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Alltag | Reisen

Hi from Reykjavik aka Cat Town

Juni 7, 2016

Stopover in Island!

Hallgrímskirkja
Hallgrímskirkja – das Wahrzeichen Reykjaviks und mit 74,5 m eines der höchsten Gebäude des Landes.

Etwas verrückt, aber zum Nachmachen unbedingt zu empfehlen, haben wir uns sehr günstige Flugtickets nach Kanada gekauft, die als Auflage einen Stopover in Island hatten.

Villa

Natürlich lernt man bei einem Stopover weder Land und Leute wirklich kennen, aber man erhält auf jeden Fall einen kleinen Überblick und kann sich im besten Fall sofort verlieben. Ich habe in letzter Zeit einige Artikel zu Island gelesen, quasi jeder Reiseblog, der etwas auf sich hält, war bereits da. Island ist inzwischen zu einem sehr populären Reiseziel geworden, vorbei sind die Zeiten, in denen man mit großen Augen sein gegenüber anstarrte und sagte „Nach Iiiiiesssland?“

Straßenzug in Reykjavik

Hafen

Wir waren etwas mehr als einen Tag da. Durch unseren verspäteten Flug fehlte uns leider etwas Zeit, die wir für einen ausgiebigen Nachmittags- und Abendbummel durch Reykjavik eingeplant hatten.

Bilderausstellung Fußgängerzone Reykjavik

Irgendwann muss man sich entscheiden, ob man sich lieber die Stadt oder das Land anschauen wollte. Auch wenn ich ansonsten niemals zwei Wochen Outdoor-Urlaub machen würde, so war doch schon im Vorweg klar, dass sich der Reiz der nördlichsten Hauptstadt der Welt massiv in Grenzen hält und ich viel lieber das Land mit den vielen Vulkanen sehen möchte.

Hallgrímskirkja

Hafen

Zu Reykjavik habe ich nach wie vor noch keine richtige Meinung. Auch wenn Reykjavik die Hauptstadt von Island ist, so erwartet einen keine sprudelnde Metropole wie in New York, Paris oder Melbourne. Angesichts der Gesamtbevölkerung des zweitgrößten Inselstaates Europas, die noch nicht ganz bei 350.000 Einwohnern liegt, ist es jetzt auch keine Überraschung.

Harpa

In der Hauptstadt selbst lebt ca. 1/3 der gesamten Bevölkerung. Aber das ist es! Es liegt nicht daran, dass in Reykjavik nicht der Bär tobt. Es liegt viel mehr an der Architektur der Stadt. Es gibt die kleinen typisch skandinavischen Holzhäuschen in verschiedenen knalligen Farben, so wie man sie aus Norwegen, Schweden oder Dänemark kennt. Ganz entzückend sehen sie aus. Dazwischen stehen graue, wirklich hässliche Bauten, die mitunter auch etwas herunter gekommen wirken, da der Putz abblättert und auch die Fensterrahmen schon bessere Zeiten gesehen haben. Sie machen einen absolut deplatzierten Eindruck und zerstören im Nu den dörflich anmutenden und friedlichen Eindruck der Stadt. Manchmal haben sie auch einen Anstrich bekommen, aber das macht sie eigentlich nicht schöner. Hin und wieder ragen ganz moderne Häuser zwischen den Fronten empor, die in anderen Städten sicherlich nicht so exotisch wirken würden.

Hafen
Blick auf den Hafen von Reykjavik

Das Stadtbild wirkt recht unruhig und in Anbetracht der wenigen Fotos, die ich gemacht habe, kann man auch erkennen, wie sehr ich mich damit identifiziert habe. Allerdings muss man auch fairerweise sagen, dass ich tatsächlich nicht viel von Reykjavik gesehen habe, mich dennoch aber wundere, wie sehr man in die isländische Hauptstadt verliebt sein kann.

Katze

Dennoch haben wir den Abendspaziergang durch Cat Town sehr genossen. In Wirklichkeit heißt die Stadt nämlich gar nicht Reykjavik, sondern Cat Town. Es laufen unzählige Katzen ganz entspannt durch die zahlreichen Wohnviertel, bleiben stehen, lassen sich streicheln und gehen dann ganz entspannt weiter. Tatsächlich legt sich diese Ruhe, welche die Tiere ausstrahlen, auch auf die Menschen nieder (gut, vielleicht ist es auch umkehrt). Hektik sucht man auf Island vergeblich. Selbst in der Hauptstadt sind alle freundlich und lassen es langsam angehen, sodass man auf seinen Crêpe locker mal eine halbe Stunde warten muss. Auf die zackige Massenabfertigung, die man von deutschen Volksfesten gewohnt ist, wartet man hier vergeblich.

Katze getigert
eine der zahlreichen Katzen von Reykjavik

Zu erwähnen bleibt noch das moderne Konzerthaus der Stadt, welches vielleicht ein wenig aus dem Rahmen fällt, wenn man sich die restlichen Gebäude drum herum anschaut. Ich mag es jedoch sehr, da es die schlichte Eleganz des Nordens widerspiegelt, die man auch in den skandinavischen Ländern wie Schweden oder Finnland findet.

Harpa
Harpa – Konzerthaus von Reykjavik

Auch wenn ich noch nicht Reykjavik verliebt bin, so weiß ich doch sicher, dass ich mir die Stadt noch einmal in Ruhe anschauen möchte. Welche Hauptstadt kann schon von sich behaupten, dass sie entschleunigt?

Harpa

xoxo
Christine

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