Haselnussmehl (man nennt es auch gemahlene Haselnüsse)
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Soda (Natron)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Apfel – schälen und in ganz kleine, feine Stückchen schneiden
  • 1 großer EL Instant Espressopulver (oder 2 Sticks von )
  • 1 /2 TL heißes Wasser
Für die Streusel
  • 25 g Butter
  • 25 g Zucker
  • 50 g weißes Reismehl

Schritte

Den Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen (alternativ gehen natürlich auch Silikonförmchen).

Die Butter schmelzen.

Die Eier mit dem Zucker sehr, sehr cremig rühren, bis sich die Masse mindestens verdoppelt hat. Den Vanilla Extrakt unterrühren.

In einer anderen Schüssel die Mehlsorten mit dem Salz, Soda und Backpulver gut vermischen. Den Mehlmix unter die Ei-Zuckermischung rühren. Die geschmolzene Butter einrühren. Die winzig kleinen Apfelstückchen unterheben.

Nun den Teig teilen. Ich habe dafür extra eine Waage genommen. Ja ja, ich war an dem Tag ausnahmsweise mal sehr präzise.

Den einen Teil des Teiges in die Förmchen füllen. Dabei die Förmchen maximal zur Hälfte füllen. Ich habe den Teig mit einem Eislöffel eingefüllt.

Den Espresso mit dem heißen Wasser verrühren. Achtung: wir wollen keinen Espresso trinken, sondern das braune Gold verbacken. Daher nehmt gerade so viel Wasser, bis sich das Pulver auflöst. Ansonsten wird der Teig zu flüssig.

Den Espresso nun unter den übrig gebliebenen Teig rühren. Jeweils einen Löffel (auch hier hat mir wieder die Eiskelle geholfen – oder wie heißt das Ding? ) auf den hellen Teig geben.

Nun die Streusel aus dem Mehl, Zucker und der Butter formen. Das geht am besten mit den Händen. Die Butter sollte kalt sein. Es dauert einen Augenblick, bis Ihr die Streusel gematscht habt. Aber glaubt mir, es lohnt sich.

Auf jeden Muffin vorsichtig ein paar Streusel geben. Den restlichen Streuselteig aufessen. Wer behauptet, dass roher Teig ungesund sei oder man gar Bauchschmerzen davon bekommen würde, kann den Teig auch im Kühlschrank für das nächste Backereignis aufbewahren. Ihr könnt den Teig sicherlich auch einfrieren, aber da ich keinen Gefrierschrank besitze, kann ich hier leider keine wertvollen Tipps geben.

Die Muffins für ca. 20 Minuten backen, bis sie golden sind (Stäbchenprobe). Achtung: überbackt die Muffins nicht. Sie trocknen sehr schnell aus beim Backen. Die Muffins nach ein paar Minuten aus der Form nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Sofort essen!

Adapted from Béa’s cookbook and inspired by Joy’s coffee muffins

Streusel Espresso Muffins 

makes 7 muffins (in my form)

  • 60 g butter, melted
  • 2 eggs
  • 80 g brown sugar
  • 1 tablespoon vanilla extract
  • 30 g brown rice flour
  • 30 g millet flour
  • 30 g hazelnut flour
  • 50 g rolled oats
  • pinch of sea salt
  • 1 teasppon baking powder
  • 1/2 teaspoon baking soda
  • 1 apple (peeled and cored)
  • 1 tablespoon (a really huge one) instant espresso powder with 1/2 tablespoon hot water (just add so much water until its mixed. You won’t drink it)

Streusel

  • 25 g cold butter
  • 25 g sugar
  • 50 g white rice flour

Preheat the oven to 180° C (350°F) and line a muffin pan with paper lines. You can also use silicone muffin molds.

Beat the eggs with the sugar until it has doubled in size. Add the vanilla and mix.

In a bowl, combine the flours, rolled oats, salt, baking powder and soda. Add to the batter.

Add also the butter to the batter.

Stir in the grated apple.

Divide half of the batter among muffins cup. Stir the espresso and water mixture into the remaining batter. Divide the batter between the cups.

To make the streusel combine the cold butter, sugar and flour in a bowl with your fingers until crumbly. Topping each muffin with streusel. Eat the rest of the streusel.

Bake the muffins 20 minutes, until golden and a wooden pick inserted into the center of a muffins comes out clean. Don’t overbake them!!!

Cool a couple of minutes (like 1-2 minutes, because I can’t wait) in the pan, remove the muffins and put it on a rack.

5 comments

  1. Du, meine allerliebste! Mit so einem Eintrag beginne ich am Liebsten meinen Morgen! Wie du schreibst – so habe ich das Gefühl, ich wäre bei dir und wir lachen uns grade tot über das kaputte Brot! Übrigens ersetzt Xantan eigentlich das Gluten – wenn der “normale” Teig aufgeht macht er so etwas wie ein Gewebe aus Gluten. Das behält dann sozusagen die Luft beim backen. Wenn das Gluten fehlt, muss sonst noch etwas das machen. Xantan übernimmt dann diese Arbeit und macht ich weiß nicht genau was, außer dass es den Teig irgendwie bindet, damit das Brot nicht ganz flach aus dem Ofen kommt.

    So. Ich habe jetzt mein Back-Deutsch für heute genug geübt. Zurück an die Arbeit.

    P.S. Du fehlst mir ganz doll!

    P.P.S. Doch – Ich weiß, du liebst mich nur wegen meiner Nähe an Cape Cod.

    1. Ja, wegen Cape Cod. Und natürlich wegen Lucy. Hihihi.

      Du fehlst mir auch. Ich denke, ich muss bald eine Reise machen. Mir gehen außerdem die Lebensmittel aus. Hier kann man nämlich nicht einkaufen. Ich lebe in einem armen Land, das nichts außer Schweinewurst und Milchschnitte hat.

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