„Wir waren am Sonntag auf hoher See, als unser Schiff mitten im Indischen Ozean von niederträchtigen Piraten geentert wurde.
Sie stürmten an Deck und töteten jeden, der ihnen in die Quere kam. Um uns zu retten, sperrte uns der Kapitän in seiner Kajüte ein und fochte in einem blutigen Kampf um sein Leben, den er leider verlor.
Wir hörten die Piraten grölen, während sie unser Schiff nach Schätzen durchsuchten. Unsere einzige Chance, lebend zu entkommen, war das kleine Beiboot, was achtern an einem Tau hinter unserer wunderschönen Rickermer Rickmers durch die peitschenden Fluten gezogen wurde. Doch um in das Beiboot zu gelangen, mussten wir zunächst aus der Kajüte entfliehen.
Durch die Bullaugen passten wir nämlich nicht, weil der Koch es in den letzten Wochen einfach zu gut mit uns meinte. Leider nicht so gut, dass wir die Tür mit unserem Gewicht auf rammen konnten.
Doch unser Kapitän wäre nicht unser Kapitän gewesen, wenn er uns nicht einen Brief mit einem Rätsel hinterlassen hätte. Tatsächlich hatte er in seiner Kajüte einen Zweitschlüssel versteckt, den wir nur finden mussten. Natürlich stand da nicht „Der Schlüssel befindet sich unter der dritten Diele von der Koje aus gesehen, links neben dem Spiegel vom dritten Buch, dessen fünftes Wort mit K beginnt“. Das wäre ja nur der halbe Spaß gewesen und selbst der dämlichste Pirat hätte das Versteck gefunden.
Ich sage Euch, sobald wir ein Rätsel in der Hand hielten, mussten wir das Nächste lösen. Die Zeit ran uns davon. Schließlich hörten wir, wie die Piraten das Schiff verließen und mit Kanonen auf unser wundervolles Segelschiff schossen. Die Minuten verstrichen! Wo war bloß dieser verdammte Schlüssel? Und auf einmal, hielt unser Bootsmann den Schlüssel in der Hand! Wir stürmten an Deck, liefen zur Reling, kletterten an der Leiter herunter und ließen uns in das rettende Beiboot fallen! Geschafft. Wir waren gerettet. Zumindest vorläufig…“
So oder so ähnlich trug es sich letzten Sonntag im Hamburger Hafen auf der Rickmer Rickmers zu. Pünktlich um 10 Uhr morgens, fanden wir uns auf dem bekannten, grünen Dreimaster an den Landungsbrücken ein. Zu sechst stellten wir uns dem Rätsel und ließen uns in eine andere Zeit entführen.
Am Originalschauplatz, nämlich in der Kapitänskajüte, wurden wir eingeschlossen und hatten 60 Minuten Zeit, den Schlüssel in die Freiheit zu finden. Die Rickmer Rickmers ist ein Museumsschiff und liebevoll eingerichtet. Zwischen Büchern, Karten und vielen anderem waren Hinweise versteckt, die es einem ermöglichten, ein Rätsel zu lösen, um daraufhin auf das nächste zu stoßen.
Wir hatten unglaublich viel Spaß dabei und waren erstaunt, wie schnell die Zeit verging. Tatsächlich schafften wir es sechs Minuten vor Ablauf der Zeit in die Freiheit. Der Raum ist Ton- und Videoüberwacht, sodass im Notfall auch tatsächlich Rettung naht. Zusätzlich erhält man ein Tablet, auf dem die verbleibende Zeit eingeblendet wird.
Wir waren so begeistert, dass wir tatsächlich am liebsten umgehend den nächsten Termin gebucht hätten.
Wer also auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Weihnachtsgeschenk ist, liegt hiermit goldrichtig. Sicherlich gibt es auch in anderen Städten Anbieter, die ein ähnliches Abendteuer bereit halten.
Ich habe unser Ticket bei Hidden in Hamburg gekauft. Alle relevanten Infos, wie Termine, Preise usw. findet Ihr auf deren Homepage.
Übrigens habt Ihr nach dem Event noch die Möglichkeit, Euch das Schiff in aller Ruhe anzuschauen. In dem Ticketpreis ist die Besichtigung des Museumsschiffs inbegriffen. Es lohnt sich!
Jungs un Deerns, dat wa’ wunnerschön!
Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende und einen entspannten 3. Advent,
xoxo
Christine
P.S. Alle Fotos wurden mit dem iPhone aufgenommen.
Toll!!! Mit Euch immer wieder.
Auch ich war begeistert! Es war ein geniales Team!