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spring in Portland

Von der Küste hat es uns nach Portland verschlagen, der Stadt des Regens. Tatsächlich kennen wir Portland entweder nur im strömenden Regen oder bei allerschönstem Sonnenschein. Etwas dazwischen scheint es nicht zu geben.

Wir hatten dieses Mal Glück und durften den Frühlingsausbruch bei milden Temperaturen genießen. Anders als in Seattle haben wir uns recht wenig bewegt. Vielleicht lag es daran, dass die Cafés, unser Hotel und der Spielplatz einfach zu weit auseinander lagen.

Die Übernachtungspreise in Portland sind lächerlich hoch, bei Airbnb hatten wir ebenfalls kein Glück. Wir kannten das schon aus dem vergangenen Urlauben und hatten uns daher ein Hotel vor den Toren der Stadt genommen. Ruhig und spießig trifft es ganz gut, wobei die Spießigkeit in Oregon dann doch nicht mit der in Deutschland zu vergleichen ist.

So waren wir also aufs Auto angewiesen und fuhren die Strecken zwischen all den Locations hin und her.

Nach Portland fährt man, um zu essen. Und genau das haben wir in den nicht ganz 48 Stunden, die wir da waren auch gemacht. Es war herrlich!

Eigentlich wollten wir auch noch ausgiebig shoppen, da man in Oregon keine Mehrwertsteuer zahlt und es sich somit tatsächlich lohnen kann. Aber die Ausbeute war dann doch bescheiden.

Haylee hat ein paar T-Shirts bei Target bekommen und eine Box Dulpo, die wir für sie ausgesucht haben, abgestaubt. BATMAN! Wir haben ihr zum Geburtstag ein kleines Duplo Flugzeug geschenkt, dass sich auch zum Segelboot oder Hubschrauber umbauen lässt. Sie nimmt während der Autofahrt gerne die Bausteine auseinander, doch auf Dauer sind die sechs Steine dann doch langweilig. Nun fahren also Batman, der Zauberer und der Pinguin auf der Rücksitzbank mit. Robin holt wohl gerade noch Brötchen, jedenfalls glänzt er durch Abwesenheit.

Eigentlich hatten wir nur eine Nacht in Portland geplant, da wir noch bis San Francisco fahren müssen. Wir möchten einige Tage entspannt in der Bay Area verbringen und wollen die Strecke nicht unter Hochdruck fahren, die sich doch endlos zieht. Ursprünglich hatten wir überlegt, von Portland aus nach San Francisco zu fliegen. Das hat letztes Mal ganz gut geklappt. Allerdings haben wir so viel Gepäck, für das wir, anders als beim Interkontinentalflug zahlen müssen, sodass wir uns jetzt doch für einen Roadtrip entschieden haben.

Aus einer Übernachtung in Portland wurden dann doch zwei, da ich den einen Tag etwas kränkelte und wir nicht alles im Schweinsgalopp erledigen wollten.

Es war die richtige Entscheidung! Denn so genossen wir unglaublich viel Kuchen, ausgezeichnetes Frühstück und Mittagessen und machten es uns abends im Hotelzimmer mit Sushi gemütlich.

Und Haylee ist immer mittendrin! Im Café saß sie in ihrem Hochstuhl und freute sich über die lange Schlange. Denn bestellt wurde am Tresen, was bedeutete, dass recht viele Menschen an ihr vorbei gehen mussten und sie so immer jemanden zum Flirten hatte.

Auf dem Spielplatz fand sie es auch klasse. Laufen kann sie zwar noch nicht, dafür aber schaukeln und rutschen. Der Mann ermahnte mich, dem Kind doch bitte nicht ganz so viel Anschwung zu geben, da Haylee sonst noch aus der Schaukel kippen würde.

Wir hatten es gut in Portland, der Stadt mit den unendlich vielen Brücken, der Stadt, in der in Blumenläden musiziert wird und an jeder Ecke Veganes und Glutenfreies serviert wird.

We love you Portland.
xoxo

P.S. unser Hotel für heute Nacht habe ich eben von der Rücksitzbank, 15 km vor Ziel gebucht. Wir hatten uns vorgenommen, heute von Portland bis nach Ashland zu fahren, wussten aber nicht, wie gut Haylee es mitmachen würde. Und nun haben wir es so gut wie geschafft. High Five!

greetings from Oregon

Eigentlich wollte ich mich aus dem Winterschlaf in chronologischer Reihenfolge zurückmelden. Doch ein Life Lately würde das Internet zum Erliegen bringen, da ich hierfür einfach zu viele Fotos habe.

Auf dem MacBook schlummern bereits die anfängt zu einem Beitrag über Seattle, aber das liegt im Kofferraum unseres Autos, an das ich während der Fahrt einfach nicht ran komme.

Der Blick aus unserem Hotelzimmer in Astoria auf den Columbia River.

Der Pier von Astoria.

Coffee Girl, Astoria

Wir haben es getan und sind trotz Stirnrunzeln anderer ins Flugzeug gestiegen, um einen Teil unserer Elternzeit an der nordamerikanischen Westküste zu verbringen. Los ging es in Seattle, wo es vor allen Dingen viel geregnet und gestürmt hat. Wenn ich Regen sage, dann meine ich Regen. Aber nicht den Hamburger Nieselregen, sondern richtige Güsse, bei denen man bereits nach wenigen Schritten nass ist. In Amerika ist eben alles größer. Nicht nur die Autos und Milchtüten, sondern auch der Regen.

Espresso Macchiato mit Mandelmilch im Coffee Girl , Astoria. Ich habe noch die einen so perfekten Mandelmilchschaum gelöffelt. Herrlich!

Wir ließen es uns dennoch gut gehen und haben sehr viel gegessen, insbesondere Kuchen in allen Formen.

Eigentlich wären wir gerne noch länger in Seattle geblieben, da das Wetter zu Mitte der Woche endlich gut wurde. Zwar waren die Temperaturen nicht so sommerlich warm wie in Deutschland, aber ganz ehrlich?! Bei 28 Grad habe ich dann auch keine Lust stundenlang durch die Stadt zu latschen.

So sehr wir die grüne Metropole im äußersten Norden der Westküste lieben, so sehr zog es uns dann auch weiter gen Oregon, dem Bundesstaat, der irgendwie ruhig, unaufregend, erholsam und dennoch auf seine Weise unterhaltsam ist.

Ich bin kein Outdoor Mensch, wandern liegt mir nicht (ich schrieb schon einmal darüber) und dennoch habe ich Oregon in mein Herz geschlossen. Die Küste ist hier einfach atemberaubend. Wenn die dicken Wolken an den Tannen und Klippen hängen, entsteht eine wunderschöne Atmosphäre. Blauen Himmel und Sonnenschein, die ich mir sonst immer wünsche, vermisse ich in solchen Momenten nicht.

Wir steuerten als erstes Ziel Astoria an. Über die winzige Stadt in Oregon, die direkt an Washington State grenzt, schrieb ich bereits hier. Ein wenig verschlafen wirkt der Ort, doch auch hier drehen sich die Uhren weiter. Der kleine Geschenkeladen, der die beste Bodylotion führte, die nicht nur gut roch, sondern meine Haut auch wirklich hervorragend pflegte, hatte die Creme aus dem Sortiment genommen. Auch ansonsten war die Auswahl an Schmuck, Postern und Kleidung nicht mehr so schön wie bei unseren letzten Besuchen. Geld gespart, dachte ich mir, dass wir lieber an anderer Stelle ausgeben können.

Dafür hatten wir dieses Mal ein Hotelzimmer mit Blick auf den Columbia River und die fetten Seelöwen. Wirklich sehen könnte man die Vieher nicht, aber dafür hören. Falls Ihr glaubt, dass die Seelöwen zumindest nachts zur Ruhe kommen, dann irrt euch. Sie lärmten tatsächlich ununterbrochen wie eine Horde Jugendlicher auf Klassenfahrt. Wir genossen den Ausblick auf die Bucht und Haylee zeigte große Begeisterung am Balkon, den sie zum Leidwesen des Mannes auf und ab krabbelte. Er hielt den Spalt zwischen Geländern und Boden dann doch für zu groß, während ich fand, das es passte.

Von Astoria aus zog es uns weiter ins wunderschöne Cannon Beach, das letztlich ein touristischer Badeort ist, so wie es ihn überall auf der Welt gibt. Gallerien, Restaurants und Souvierniershops reihen sich aneinander. Während der Ortskern selbst nicht wirklich interessant ist, begeistert der Strand wohl wirklich jeden. Er ist lang und breit, sodass man wirklich Platz hat. Ihr wisst ja, bei den Amis ist alles größer, nicht nur die Autos und Milchtüten, sondern eben auch die Strände! Ich kann es nicht leiden, wenn ein Strand (am Meer) nicht größer als eine Fußmatte ist. Da bekomme ich sofort Platzangst.

Leider war das Wetter auch in Cannon Beach nicht ganz so prickelnd, sodass wir die Outdoor Zeit doch sehr einschränkten. Wir hatten beim Packen unserer Koffer auf etwas mildere Temperaturen gesetzt und die dicken Klamotten daheim gelassen. Durch den Wind war es am Strand dann doch zu kalt, um im Sand zu spielen oder ausgedehnte Spazeirgänge zu unternehmen.

Mein erster Macchiato mit Latte Art. Das ist tatsächlich etwas besonderes, da die Barista ansonsten behaupten, dass dies mit Mandelmilch nicht möglich. Ha, dann fahrt mal alle schön ins Insomnia nach Cannon Beach und geht dort in die Lehre.

Meine persönlichen Highlights von Astoria und Cannon Beach waren übrigens die Coffee Shops und die Brauerei Public Coast Brewing Co. Letztere serviert hervorragende Burger, allerbeste Pommes (endlich habe ich sie gefunden) und Zwiebelringe, natürlich alles glutenfrei. Es schmeckte fantastisch und wieder frage ich mich, warum es so etwas nicht in Deutschland gibt. Simple und ohne chichi.

xoxo
Christine

Pizza, die Mädchen aus Mitte und Kuscheleinheiten – Fünf Freitagslieblinge am 2. Februar 2018

Der Januar, den Monat im Jahr, den ich am wenigsten mag, liegt nun hinter uns. Ich freue mich sehr auf den Februar, da viele Geburtstage, Feiern und Ausflüge vor uns liegen und es außerdem jeden Tag ein bisschen länger hell bleibt.

Die Woche ist vorbei und ich bin immer noch nicht sicher, ob ich sie nun als lang oder kurz empfinden soll. Am Mittwochabend dachte ich, dass am nächsten Tag schon Freitag sei, was mich gedanklich ziemlich durcheinander warf. Haylee und ich hatten für die Woche eigentlich recht viele Termine, von denen wir dann kurzerhand leider einige streichen mussten. Das Kind lag mit Durchfall schlapp in meinen Armen und so machten wir es uns daheim gemütlich. Immerhin haben wir heute als Ausgleich überraschend meine Freundin und Patensohn getroffen und nachmittags Besuch von der Oma bekommen.

Doch nun zu meinen Freitagslieblingen der Woche.

Mein Lieblingsmoment mit und ohne Kind fand ironischerweise fast gleichzeitig statt. Haylee ist kein Baby, dass leidenschaftlich gerne und stundenlang kuschelt. Denn das ist sehr, sehr langweilig. „Ey Mama, was soll ich hier rum liegen?“. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie gestern meine Nähe suchte und sich ein paar Kuscheleinheiten holte, bevor sie erschöpft in meinen Armen einschlief. Versteht mich nicht falsch. Ich finde es ganz schrecklich, dass Haylee Durchfall und so starke Bauchschmerzen hat. Es blutet mein Herz, wenn sie vor Schmerzen weint. Aber der Moment, in dem sie sich fallen ließ, die Schmerzen nachließen und sie in meinen Armen Schutz fand, war wunderschön. Sie suchte die Nähe und fand schließlich einen entspannten und erholsamen Schlaf. Auch mir fielen die Augen zu und ich schlummerte zusammengerollt, das Baby an mich gedrückt, für eine Stunde. Ich weiß gar nicht mehr, wovon ich wach wurde. Vorsichtig löste ich meinen Arm von Haylee, um aufzustehen. Doch sofort zuckte sie zusammen und so ließ ich mich aufs Kopfkissen zurück sinken. Ich schaute auf die Uhr, die auf der Heizung steht und beobachtete, wie der Sekundenzeiger seine Runden schlug. Es war kein Buch greifbar, mein Handy lag im anderen Raum und selbst das iPad, auf dem ich uns zuvor noch eine „Drei Fragezeichen“ angestellt hatte, lag unerreichbar weit weg. So hatte ich also den Moment für mich ganz alleine und wirklich nur mit mir. Ohne Medien und ohne Ablenkung. Ich konnte noch nicht einmal aus dem Fenster schauen, da sich dieses auf der gleichen Seite wie das Kopfende unseres Bettes befindet. Es war eine schöne Stunde, die ich da im Bett lag. Ich schrieb in meinem Kopf zahlreiche Artikel, genoss die Ruhe und beobachtete immer wieder das kleine Baby beim Schlafen. Das Foto ist übrigens an einem anderen Tag entstanden, aber es vermittelt genau die Ruhe, die wir beiden verspürt haben.


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Life Latley Januar 2018

Es ist Zeit für ein Update. Wenn es momentan schon keinen Wochenrückblick gibt, dann zumindest einen Monatsrückblick.

Dieses Mal sind die Bilder sehr babylastig. Das hat zwei Gründen. Erstens verbringe ich Tag und Nacht mit Haylee und zweitens sind fast alle Aufnahmen dieses Mal in unserer Wohnung entstanden. Das Wetter meinte es nicht gut mit uns und so waren wir immer nur kurz unterwegs, häufig auch in der Dunkelheit. Bei uns in der Wohnung gibt es allerdings nicht sonderlich viel Ungewöhnliches zu erspähen.

Haylee liebt es, wenn sie mit dabei sein darf! Da man vom Fußboden aus einfach keinen guten Überblick hat, zeigte ihr der Papa am Sonntag, wie der Siebträger der Espressomaschine gefüllt aussieht und wie er in die Maschine gehängt wird.

Auf einmal fiel tatsächlich letzte Woche Schnee in Hamburg. Als ich am Nachmittag vor die Tür gegangenen bin, waren die Gehwege immer noch nicht geräumt. Es war ein Alptraum mit dem Kinderwagen unterwegs zu sein, denn ständig blieb ich stecken.

Seit Monaten liegt die halb kaputte Jalousie auf dem Fußboden des Schlafzimmers. Letzte Woche hat Haylee sie entdeckt. Rechts im Bild, der Windelmülleimer und ein Vorhang.

Weihnachten ist bereits lange vorbei und daher gibt es auch nur ein einziges Bild aus dem Dezember, nämlich von unserem Christbaumanhänger. Mein Freund und ich haben jeweils einen von unserer Freundin Anja geschenkt bekommen. Nicht nur, dass sie niedlich aussehen, nein, in dem Karton hat sich ein Kinderriegel versteckt. Yummy!

Da es letzte Woche besonders fußkalt in unserer Wohnung war, habe ich meine ziemlich lädierten kanadischen Hausschuhe hervorgekramt. Sie halten die Füße herrlich warm und erlauben locker einen Gang durch den Schnee, um den Müll zu entsorgen. Was ich allerdings nicht bedacht habe, sind die Bänder oder Gummizüge an den Schuhen, die eine besondere Faszination auf Haylee ausüben. Ich kann die Schuhe nicht tragen, da sofort das Baby an mir klebt. Also habe ich weiterhin kalte Füße und das Baby ein neues Spielzeug.

Ich habe Tulpen beim Holländer gekauft. Der Mann durfte die Farbe wählen und wünschte sich weiße Blumen.

Auf dem Foto sieht man nicht nur die Zähne des Babys, sondern auch reichlich viel Staub auf dem Parkett. Ich schwöre, dass ich mehrmals die Woche sauge, aber dagegen komme ich einfach nicht an.

Vor einigen Wochen haben wir einen Ausflug in die Hafencity gemacht und sowohl die Kälte als auch die Sonne genossen. Wenn der Winter so bleiben würde, wäre er doch wesentlich besser zu ertragen.

In der Hafencity gibt es Schaukeln für besonders große Kinder und das ist auch gut so. Denn findet Ihr es nicht manchmal auch ungerecht, dass nur die kleinen Menschen Spaß haben dürfen?

Ich frage mich, wie lange der Sandsack dort schon steht, schließlich wächst bereits Gras auf dem Sand. Hat man ihn vergessen oder wurde das Bauvorhaben einfach verschoben?

auf einmal schaute der große Onkel aus der Strumpfhose

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Saisonale Lebensmittel kaufen auch. Ansatzweise versuche auch ich, dies umzusetzen, aber letztlich bin ich dann doch zu sehr Genussmensch, als dass ich die Welt verbessern möchte. So gab es also am Sonntag frische Blaubeeren.

Falls Ihr Euch jemals gefragt habt, wie man einen Schuhspanner korrekt benutzt…

… so habt Ihr jetzt die Antwort.

Spiegelung

habt eine schöne Woche, ich gehe jetzt erst mal wieder saugen,
xoxo
Christine