Author Archives: Christine

Ein Nachmittag an der Elbe

Vor einigen Wochen stellten meine Freundin und ich fest, dass wir dieses Jahr noch kein Mal gemeinsam am Lieblingsplatz waren, um im Elbstrand zu sitzen, Kekse zu naschen, den Kindern beim Spielen im Sand zu zuschauen und nebenbei ein wenig zu tratschen.

Viele sommerliche Chancen bot uns das Wetter hier in Hamburg allerdings auch nicht.

So verabredeten wir uns Ende September gleich an zwei Tagen in der Woche, in der Hoffnung, dass es zumindest an einem trocken und sonnig sein würde. Petrus meinte es gut mit uns! Während wir am Mittwoch noch fröstelnd im Wohnzimmer auf dem Boden hockten und die Kinder keinen Bock hatten, in ihrem Kinderzimmer zu spielen, sondern lieber zwischen uns Perlen und Spielzeugautos ausbreiteten, um nebenbei mit uns Mandelhörnchen und Pommbären um die Wette zu essen, war es an dem Freitag tatsächlich wolkig bis heiter.

High five, nichts wie ab an den Strand.

Wir breiteten die Handtücher aus, aßen Kekse und Würstchen und tranken eisgekühlten Prosecco. Haylee ließ es sich auf dem Schoß meiner Freundin gefallen, während ich mit ihren Kindern hin und wieder zur Elbe hinunterlief, um im kleinen Eimer Wasser zu holen.

Wir hatten Glück, dass Ebbe war. Während man Ebbe bei Nordseeurlauben in St. Peter-Ording natürlich nicht ganz so prickelnd findet, da man gefühlt Stunden bis zum Meer laufen muss, ist es für Elbpicknicke sehr praktisch. Der Strand ist gleich doppelt so breit, sodass die Kinder viel Platz zum Spielen haben und sich nicht mit Hunden und Spaziergängern in die Quere kommen.

Wir haben ihn genossen, unseren Tag an der Elbe! Mit viel Glück meint der Oktober es vielleicht noch einmal gut mit uns, sodass wir unsere Handtücher ein letztes Mal in diesem Jahr am Strand ausbreiten können, um ein wenig Sonne für die vielen grauen und dunklen Wintertage zu sammeln.

xoxo
Christine

Der Zeitreisende im Bus

Es gibt Momente im Leben, in denen ich schrecklich gerne die Kamera zücken und ein paar Fotos machen würde. Entweder habe ich meinen Fotoapparat aber nicht dabei oder die Situation erlaubt kein Bild. So bleibt mir nichts Anderes übrig, als Euch von Uwe zu erzählen.

Ich habe keine Ahnung, ob der Mann wirklich Uwe hieß, vielleicht war es auch Werner oder Schorsch. Jedenfalls waren Haylee und ich auf dem Weg zum Einkaufen und stiegen gegen vier Uhr in den Handwerker Bus. Ja, ich kategorisiere gerne die Fahrgäste einzelnen Gruppen zu.

Der Schulbus ist wohl jedem ein Begriff. Aber neben den Schulkindern fahren zu anderen Zeiten zum Beispiel Rentner, Fußballfans oder eben Handwerker. Im vier Uhr Bus sind ein Großteil der Fahrgäste Maler, Maurer oder Elektriker. Sie sehen müde aus, einige dösen und andere starren aus dem Fenster. Schließlich sind sie früh aufgestanden und haben mitunter viele Stunden schwere körperliche Arbeit getätigt. Da mag man einfach nicht mehr lesen oder sich mit seinem Smartphone beschäftigen.

Jedenfalls saß da Uwe, der aussah, als wenn er aus den 80ern zu uns gereist wäre. Die Frisur, der Bart und dann die Brille. Wobei, vielleicht waren es auch die 70er. Ganz sicher bin ich mir nicht. Das Aufregendste war jedoch seine Uhr. Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen und hätte am liebsten gefragt: „Oh, darf ich mal anfassen? Kann ich mal die Tasten drücken? Was passiert, wenn ich diesen Knopf drücke?“. Aber der arme Mann sah so müde aus, da wollte ich ihn nicht belästigen.

Uwe trug nicht etwa eine dieser neumodischen Smartwatches, sondern eine digitale Armbanduhr mit Taschenrechner. Wie abgefahren ist das denn bitte? Ich stelle mir vor, wie er auf der Baustelle steht, wild Zahlen in den Taschenrechner eingibt, um dann seinem Kollegen zu zurufen, wie viel Meter Kabel er abschneiden soll. Allerdings erscheint mir die Handhabung etwas schwierig, weil die Tasten winzig klein sind und man sich doch mal schnell vertippen kann. Jetzt stellt Euch mal vor, zu was so ein falsches Ergebnis führen kann!

Inzwischen bereue ich es etwas, dass ich nicht mit Uwe ins Gespräch gekommen bin. Die Funktionalität und Einsatzzwecke hätten mich schon interessiert. Denn eigentlich sollten sein Smartphone oder Handy mindestens über die gleichen Funktionen verfügen. Wozu also die Uhr? Sollte Uwe allerdings tatsächlich ein Zeitreisender sein, besitzt er so etwas  natürlich noch nicht!  Wisst Ihr was, ich stelle mich morgen einfach wieder an die Haltestelle und schaue, ob Uwe im Bus sitzt. Dann frage ich ihn.

xoxo
Christine

P.S. Eine ähnliche Uhr findet Ihr übrigens hier.

Meine Vorsätze für die neue Woche

Es ist Montag und die Woche erscheint mir endlos lang. Der Mann muss wieder ins Büro, alle Freundinnen mit Kindern sind Dank der Hamburger Herbstferien im Urlaub. Tatsächlich fahren alle grundsätzlich immer in der ersten Ferienwoche weg. Generell war mir das bisher ja egal, aber da sich mein Leben mit Kind doch etwas verändert hat, fällt es mir jetzt einfach mal auf. Und ja, es stört mich auch. Denn das Wetter soll heute noch mal richtig schön werden, perfekt also, um den Nachmittag an der Elbe zu verbringen. Aber alleine im Sand sitzen find ich dann auch doof.

Falls Ihr Euch fragt, was für eine Schnute ich da ziehe; ich puste das Kind an. Dann kichert Haylee nämlich meistens ziemlich niedlich. Ja ja, ich weiß, diese nervigen Eltern, die so verliebt in ihre Kinder sind und sie entzückend finden. Es kann anstrengend sein, ich verstehe das.

Immerhin sind wir gestern mit der Familie noch am Feldrand von Buchholz entlang spaziert. Viel zu sehen gab es nicht, aber dafür säumten schöne Bäume den Wegesrand und der Weg war herrlich breit, sodass man viel Platz hatte. Ich hatte gehofft, dass ein paar Rehe, Katzen, Igel und Hasen auf uns warten und die Bäume bereits in bunter Blättertracht dort stehen würden, doch die Tiere waren wohl verreist und die Bäume noch knall grün. Doch auch ohne Tiere war es recht idyllisch. Und der Platz! Ich sage es Euch, dieser Platz war grandios.

Itzenbüttler Weg Buchholz

Ich brauche beim Spaziergang Platz. Gut, dass der Feldweg nicht sonderlich populär ist. Vermutlich waren alle in der Heide oder an der Elbe.

Auf der anderen Seite habe ich mir diese Woche einiges vorgenommen und bin sehr gespannt, was ich davon umsetzen werde. Einige brauchen ja immer erst den Jahresbeginn, bevor sie mit der Umsetzung von guten Vorsätzen beginnen. Ich habe mir gedacht, dass ich es einfach mal mit einer neuen Woche probiere, da sich einige Dinge nun mal nicht aufschieben lassen. Damit ich etwas motivierter bin und am Ende der Woche vielleicht auch stolz von ein paar Erledigungen berichten kann, teile ich diese mit Euch.

  • Augenarzttermin für Haylee vereinbaren
  • Arzttermin umlegen
  • die Wohnung aufräumen
  • Wäsche waschen und zusammenlegen
  • E-Mails beantworten
  • Fotos für ein Fotoalbum auswählen
  • ein Pumpkin Bread (Kürbiskuchen) backen
  • eine neue Batterie für die Küchenwaage kaufen (sonst wird es nichts mit dem Backen)
  • bügeln
  • jeden Abend ein paar Seiten in einem Buch lesen
  • Postkarten gestalten und später dann auch verschicken
  • neue Milchflaschen für Haylee kaufen (den letzten Spülmaschinengang haben sie nicht überlebt, obwohl ich dieses Mal nicht das Heißprogramm, sondern die Eco-Variante gewählt habe)
  • Staubsaugen und das Bad putzen
  • den Boden wischen (ich hasse es so sehr, der Punkt wird wohl stehen bleiben)
  • neue Blog Posts vorbereiten
  • ein ausgiebiges Bad nehmen
  • ein gesundes Abendessen kochen (nach der Woche Italien sollten wir unbedingt mal wieder mit Clean-Eating beginnen. Hat heute Abend ja schon mal super geklappt, nachdem ich die glutenfreie Dominosteinpackung entdeckt habe und mir erst mal zwei Steinchen in den Mund habe fallen lassen. Lecker! Denn jetzt schmecken sie wenigstens noch saftig und frisch. Spätestens zum Beginn der Adventszeit sind sie nämlich trocken.)

Ich wünsche Euch einen entspannten Montag!

xoxo
Christine

P.S. Die ehemalige Bedienung aus dem Rudolphs (ein Restaurant mit italienischer Küche, das fast alle Gerichte auch glutenfrei anbietet), würde jetzt sagen, dass glutenfreie Dominosteine nicht dick machen. Denn glutenfreie Pizza macht schließlich auch nicht dick. Da esse ich jetzt gleich noch zwei. Wisst Ihr Bescheid!

Meine Woche in Bildern – KW 41/2017

Ich habe Euch bereits in den Freitagslieblingen Fotos aus Italien gezeigt und noch viel mehr vom Comer See. Hier kommt nun also ein weiterer Schwung voller schöner Erinnerungen aus der letzten Woche. Wie ist es Euch ergangen?

Seit Ewigkeiten habe ich schon kein Nutella mehr gegessen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich kleine Packungen im Supermarkt sah. Die Enttäuschung kam nach dem ersten Bissen. Das Nutella schmeckte merkwürdig, irgendwie ein wenig bitter oder alt. Der Blick auf das Haltbarkeitsdatum (hab ich im Supermarkt nicht gemacht), offenbarte dann, dass es bereits seit zwei Monaten abgelaufen war.


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