Unser Wochenende in Bildern – 2. & 3. Juni 2018

Ganz spontan haben wir am Samstagvormittag entschieden, unsere Sachen zu packen und an die Nordsee zu düsen. Zu grau und verregnet war es hier in Hamburg. Wir stiegen ins Auto und hielten den Atmen an, da Haylee insbesondere in Deutschland das Autofahren hasst. In den USA Und Kanada lief es irgendwie deutlich besser, auch wenn sie dort auch hin und wieder ihre lustigen fünf Minuten hatte. Ich selbst fahre auch lieber in den USA Auto, da die Straßen breiter sind und der Verkehr, abgesehen vom Stadtverkehr, deutlich entspannter fließt. Bis zur Autobahn war die Autofahrt am Samstag kein Zuckerschlecken, aber dann wurde es besser. Doch bevor ich hier alles detailliert aufschreibe, lasse ich die Bilder für sich sprechen.

Der Samstag fängt so an, wie der Freitag aufgehört hat. Es regnet non stop. Der Rasen der Nachbarn steht bereits unter Wasser, zu trocken waren die letzten Wochen. Haylee hält es wie Lotta aus der Krachmacher Straße und setzt sich auf den Balkon, um zu wachsen.

Haylee übt das Stehen. Ich freue mich, wenn sie auf dem ganzen Fuß und nicht auf den Zehenspitzen steht.

Ich habe den Mann gebeten, ein Foto von uns zu machen, damit ich meine Freundin mit den Worten „rate wo wir sind“ überraschen konnte. Sie war nämlich ebenfalls mit Kind und Kegel in St. Peter-Ording. Die Haare stehen mir zu Berge, das Kind ist genervt und überhaupt… aber egal!

Wir beschließen spontan, nach St. Peter-Ording zu fahren, da wir keine Lust haben, den Tag im grauen und naßen Hamburg zu verbringen.

Ich liebe die weißen Dünnen mit den grünen Gräsern und dem wunderschönen blauen Himmel.

Nordseeliebe

Wir sind hungrig und gehen in meine geliebte Strandbar, deren Essen leider nachgelassen hat. Oder aber wir sind immer noch zu verwöhnt von unserem Urlaub in den USA und Kanada.

Summer life

Wir teilen uns ein Glas „Who the fuck is Sylt“. Leider schmeckt mir der Grauer Burgunder gar nicht gut. Fast erinnert er mich an Riesling und Riesling kann ich nicht ausstehen.

Ich weiß nicht, was die Deutschen mit dem Salat machen, aber auch dieses Wochenende hält sich meine Begeisterung stark in Grenzen. Immerhin ist er nicht so versandet wie letztes Wochenende, dafür lasch und fast matschig. Immerhin schmecken die Pommes samt Currywurst. Langsam beginnt es mich hier in Deutschland mit dem Essen wieder extrem zu nerven, aber nun gut, man kann eben nicht alles im Leben haben.

Regenbogensocken

Lieblingsbild

Da hat aber jemand aufgepasst und nur blau-weiße Strandkörbe aufgestellt. Ich find das ja gut. Denn manche Muster, die es früher gab, waren absolut geschmacklos.

Würden die Streifen auf Haylees Pullover ebenfalls Längsstreifen sein, könnte sie sich perfekt als Strandkorb tarnen. So spielt sie mit ihrem neuen Sandspielzeug, dass sie von meiner Freundin geschenkt bekommen hat. Also eigentlich spielen wir damit, denn kurz nach dem Foto beginnt Haylee den Strand aufzuräumen.

Spontan treffen wir uns mit unseren lieben Freunden. Haylee ist hin und weg von Carsten und spielt mit ihm non stop.

Sonny hingegen gibt dem kleinen Sonnenschein ein wenig Futter, damit er sich anschließend gestärkt und mit einem verschmitzten Grinsen durch die Gegend tragen lässt. Denn man merk: im Kinderwagen ist es grottenlangweilig. Das ist immer nur diese blöde Decke mit dem Klimbim.

Ich entdecke unheimlich viele Hummeln am Wegesrand und versuche sie im Bild einzufangen. Da ich Haylee im Tragetuch trage, muss sie mitkommen. Sofort ermahnt mich der Mann, dass ich doch bitte keine Verrenkungen mit Kind machen soll. Da kommt ein Paar vorbei und der Mann ruft mir zu: „Ach was, das fördert die Kreativität des Kindes!“. Ja aber hallo! Der hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

Wir quatschen noch einen Augenblick bei Gosch und machen uns dann auf den Heimweg nach Hamburg.

Haylee weckt mich am Sonntagmorgen und entscheidet, dass wir eine Runde Duplo spielen. Ich baue für Batman eine Rutsche und ertrage den grünen Rasen nicht. Denn Batmans Rutsche steht eigentlich irgendwo am Nordpol oder von mir aus auch Südpol. So vertraut bin ich nicht mit der Folge. Jedenfalls brauche ich eine weiße Platte, damit ich mich besser aufs Spiel konzentrieren kann. Denn das Eis ist ja nun mal weiß. Gibt es überhaupt eine weiße Platte?

Das Foto ist etwas unscharf oder verwackelt, auf jeden Fall sieht man eine Bewegungsunschärfe, die ich aber absolut legitim finde. Es ist draußen nämlich recht dunkel, was nicht an der Uhrzeit sondern dem Wetter liegt. Haylee hat von irgendwo den Ball angeschleppt, den meine Freundin Anja übrigens selbst genäht hat.

Der Mann hat uns Kaffee gemacht und Haylee und ich lesen Bücher.

Ich mache uns Pancakes zum Frühstück. Haylee ist allerdings nur an den Früchten interessiert. Ihre neuste Liebe sind jetzt Kirschen, wobei sie diese ja schon mit sechs oder sieben Monaten in gefrorenen Zustand gegessen hat. Also als Smoothie, nicht am Stück. Der Mann rügt mich, dass ich unsere gesamte Umweltbilanz der letzten Woche zerstört habe, weil ich bei Aldi Kirschen aus der Türkei im Plastikcontainer gekauft habe. Und das auch noch mit dem Auto. Ja sage ich, es seien aber nun mal die besten Kirschen. Denn die Norddeutschen Knubber Kirschen mögen wir ja nicht. Ich schaue später noch mal auf die Packung und lese, dass die Sorte Napoleon heißt. Na hoffentlich gibt es die auch in unserer Region. Dafür habe ich die Erdbeeren auf dem Wochenmarkt gekauft und extra die vom teureren Stand gegriffen, da sie in einer Papp- und nicht Plastikschale verkauft wurden. Immerhin schmecken sie gut.

Meine Freundin Anja hat sich mal wieder selbst übertroffen. Sie hat Haylee zum 1. Geburtstag ein H genäht. Das alleine ist schon ziemlich cool, aber es wird noch viel besser. Anja kennt meinen Geschmack und weiß, dass ich diese schrecklich bunten Kinderstoffe häufig nicht geschmackvoll finde. Daher hat sie zum gleichen gestreiften Stoff gegriffen wie bei der Babydecke, die sie mir zur Geburt von Haylee genäht hat. Als zweiten Stoff hat Anja ein grau-weißes Muster gewählt, dass hervorragend mit den anderen Kissen harmoniert. Haylee mag ihr neues Kissen sehr und hat schon mehrfach damit gekuschelt, was viel heißen will, da sie ansonsten Kuscheltiere, Schnuffeltücher und Co. links liegen lässt.

Das Bild sieht schrecklich aus, aber es war ein feines Mittagessen. Ein verunglücktes Rührei mit Kräuter-Knoblauch-Polenta, dazu ein Salat mit restlichen Spargelstückchen und einem grünen Kräuterdressing.

Haylee hat mittags keinen Appetit und verschmähte sogar den Käse, sodass sie nach dem Mittagsschlaf eine Smoothie Bowl bekam. Ich nutze ihren Mittagsschlaf, um ins Einkaufszentrum zu fahren, was ich bildlich allerdings nicht festhielt. Es war nämlich verkaufsoffener Sonntag hier in Hamburg und ich nutze die Chance, schnell unser Leergut und einen missglückten h&m Einkauf zurückzubringen.

Nachmittagskaffee ohne Kaffeebild

Wir gehen auf den Spielplatz. Ich mag den eigentlich überhaupt nicht, da er so verlottert und vergammelt ist, aber ich habe auch keine Lust, um halb sechs noch weit zu fahren. Immerhin gehört der Spielplatz nur uns.

Wir schaukeln eine Runde, finden es aber beide blöd. Warum gibt es hier keine Babyschaukeln? Menno!

Eines der wenigen Bilder, auf denen Haylee Ähnlichkeit mit mir hat. Von mir gibt es nämlich ein sehr ähnliches Bild. Zwar nicht mit der Rutsche, aber mit dem gleichen Blick. Vielleicht finde ich es, dann zeige ich es euch.

Ich wippe ein wenig auf der Entenwippe, die ich als Kind ganz gerne mochte. Die kam meine ich in den 80ern gerade raus und war nicht auf jedem Spielplatz.

Rutschen lieben wir beide.

Auf dem Rückweg betrachten wir das Schaufenster voller Desingerstücke und fragen uns, wie lange wohl dieses Mal das Geschäft bleibt.

Ich entscheide spontan, in die Waschanlage zu fahren, da der Kinderwagen bereits seit Monaten saudreckig ist.

Das Kind ist wenig begeistert und schreit auf meinem Arm. Insofern beeile ich mich und entferne nur den größtem Schmutz.

Das tägliche Abendbad. Während Haylee monatelang gar nicht gebadet hat, badet sie seit unserer Rückkehr aus dem Urlaub, bzw. mit Einsetzen des Hochsommers täglich. Zu verschmutzt und verschwitzt ist sie, als dass sie so ins Bett gehen könnte.

Der Mann hat uns Sushi geholt! Soooo lecker.

Wenn Ihr Lust auf mehr Wochenendgeschichten habt, schaut doch mal bei Susanne von Geborgen wachsen vorbei. Da warten jede Menge spannende Storys auf Euch.

Startet gut in die neue Woche,
xoxo
Christine

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