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wir streifen durch Valencia

Wir sind für wenige Tage in Valencia und haben uns gestern einfach nur durch die Stadt treiben lassen. Viele Sehenswürdigkeiten haben wir dabei nicht gesehen. Sie lagen einfach nicht auf unserem Weg. Mit Kind schafft man einfach viel weniger Strecke. Steine müssen begutachtet werden, Treppen erklommen werden und auf einmal sind die Beine so müde, dass man dringend auf einer Parkbank platznehmen muss, auch wenn man erst wenige Minuten zuvor aus der Metro gestiegen ist.

Es war dennoch ein schöner Tag. Die Sonne schien, es wehte ein leichter Wind und wir haben die wohl tollste glutenfreie Bäckerei gefunden. Oh mein Gott! Donuts so groß wie Wagenräder, ganz weich, leicht gesüßt, aber nicht zu süß. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal etwas so köstliches gegessen habe. Im Prinzip schmeckte das Teilen wie ein Berliner, bloß ohne Marmelade. Selbst dem Mann schmeckte es so gut, dass auch er bedauerte, dass man so schnell satt war.

Mittags gingen wir in die Markthalle von Valencia. Sie ist riesig und ließ mein Herz gleich höher schlagen. Obst und Gemüse, so weit das Auge reicht. Stände, an denen man nur Fisch und Meeresfrüchte kaufen kann, andere wiederum bieten Schinkenspezialitäten oder Käse an. Ein Stand bot Nüsse und getrocknete Früchte an. Ey der Daus! Es gab getrocknete Pfirsiche, die saftig und soft waren. Wir gönnten uns eine große Portion von der valencianischen Paela, die uns allerdings nicht ganz so sehr überzeugen konnte. Sie wird mit Hase und Kaninchen zubereitet und war vor allen Dingen recht fettig. Ich habe dann doch ganz gerne Meeresfrüchte in meiner Paella.

Da die Markthalle nur einen Steinwurf von unserem Apartment entfernt lag, entschlossen wir uns spontan, die Siesta daheim zu verbringen. Wir selbst waren einfach viel zu müde, um das Kind durch die pralle Mittagssonne zu schieben. So machten wir alle drei einen ausgedehnten Mittagsschlaf.

Die Kuppel der Markthalle von Valencia.

Auf dem Heimweg kamen wir an einigen Prostituierten vorbei, die ein merkwürdiges Bild abgaben. Sie wirkten leicht verloren, waren nicht gerade freizügig gekleidet, dafür aber so grell geschminkt, dass ihre Gesichter wie Fratzen aussahen. Die Gegend selbst sah nicht gerade wie ein Rotlichtmileu aus. Aus einem Mehrfamilienhaus purzelten ein paar Damen mit erleichterten Gesichtsausdrücken heraus. An der nächsten Ecke stand dann ein Kunde, ein älterer, gut gekleideter Herr, der auf etwas zu warten schien, neben ihm eine Frau mit schlecht blondieren Haar und knallpinken Lippenstift. Er schaute immer wieder zu dem Hauseingang, aus dem gerade eine Handvoll Frauen gegangen waren. Er schien auf etwas zu warten, vielleicht auch nur darauf, dass wir endlich an ihm vorüber gingen. Wir liefen an den beiden vorüber und sie fragte ihn leise etwas wie „wollen wir los?“. Ich war ein wenig überrascht, dass um diese Uhrzeit so reger Betrieb herrschte, aber offensichtlich scheint sich das Geschäft auch zu dieser Tageszeit zu lohnen. Ich war ehrlich gesagt sehr neugierig, ob der älterer Herr mit der Dame nun davon ging oder sich doch noch einmal anders überlegte. Stehenbleiben wollte ich aber nicht, da das Kind in meinen Armen immer schwerer und es in der Sonne gleichzeitig unerträglich warm wurde. So drehte ich mich während des Gehens noch einige Male um, bis ich die zwei schließlich gemeinsam davon gingen sah.

In Spanien gehen die Uhren ja ein wenig anders, was ich zwar immer wieder gehört, aber definitiv nicht verinnerlicht habe. Man hat es da einfach nicht so eilig. Und vor allen Dingen gibt es eben auch Läden, die es mit einer ausgedehnten Siesta recht genau nehmen. Daher lohnt es sich immer, vorher die Öffnungszeiten zu überprüfen, damit man nicht vor verschlossen Türen steht und der gesamte Zeitplan ins wanken gerät.

Statt also in einen der zahlreichen Parks oder gar ans Meer zu fahren, verbrachten wir den späten Nachmittag auf dem unattraktivsten Spielplatz Valencias und deckten uns dann noch mit Brot zum Abendessen ein. Haylee fand es klasse. Sie freundete sich mit einem russischen Mädchen an und tobte ausgelassen zwischen Wippe und Rutsche hin und her.

Wir hatten definitiv einen guten Tag, auch wenn er nicht dem eines Reiseführers entsprach.

xoxo
Christine

12 von 12 – März 2019

Ja ja, ich weiß, lang ist es her, dass hier ein Beitrag erschien. Ob ich es das hier irgendwann noch mal regelmäßiger schaffe, steht wohl dann doch eher in den Sternen. Aber immerhin gibt es heute endlich wieder einen 12 von 12 Beitrag. Wer das Format nicht kennen sollte (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann), findet hier mehr darüber.

Wir starten überraschend ausgeschlafen und entspannt in den Tag. In Hamburg sind Ferien, weshalb die Straßen herrlich sind und es somit den Druck nimmt, überpünktlich das Haus zu verlassen. Ich genieße meinen Kaffee und lasse zur Erheiterung den Kreisel auf dem Tisch tanzen.

Ich habe noch nicht ganz verstanden, weshalb kleine Kinder immer den Drang verspüren, unbedingt in den Kreisel zufassen. Heißt es überhaupt Kreisel?

Ich räume die Spülmaschine aus. Dabei denke ich über meine Lieblingsblogger nach und schätze Alltagspost, in denen es um so banale Dinge wie Waschmaschine beladen, einkaufen usw. geht am meisten.

Wir fahren ausnahmsweise mit dem Auto, da der Mann auf Geschäftsreise ist. Haylee liest in ihrem Lieblingsbuch „California“. Ich überlege, ob das Nutzen einer richtigen Kamera eigentlich genauso verboten ist wie ein Handy. Und nein, ich habe das Foto nicht während der Fahrt gemacht. Dann würde ich nämlich nicht im schnöden Büro sitzen, sondern eine Show in Las Vegas haben.

Vor dem Büro finde ich die letzen, etwas trostlosen, Überreste aus dem Herbst. Vor ein paar Tagen hat ein Baum all diese „Würmer“ abgeworfen. Eigentlich wollte ich googeln, was das genau ist, aber dann habe ich es wieder vergessen.

Wir betrachten eine Baustelle. Ein Mann gräbt im Loch, während die anderen wild auf türkisch auf ihn einreden. Es ist ein wenig schade, weil wir so nicht verstehen, was sie sagen und ich doch so schrecklich neugierig bin.

Es ist weht draußen eine kräftige Brise, sodass wir uns spontan für einen Cafébesuch entschließen. Der Barista meint es besonders gut mit Haylee und macht ihr extra eine große Tasse Milchschaum.

Haylee darf ausnahmsweise ein Foto machen…

… und das ist das Ergebnis.

Wir kaufen ein, was heute etwas länger dauert, da Haylee den rollenden Einkaufskorb entdeckt hat. Leider ist sie dafür eigentlich zu klein und kann das Ding weder gut schieben noch ziehen. Irgendwann können wir uns darauf einigen, dass ich es ziehe und sie von hinten kräftig schiebt. Wir sind das Highlight des kleinen Supermarkts.

Wir werfen einen kurzen Blick auf die Elbe, bevor wir heim fahren. Zum Spielen am Strand ist es uns heute einfach zu kalt.

Badezeit!

Mehr Beiträge findet Ihr wie immer bei Caro von Draußen nur Kännchen.

Take care,
xoxo
Christine

12 von 12 – Januar 2019

Seit Tagen freute ich mich auf den heutigen Samstag, da wir eigentlich mit der Familie zum Pizzaessen verabredet waren. In der Stadt! Super, dachte ich. Ist es doch der 12. und somit ein Selbstgänger abwechslungsreicher Bilder für den heutigen Tag. Tja, leider haben wir die Rechnung ohne meine Halsschmerzen und den wenigen Schlaf gemacht. Total kaputt und gerädert beschlossen wir, den Termin lieber zu verschieben und stattdessen den vielen Regen vom Sofa aus zu beobachten. Das ist ja nicht so wirklich meins, aber gut, durch den Regen zu latschen irgendwie auch nicht.

Nach dem Mittagsschlaf ging es mir immerhin besser und ich beschloss, mir das Kind zu schnappen, um wenigsten für eine halbe Stunde etwas Frischluft zu schnappen, während der Mann ein wenig das Chaos beseitigte. Und so gingen wir los, durch den grauen Hamburger Winternachmittag. Unvorstellbar übrigens, dass Süddeutschland in Schneemassen versinkt.

Immerhin gibt es momentan unzählige Spieglungen dank der zahlreichen Pfützen. Das mag ich ja gerne.

AV – ganz klar Arbeitsvorbereitung. Oder aber es heißt Abwasser vorne. Oder Abgas Ventil. Vielleicht aber auch Affen Verein.

Auch das Seepferdchen musste Frischluft schnappen.

Trostlos liegt er da, der Park. Da gefiel er selbst bei Nebel in den letzten Wochen besser.

Mir ist der Hauseingang heute zum ersten Mal aufgefallen. Eigentlich ganz hübsch. Aber das grün an der Mauer macht mich wahnsinnig. Kann da wohl mal jemand mit dem Kärcher vorbei kommen?

Wenn man keine Lichter hat, dann wenigstens ein Adventsgesteck.

Zu Haylees (und auch meiner) Enttäuschung, stand das Feuerwehrauto einfach nur so rum. Wir hatten uns etwas mehr Action auf dem Hof der Feuerwehr gewünscht.

Spontan haben wir uns ein Stück Kuchen beim doch leicht patzigen Personal gekauft. Vollkommen überteuert und dann noch nicht mal lecker.

Der Hund wartet hoffentlich nicht auf besseres Wetter. Denn das könnte dauern, wenn ich die Wettervorschau so betrachte.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass es ein Wimmelbuch gibt, welches mich nicht so anspricht. Aber das Winter Wimmelbuch ist nicht wirklich meins. Da ist ja nichts los auf den Straßen. Grau und trist blättert man sich von Seite zu Seite.

Die Wachsmaler eignen sich übrigens auch hervorragend zum Sortieren und Stapeln.

Meine kleine Künstlerin mit dem Schokomund!

Mehr 12 von 12 Geschichten findet Ihr wie immer bei Caro.

Genießt das restliche Wochenende,
xoxo
Christine

zwischen den Jahren

Happy New Year!

Ich hoffe, Ihr habt die Zeit zwischen den Jahren genossen, Euch verwöhnt, ein wenig treiben lassen und mit Schönen Dingen beschäftigt.

Wir haben vor allen Dingen gut gegessen, die Spielplätze unsicher gemacht, Haylee zu meinen Eltern gebracht, während wir bei IKEA ganz Hamburg getroffen haben, endlich mal wieder den Lieblingsplatz besucht und mindestens täglich einmal Frischluft geschnappt.

Weihnachten haben wir quasi gleich vier Mal gefeiert. Erst mit dem einen Opa, dann mit meinen Eltern, anschließend mit der anderen Oma und Tante und schließlich noch den besten Freunden. Meine Freundin hat einen genialen Kuchen gebacken, der mich so glücklich machte und das gleich aus mehreren Gründen. Ich muss dazu sagen, dass sie eigentlich immer irgendein Gebäck auftischt, mal gekauft, mal selbst gemacht. Aber dieser Kuchen ist der beste, den sie jemals gebacken hat. Sie macht es einfach so, ohne es vorher anzukündigen. Und dann, oh man! Er war noch lauwarm und erinnerte mich an einen Nachmittag mit ihr bei einer anderen Freundin zu Schulzeiten. Letztere hatte uns zu sich nach Hause eingeladen und in ihrem Zimmer ungefähr 300 Kerzen aufgestellt und lauwarmen Käsekuchen serviert. Der war noch nicht ganz fest und mit Abstand der beste Käsekuchen, den ich je gegessen habe (ohne Rosinen!). Es ist schon merkwürdig, wie einen Gerüche und manchmal eben auch der Geschmack in die Vergangenheit zurückversetzen können. Während meine Freundin und ich also Kuchen aßen (der übrigens kein Käsekuchen war) und Prosecco tranken, bespaßten unsere Männer die Kinder. Es war laut und chaotisch, aber herzlich und lustig. Wir hatten es gut! Im Nachhinein bin ich ein wenig traurig, dass ich davon keine Bilder gemacht habe. Aber eigentlich ist es ja immer so, dass man von den schönsten Momenten selten Fotos in den Händen hält.

Statt eines Weihnachtsbaums gab es dieses Jahr bei uns einen Luftballon. Das Kind ist vor Freude ausgeflippt und ich überlegte zwischenzeitlich, ob ich jedem erzählen sollte, dass wir es ausschließlich aus Nachhaltigkeit gemacht haben. Frei nach dem Motto, wir töten keine Bäume. Aber das wäre gelogen gewesen. Wir hatten schlichtweg keine Lust aufs Bäumchen kaufen und dekorieren. *

sleep tight

Ein bisschen stressig ist so ein Ballon dann übrigens doch, da man beim Öffnen von Türen und Fenstern immer aufpassen muss, dass er nicht wegfliegt. Und was soll ich sagen? Einige Tage nach Weihnachten ist er mir beim Lüften dann doch entglitten. Glücklicherweise hat das Kind zu dem Zeitpunkt geschlafen und den Ballon dann auch nicht vermisst. *

Der eigentliche Grund, warum wir keinen Weihnachtsbaum hatten, ist natürlich der, dass wir die Lichterkette bereits ums neue Hausbett geschwungen haben.

Wir schauen uns das neue Wimmelbuch an. *

Videocall mit Oma an Heiligabend *

Während wir bei IKEA sind, macht das Kind Sit-ups bei den Großeltern.*

Ich muss an dieser Stelle immer an England denken. Und an Edgar Wallace.

Die Querflöte ist eines meiner Lieblingsinstrumente. Gleichzeitig muss ich immer an meine Nachbarin denken, da sie Flötistin ist.

Ich weiß, ich weiß. Die Qualität des Fotos ist fürchterlich, aber ich liebe es dennoch, weil der kleine Bürgermeisterbauch so süß hervorschaut und die Hände auf dem Rücken verschränkt sind.

Ausfahrt

Haylee liebt es, wenn sie in Dinge involviert wird und hilft fleißig beim Möbelaufbauen.

Das Kind liest sich die Anleitung genau durch.

Wir lieben Spielplätze mit Babyschaukeln. Ich finde ja, dass jeder Spielplatz eine solche Schaukel haben sollte.

Drama baby drama! Würde ich es nicht besser wissen, hätte ich ja behauptet, dass mindestens der Vogel und der Baum ins Bild retuschiert wurden. Was soll ich sagen? Das Bild ist unbearbeitet.

Aufgegessen! Dem Kind haben die Waffeln samt Maracuja-Mango-Ananas-Püree ausgezeichnet geschmeckt.

so schön bist du

2019, sei bitte gut zu uns!

Pink!

Auch wenn es eisig kalt ist, ließen wir es uns nicht nehmen, nach der Kita noch einmal kurz auf den Spielplatz zu gehen.

kurze Auszeit

Randale am Bauzaun. Tatsächlich hatten wir uns die Baustelle etwas belebter vorgestellt. Stattdessen gab es nichts zu sehen.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche,
xoxo
Christine

* Alle Bilder mit Sternchen wurden von meinem Papa aufgenommen.