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Tanti saluti da Firenze!

Wir waren für einige Tage in Florenz. Die Altstadt am Arno ist tatsächlich bezaubernd, sodass das „Forbes Magazin“ Florenz nicht zu unrecht zu einer der schönsten Städte der Welt gewählt hat. 

Blick auf den Palazzo Pitti
Das Panini, welches nicht schmeckte.

Die Stadt besticht durch seine schmalen Gassen mit den gut erhaltenen Häusern, die riesigen Villen und Paläste, als auch die zahlreichen Museen, Kirchen und Denkmäler. Und sie ist so unglaublich sauber! 

Der gute Espresso und Wein, die zahlreichen Eisdielen und überhaupt all die Leckereien der toskanischen Küche sprechen für sich selbst. 

Ein Löwe aus alten Rebstöcken.

Man kann sicherlich mehrere Wochen in der Stadt verbringen und wird dann immer noch nicht alles gesehen haben. Wir haben von der Sightseeing Liste jedenfalls kaum etwas abgehakt, legen darauf aber auch keinen großen Wert. Wenn wir an einer Sehenswürdigkeit vorbei kommen, freuen wir uns, wenn nicht, auch gut. Gerade mit Kleinkind kann man zwar beliebig viele Pläne aufstellen, aber jeder, der ein Kind hat weiß, dass man diese meist über den Haufen schmeißen kann. Also haben wir uns gar nicht erst überlegt, welche Museen, Plätze und Denkmäler wir uns anschauen wollen. 

Stattdessen haben wir uns zwischen Spielplätzen und Gelatterias fortbewegt und das Ambiente der Stadt genossen. 

Buchweizentoast mit Erdnussbutter, Aprikosmus und Bananen

Ich kann Florenz im November allerdings nur bedingt empfehlen. Sicherlich ist die Stadt nicht mehr ganz von Touristen überflutet, auch wenn ich die Menschenmassen immer noch unerträglich fand. Wie muss es bloß erst im Sommer sein? Der November hat statisch allerdings die meisten Regentage. Es wäre sehr clever gewesen, dies vor Reiseantritt zu ermitteln, aber so haben wir eine Feldrecherche hingelegt und ich kann sagen: „ Holy shit, es hat mitunter geschüttet wie aus Kübeln!“. Immerhin haben wir dafür auch den einen oder anderen Regenbogen gesehen, da sich zwischendurch dann immer wieder ganz kurz die Sonne blicken ließ. 

Dennoch hemmte der viele Regen unsere Unternehmungslust, da wir irgendwann sehr durchweicht waren.  Selbst Haylees Regenanzug, der für Hamburger Schietwetter bestens geeignete ist, hat den Wassermassen einfach nicht mehr standgehalten. So entfiel sowohl ein Besuch in Fiesole als auch ein Abstecher zum Piazzale Michelangelo am Abend. Im Regen muss ich dann auch nicht auf Florenz hinabblicken. 

Am ersten Sonntag im Monat bezahlt man für die Museen übrigens keinen Eintritt. Da das Wetter am Vormittag allerdings so schön war, konnten wir unmöglich in eine Ausstellung gehen und entschlossen uns daher, den Boboli-Garten zu durchstreifen. Direkt an den Garten grenzt ein Spielplatz, sodass wir zunächst einige Zeit auf dem Spielplatz waren, dann durch den Garten schlenderten, wo wir leider von einigen Regenschauern überrascht wurden und schließlich einen Mittagssnack bei RAW einnahmen. 

Haylee bei ihrer allerliebsten Beschäftigung – schaukeln!

RAW ist ein kleines, niedliches Restaurant, das ausschließlich vegane und glutenfreie Snacks und Drinks anbietet, die ohne Industriezucker, Konservierungsstoffe und anderem Schnickschnack auskommen. Wir waren ganz begeistert, weil die Sachen tatsächlich auch noch schmeckten. Ich bin ja normalerweise überhaupt kein Marmeladenfan, aber die schonend zubereitete Aprikosenmarmelade, glich mehr einem Mus, als einer geleartigen Masse und schmeckte auf dem selbstgemachten Buchweizentoast mit der Erdnussbutter hervorragend. Für Haylee war das Essen zwar etwas zu abgefahren, aber sie war ganz verrückt nach den Smoothies und sagte, als wir das dritte Mal den Laden betraten „Oooohhh lecker!“. Normalerweise fällt ihr ja nicht gerade in den Sinn, Gemüse in unserer Gegenwart zu essen, aber so ein grüner Smoothie, ja den wollte sie gerne trinken. 

Ja doch, Florenz ist definitiv eine Reise wert. Aber man sollte dann doch eher im April oder September kommen, wenn das Wetter etwas besser ist und die Stadt noch nicht oder nicht mehr in Touristen ertrinkt. 

Mille baci,
Christine