Author Archives: Christine

Haferflocken-Cashew-Waffeln

An Sonntagen isst man Waffeln zum Frühstück! Und eigentlich sollte man auch an allen anderen Tagen nicht die Mühe scheuen, dass Waffeleisen aus dem Schrank zu holen, um sich mit knusprigen Waffeln zu verwöhnen.

Zugegebenermaßen mache ich uns viel zu selten Waffeln, was einzig am Reinigen des Waffeleisens und des anschließenden Verstauens liegt.

Dabei liebe ich Waffeln wirklich sehr! Süß müssen sie sein, wobei das nicht ganz korrekt ist. Am Teig mag ich keinen Zucker, aber der Belag muss süß sein. Je nach Laune genieße ich meine Waffeln mit frischem Obst, Ahornsirup, Joghurt, Eiscreme oder Nutella.

Mein liebstes Waffelrezept habe ich bereits vor vielen Monaten bei Kate gefunden. Süße, weiche und luftige Waffeln sind lecker, machen aber nicht langer satt. Ich mag es nicht, wenn ich eine Stunde nach dem Frühstück wieder Heißhunger oder gar Bauchschmerzen habe. Denn zu viel Zucker auf einmal bekommt mir einfach nicht.

Hafer-Cashew-Waffeln hören sich zugegebenermaßen nicht sonderlich sexy an. Aber, oh mein Gott, sie sind außen knusprig und innen weich, stecken voller Nährstoffe und schmecken fantastisch. Eigentlich isst man eine Portion Oatmeal, wenn man so will. Ich habe das Rezept ein ganz klein bisschen abgewandelt, wodurch man die Waffeln sowohl mit süßen als auch herzhaften Belag genießen kann! Das nennt man eine Win-Win Situation.

Wenn Ihr also auf der Suche nach einem gesunden Waffelrezept seid, dass nebenbei auch noch gluten- und laktosefrei sein soll, dann probiert es aus!

xoxo
Christine

130 g glutenfreies Hafermehl (dazu ggf. einfach die Haferflocken in der Küchenmaschine zu Mehl mahlen)
2 TL Backpulver
½ TL Salz
¾ cup / ca. 180 ml Milch (Nussmilch, Kuhmilch oder Milch nach Wunsch)
2 große Eier
60 ml Sonnenblumenöl, Kokosöl oder geschmolzene Butter

Alle Zutaten gut miteinander vermengen. Ich habe sie dafür einfach in meinen Standmixer gegeben. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen, damit das Hafermehl die Flüssigkeit gut aufnimmt.

Das Waffeleisen nach Gebrauchsanleitung erwärmen. Ich habe bei mir Stufe 4 von 6 gewählt. Den Teig portionsweise in das Waffeleisen geben und ausbacken. Bei mir ergab es vier Waffeln. Das hängt natürlich von der Größe und Form des Waffeleisens ab. Ich habe meine Waffel je 1,5 Minuten gebacken.

Man kann die Waffeln im Ofen warmhalten, dann sind sie allerdings nicht mehr so knusprig.

Die Waffeln mit Obst, Joghurt, Eis, Lachs, Schinken, Zimt und Zucker, Nutella, Apfelmus oder Puderzucker servieren.

Pizza, die Mädchen aus Mitte und Kuscheleinheiten – Fünf Freitagslieblinge am 2. Februar 2018

Der Januar, den Monat im Jahr, den ich am wenigsten mag, liegt nun hinter uns. Ich freue mich sehr auf den Februar, da viele Geburtstage, Feiern und Ausflüge vor uns liegen und es außerdem jeden Tag ein bisschen länger hell bleibt.

Die Woche ist vorbei und ich bin immer noch nicht sicher, ob ich sie nun als lang oder kurz empfinden soll. Am Mittwochabend dachte ich, dass am nächsten Tag schon Freitag sei, was mich gedanklich ziemlich durcheinander warf. Haylee und ich hatten für die Woche eigentlich recht viele Termine, von denen wir dann kurzerhand leider einige streichen mussten. Das Kind lag mit Durchfall schlapp in meinen Armen und so machten wir es uns daheim gemütlich. Immerhin haben wir heute als Ausgleich überraschend meine Freundin und Patensohn getroffen und nachmittags Besuch von der Oma bekommen.

Doch nun zu meinen Freitagslieblingen der Woche.

Mein Lieblingsmoment mit und ohne Kind fand ironischerweise fast gleichzeitig statt. Haylee ist kein Baby, dass leidenschaftlich gerne und stundenlang kuschelt. Denn das ist sehr, sehr langweilig. “Ey Mama, was soll ich hier rum liegen?”. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie gestern meine Nähe suchte und sich ein paar Kuscheleinheiten holte, bevor sie erschöpft in meinen Armen einschlief. Versteht mich nicht falsch. Ich finde es ganz schrecklich, dass Haylee Durchfall und so starke Bauchschmerzen hat. Es blutet mein Herz, wenn sie vor Schmerzen weint. Aber der Moment, in dem sie sich fallen ließ, die Schmerzen nachließen und sie in meinen Armen Schutz fand, war wunderschön. Sie suchte die Nähe und fand schließlich einen entspannten und erholsamen Schlaf. Auch mir fielen die Augen zu und ich schlummerte zusammengerollt, das Baby an mich gedrückt, für eine Stunde. Ich weiß gar nicht mehr, wovon ich wach wurde. Vorsichtig löste ich meinen Arm von Haylee, um aufzustehen. Doch sofort zuckte sie zusammen und so ließ ich mich aufs Kopfkissen zurück sinken. Ich schaute auf die Uhr, die auf der Heizung steht und beobachtete, wie der Sekundenzeiger seine Runden schlug. Es war kein Buch greifbar, mein Handy lag im anderen Raum und selbst das iPad, auf dem ich uns zuvor noch eine “Drei Fragezeichen” angestellt hatte, lag unerreichbar weit weg. So hatte ich also den Moment für mich ganz alleine und wirklich nur mit mir. Ohne Medien und ohne Ablenkung. Ich konnte noch nicht einmal aus dem Fenster schauen, da sich dieses auf der gleichen Seite wie das Kopfende unseres Bettes befindet. Es war eine schöne Stunde, die ich da im Bett lag. Ich schrieb in meinem Kopf zahlreiche Artikel, genoss die Ruhe und beobachtete immer wieder das kleine Baby beim Schlafen. Das Foto ist übrigens an einem anderen Tag entstanden, aber es vermittelt genau die Ruhe, die wir beiden verspürt haben.


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Lieblingsessen des Monats – Kartoffelpizza

Kartoffel-Pizza! Die wohl einfachste Pizza der Welt und dennoch ein Hauch raffinierter, als schnöde Salamipizza, die ich zwar auch sehr gerne esse, aber momentan mein Herz einfach nicht höherschlagen lässt.

Das erste Mal habe ich Kartoffelpizza vor zirka zehn Jahren in Boston bei meiner Freundin Emily gegessen. Ich war schon damals sehr begeistert davon, konnte aber zu Hause keinen Blumentopf damit ernten.

Vor einigen Wochen habe ich die Kartoffelpizza bei MAMA, einem italienischen Restaurant, neu entdeckt. Statt Tomatensoße wird Crème fraîche auf den ausgerollten Teig gestrichen und dieser dann mit fein gehobelten Kartoffelscheiben belegt.

Während Pizza Bianca in den USA bereits seit Jahren auf vielen Speisekarten stand, kommt die Welle hier erst langsam an. Vielleicht liegt es daran, dass wir in Europa bereits den Flammkuchen haben. Wer braucht da schon eine Pizza Bianca? Ich! Denn Kartoffeln harmonieren für meinen Geschmack einfach nicht gut mit Tomatensoße, Zwiebeln und Rosmarin.

Crème fraîche gibt der Pizza ein so wunderbares Aroma, dass man eigentlich keine Gewürze benötigt. Ich habe die Kartoffelscheiben allerdings etwas mit Meersalz und Cayennepfeffer gewürzt, eine fein geschnittene Schalotte und Rosmarin rüber gestreut und kurz vor Ende der Backzeit noch ein wenig Käse auf die Kartoffeln gegeben. Oh man, die Pizza ist so unglaublich gut, dass es sie diese Woche gleich zweimal gab.

Der Mann, dem seine Thunfisch heilig ist, wollte erst ein Stückchen Pizza probieren und hat dann beherzt noch ein weiteres Mal zugegriffen. Das will was heißen!

Happy Thursday,
xoxo
Christine

Kartoffel-Pizza

  • (glutenfreier) Hefeteig*, selbst gemacht oder aus dem Kühlregal
  • 1 Becher Crème fraîche
  • 1 große Kartoffel, schälen und dann in feine Scheiben hobeln
  • 1 Schalotte, schälen und in feine Ringe schneiden
  • 2 Stängel frischer Rosmarin
  • 2-3 EL geriebener Lieblingskäse, z. B. Gouda, Emmentaler, Greyerzer
  • Meersalz
  • Cayennepfeffer

Mengenangabe für eine Pizza von ca. 22 cm Durchmesser

  1. Den Backofen auf 210° C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Auf Backpapier den Teig zu einer gewünschten Form zirka 3 mm dick ausrollen. Anschließend Crème fraîche, zirka 1-2 EL (hängt von der Größe des Teigs ab) auf dem Teig verstreichen. Die Kartoffeln fein hobeln und ziegelartig auf dem Teig verteilen, salzen und pfeffern. Mit den Rosmarinnadeln und Schalotten bestreuen.
  3. Die Pizza aufs Backblech legen und das Backblech nun auf den Boden des Ofens stellen. Zirka 15-20 Minuten backen. Nun den Käse hinzugeben, das Backblech auf die zweite Schiene von oben legen und nochmals 5 Minuten backen. Wer den Käse lieber knusprig mag, gibt dieses bereits nach 15 Minuten auf die Pizza.

 

Hinweise:
Ich habe gleich eine größere Portion Hefeteig gemacht, der für zirka zwei Backbleche reichen sollte. Ich habe die eine Hälfte des Teigs dann im Kühlschrank aufbewahrt und über die nächsten beiden Tage aufgebraucht.

*Glutenfreier Hefeteig für zwei Backbleche

  • 350 g glutenfreier Mehlmix von SCHÄR (MIX B BROT-MIX)
  • 50 g Vollkornreismehl
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 1 Päckchen Trockehefe
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Ahornsiurp
  • 1/2 TL fein gemahlenes Meersalz
  • 400 ml lauwarmes Wasser
  • zusätzliches Mehl zum Ausrollen

Alle Zutaten sehr gut miteinander verkneten. Den Teig an einem warmen Ort gehen lassen. Ich heize dafür den Backofen leicht ein und stelle anschließend ein Gefäß mit heißen Wasser in den Ofen. Dann lasse ich den Teig in der Schüssel im Ofen gehen. Ich lasse ihn gerne 60 Minuten gehen, sodass sich das Volumen verdoppelt hat. Mein Teig enthält relativ viel Feuchtigkeit und klebt dadurch etwas. Allerdings ist er so auch luftiger und verhält sich beim Backen gut. Daher benötige ich zum Ausrollen immer noch etwas extra Mehl.

 

 

Buchvorstellung: Hamster Henri isst glutenfrei

Hamster Henri isst glutenfrei“ ist ein Bilderbuch von Verena Herleth aus dem edition riedenburg Verlag, das Gluten und Zöliakie für Kinder ab dem Kindergartenalter erklärt.

Der arme Henri leidet unter Bauchschmerzen und erfährt bei einem Arztbesuch, dass er unter Zöliakie leidet. Das bedeutet, dass er sein geliebtes Getreide, dass bis zum Anschlag in seiner Vorratskammer liegt, nicht mehr essen darf. Er verschenkt seine gesamten Vorräte an seine Freundin, macht hinterher gründlich sauber und isst fortan nur noch glutenfreies Essen.

Das Buch erklärt sehr kindgerecht, was Gluten in einem Körper anrichtet, der das Klebereiweiß nicht verträgt. Die Illustrationen sind liebevoll und ansehnlich gestaltet, sodass Kinder eine gute Vorstellung davon erhalten, was in ihrem Körper passiert, wenn sie ein Lebensmittel essen, das sie nicht vertragen.

Was mir sehr gut gefällt, ist die Aufteilung des Buches. Auf den ersten Seiten wird Henris Geschichte erzählt. Der zweite Teil des Buches gibt Kindern und Eltern die Möglichkeit, sich anschließend noch einmal mit dem Thema zu beschäftigen. Auf jeder Seite befinden sich ein paar Fragen, wie zum Beispiel „Was darf nicht mehr in dein Essen und was kaufst du nicht mehr ein?“. Daneben ist ein Feld, das dem Kind Raum bietet, zu malen.

Als ich zuerst das Cover sah, war ich etwas skeptisch. Die Illustrationen erinnerten mich an meine Kindheit, in denen ich Bilder mit Buntstiften ausmalte, während ich Hörspiele hörte. Doch ehrlich gesagt finde ich es fabelhaft, da es eben absolut kindgerecht ist. Einfache Texte, simple Zeichnungen (die wirklich gut durchdacht sind und natürlich nicht wirklich simple sind) und dieses in Buntstiftoptik?! Perfekt, damit ein Kind sich wiederfindet und Spaß hat, sich mit einem nicht ganz so einfachen Thema zu beschäftigen.

Meine Tochter ist noch zu klein, als dass ich sie fragen könnte, wie ihr das Buch gefällt. Aber als Elternteil halte ich beide Daumen hoch für so ein wunderbares Bilderbuch.

Happy Monday Ihr Lieben,
xoxo
Christine

Das Buch “Hamster Henri isst glutenfrei” wurde mir vom edition riedenburg Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

P.S. Wer einen Teenager-Zöli daheim hat, dem empfehle ich das Buch „Hey Darmzottel“, ebenfalls von Verena Herleth, im edition riedenburg erschienen.