Fünf Freitagslieblings am 13. Oktober 2017

Schon ist sie vorbei, unsere Urlaubswoche. Es war ein toller erster Urlaub mit Kind, wir hätten wohl kein besseres Land als Italien wählen können. Dass ich dies einmal sagen werde, hätte ich mir vor einigen Jahren nicht träumen lassen. Italien ist wirklich sehr kinderfreundlich. Nebenbei haben die Italiener dann auch gleich noch eine köstliche Küche, exzellenten Espresso und wunderbaren Prosecco. Tatsächlich haben wir während unseres Urlaubs verschiedene Sorten des prickelnden Weins probiert und waren nie enttäuscht. Das kann ich von Sekt nicht behaupten. Ich befürchte fast, dass ich nach unserem Urlaub einen Kulturschock bekommen werde.

Das Lieblingsessen der Woche auszuwählen, fällt mir echt schwer. Wir waren gestern im Pane e Tulipani in Como essen, einem gemütlichen, ruhigen und urigen Restaurant, dessen Küche ich als gehoben bezeichnen würde. Der Schwarze Reis mit Cashewnüssen und überbackenen Brie war so gut, dass ich versuchen werde, es nach zu kochen. Leider war es im Restaurant so dunkel, dass sich der Reis vom Tisch kaum abhob. Daher wähle ich unsere Aperitivo Platte, die wir uns fast jeden Abend zu Hause kredenzt haben.

Aperitivo

Ich kann nicht behaupten, dass ich diese Woche ein Lieblingsbuch habe. Dafür habe ich den langatmigen Thriller „Engelskalt“ von Samuel Bjørk bis zur letzten Seite gelesen und das nächste Buch, „Die Liebe trägt Weiß“ von Lauren Weisberger begonnen. Lauren Weisberger hat bereits den Bestseller „Der Teufel trägt Prada“ geschrieben, der auch verfilmt wurde. Den Film fand ich super, das Buch dazu habe ich nicht gelesen. Umso mehr freute ich mich über „Die Liebe trägt Weiß“, welches ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Bisher bin ich jedoch ziemlich enttäuscht. Mir liegt der platte Schreibstil nicht und es ist geradezu anstrengend, sich durch die Kapitel zu lesen, trotz der sehr leichten Kost.

Die Inspiration der Woche habe ich in dem Artikel „3 Reasons we travel, and 3 tips for traveling with kids on airplanes“ von Naomi Davis gefunden. Naomi und ihr Mann Josh haben drei Kinder, mit denen sie bereits im Kleinkindalter / Baby verreist sind. Ich verfolge ihren Blog nun schon seit einigen Jahren und fand ihre Reiselust als solche mit Kindern schon inspirierend genug. Für mich war weit vor Haylees Geburt klar, dass wenn ich jemals Kinder haben sollte, mich mit dem Reisen nicht einschränken möchte. Natürlich reist man mit Kindern anders, als wenn man alleine unterwegs ist. doch ich finde es wichtig, den Horizont von den kleinen Menschlein auch schon im frühen Alter zu erweitern.

Daher sprach mir insbesondere diese Passage aus vollem Herzen, der ich uneingeschränkt zustimmen kann. „i know some people feel strongly that taking kids around the world is such a waste since they think the kids won’t be able to remember it all perfectly when they’re older. josh and i disagree with this argument because we believe exposing our children at a young age to different cultures, smells, tastes, languages and people, helps shape them as human beings and these experiences can leave a lasting impression that will make them the better people and better citizens of our world.”

Ich finde es wichtig, den Kindern schon früh andere Kulturen zu vermitteln, andere Gerüche, Speisen und Sprachen näher zu bringen. Haylee fühlte sich in Italien sehr wohl und fand am italienischen Gläschen (Babybrei), das ich mehr aus Jux und Dollerei gekauft hatte, gleich viel mehr Gefallen, als an denen von mir Importierten. Verstehen kann ich das nicht, da der Brei eine undefinierbare Farbe hatte.

Das Fliegen als solches hat Haylee gut verkraftet und auch wesentlich mehr Gefallen daran gefunden, als an der Autofahrt. Ich freue mich also jetzt schon auf neue Abendteuer mit ihr.

Einen wirklichen Lieblingsmoment nur für mich gab es in unserem Urlaub nicht. Das hätte ich auch ziemlich doof gefunden. Der einzige Moment, den ich außerhalb des Badezimmers alleine war, war in einer Espressobar in Como. Ich liebe, liebe, liebe die Italiener für ihren Espresso. Egal in welches Café, Bar oder Restaurant man geht, der Espresso kostet stets 1,- Euro und schmeckt ausgezeichnet. Das kann ich hier in Deutschland nun überhaupt nicht behaupten. Der Mann hatte für den Tag schon genügend Espresso konsumiert, da er durch den morgendlichen Kaffee einen Vorsprung hatte. Ich jedoch wollte unbedingt noch ein kleines Tässchen trinken und stolperte so in die nächste Bar, wo ich ganz alleine am Tresen stand. Herrlich!

Unsere Woche war voller Lieblingsmomente mit unserem Kind, da sowohl sie als auch wir herrlich entspannt und voller guter Laune waren. Für uns hat sich der Tapetenwechsel ausgezahlt, da wir viel beschwingter durch den Tag gingen, keine Verpflichtungen hatten und nicht sagten „Ach Mensch, wir haben ja Urlaub, dann können wir ja mal den Keller aufräumen / den Balkon winterfest machen / die Abstellkammer neu ordnen“. Wenn ich also einen der zahlreichen Lieblingsmomente wählen muss, dann ist es unser Tagesausflug nach Mailand. Da Haylee zwar den italienischen Brei nicht so schlecht fand, aber generell wohl kein Breikind ist (vielleicht dauert das auch einfach), habe ich ihr einfach ein Stück Brot in die Hand gedrückt, damit sie endlich mal aufhört an unseren Tellern zu zerren. Sie war im siebten Himmel. „Essen wie die Großen, wenn Mama doch nur endlich mal das Proseccoglas rüberreichen würde. Tztztzt!“

Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende und hoffe, dass wir hier in Hamburg auch endlich mal goldene Herbsttage genießen dürfen. Denn das Wetter, das war in Italien doch einfach viel besser.

Mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

xoxo
Christine

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