Apfelernte im Alten Land

Mitte September haben wir uns vor den Toren Hamburgs, im Alten Land, zur jährlichen Apfelernte mit unseren Familien getroffen. Während wir in den vergangenen zwei Jahren nur zu dritt durch die Obstgärten streunten, haben wir dieses Jahr unsere Eltern mitgenommen. Es war ein wunderbarer, ganz unbeschwerter Vormittag.

Das Wetter meinte es gut mit uns und so konnten wir bei milden Temperaturen, blauem Himmel und Sonnenschein knackige Äpfel naschen und natürlich auch unsere Körbe füllen.

Es ist schon ein wenig grotesk, da ich Äpfel nicht sonderlich gerne bis gar nicht esse. Dabei würde ich die süßen Früchte wirklich gerne mögen. Als Apfelkuchen oder Apfelmus munden sie mir, aber in frischer Form? No way! Der Apfel muss für mich ganz knackig sein, vor Saft nur so triefen und süß, aber bitte nicht zu süß sein. Sobald die Frucht auch nur ansatzweise an Biß verliert, habe ich umgehend schlechte Laune! Ja, wirklich! Ein schlechter Apfel, verdirbt mir den gesamten Tag.

Äpfelpflücken wiederum finde ich total toll! Können ja die anderen essen, denke ich mir dann immer. Und außerdem bietet so ein Obstgarten die perfekte Fotokulisse.

Normalerweise läuft das Pflücken immer so ab, dass der Mann irgendwann aus dem Off mahnt, dass wir bitte nicht so viele Äpfel pflücken sollen. Wer das denn alles essen solle? Ich rolle meistens genervt mit den Augen und erwidere „ja ja, aber noch dieses eine Foto und dann ist Schluss“! Und das Kind fügt hinzu „ja Papa, noch zwei Äpfel und dann ist aber wirklich Schluss“.

Dieses Jahr haben wir zum Glück unsere Eltern mitgenommen, sodass wir uns beim Pflücken wirklich austoben konnten. Das Kind war absolut happy und ließ sich die saftigen Äpfel schmecken. Mein Papa schwelgte genau wie ich im Fotohimmel, da er noch viel fotoverrückter als ich bin. Und die Omas? Sind absolute Äpfelnärrinnen.

Ich drück Euch,
xoxo
Christine

P.S. Wir waren auch dieses Jahr wieder auf dem Herzapfelhof in Jork. In den Obstgärten musste man übrigens keine Masken tragen. Maskenpflicht gab es nur innerhalb des Gebäudes (Gastronomie / Shop). Dies kann sich natürlich jederzeit ändern. Daher informiert Euch vorher auf der Website des Herzapfelhofes.

ein Wochenende in Hamburg im Juli 2020

Eigentlich hätten die Bilder vom Wochenende noch wunderbar in den Wochenrückblick gepasst, aber dann wäre der Beitrag einfach viel zu lang geworden. Oder aber, ich hätte dem Sonntag einen eigenen Tag widmen können, wenn ich auf den Kalender geschaut hätte. Denn am Sonntag war der 12. Juli und somit wäre es wieder Zeit für die Reihe 12 von 12 gewesen.

David Hockney – My Parents

Aber spätestens seit Corona habe ich jegliches Zeitgefühl verloren. Wieso ist eigentlich schon Juli? Spargel gibt es seit knapp einem Monat nicht mehr und die Rhabarbersaison habe ich vorsichtshalber ganz verpasst. Wobei das nicht stimmt. Einmal habe ich Rhabarber gekauft und ihn zu einem matschigen, grünbraunen Kompott gekocht. Ich glaube, dass hat bisher auch noch keiner geschafft und ich bin mir auch nicht sicher, was da schief gelaufen ist. Aber Küchenunfälle gehören nun mal einfach nur dazu.

Wir wussten zunächst nichts so richtig mit unserem Wochenende anzufangen. Die Wetteraussichten waren durchwachsen und wir von der Woche erschöpft.

Ich bin mir gar nicht mehr sicher, wie und warum wir am Samstag in der Hamburger Innenstadt gelandet sind, aber es war ein wirklich schöner Ausflug. Die Stadt hat sich verändert, überall gibt es neue Baustellen. Ob auf den Straßen oder in Geschäften, alles befindet sich im Wandel. Dabei sind wir auch neue Wege gegangen, die natürlich nicht wirklich neu waren, sondern eigentlich alt. Es tat gut, sich treiben zu lassen und einen Ausklang in der Zentralbibliothek zu finden, in der wir reichlich Medien ausgeliehen haben.

Der Sonntag hingegen stand dann ganz im Zeichen der Entspannung. Wir haben am Vormittag das Wildgehege besucht und uns zu Hause ein Mittagessen schmecken lassen. Der Mann und ich wollten am Nachmittag gerne noch mal raus, auf den Spielplatz oder ein Eis essen, aber das Kind legte doch tatsächlich Veto ein.

Wir hatten es gut und dafür bin ich tatsächlich sehr dankbar!

xoxo
Christine

Und so sah es also aus, unser Wochendende:

Ich mag den Blick auf den Fleet und die alten Häuser. Es seiht fast aus, wie ein Schloss.
Als Kind fand ich die Brücken zwischen zwei Häusern unglaublich toll. Sie sind auch wirklich praktisch, weil man selbst bei schlechtem Wetter trocken ins nächste Gebäude kommt. Aber irgendwie auch ziemlich hässlich. Außerdem würde ich jetzt gerne wissen, wie häufig die Brücke im Jahr frequentiert worden ist.
„Lost cats find new ways“. Na denn man tau!
Och, gegen eine Auster hätte ich jetzt nichts. Aber leider hat das Geschäft geschlossen.
Litfaßsäulen – so und nicht anders müssen sie aussehen.
Ein Blick auf die Innenalster.
BUS
Die Zentralbibliothek hat ein wirklich schönes Makeover erhalten.
Abendessen für das Kind und den Mann.
Abendessen – selbstgemachte Ofenpommes mit einem selbstgemachten Cashew-Knoblauch-Dip. Sehr lecker!
Da spielt eindeutig ein Elefant Pilz-Fußball in meinem Kaffee.
Wir drehen am Sonntagvormittag eine Runde im Klövensteen, einem Wildgehege und Naherholungsgebiet im Hamburger Westen. Ein paar der Tiere zeigen sich immerhin, wie zum Beispiel der Nerz. Das Kind ruft immer wieder „Ohhh wie süüüüß!“.
Mittagessen – das Kind erklärt mir, dass es leider keine Erbsen mag, dafür aber Dill.
Sonntagsbad
frischer Melonensaft

Meine Woche in Bildern – KW 28/2020

So sah sie aus, unsere letzte Woche. Sie hatte Höhen und definitiv auch Tiefen. Bei einem Kollegen des Mannes bestand Verdacht auf Corona.

Da die beiden Anfang der Woche gemeinsam einen gesamten Tag an einem Projekt gearbeitet haben, waren wir ein wenig angespannt. Wir haben uns vorsorglich in Quarantäne begeben, was mich spätestens dann zur Weißglut trieb, als ich hörte, dass Frau und Kind des Kollegen weiterhin zur Arbeit und in die Ferienbetreuung gehen würden. Vielleicht haben wir übertrieben gehandelt, aber was wäre denn nun gewesen, wenn der Kollege wirklich an Corona erkrankt worden wäre und seine Familie angesteckt hätte? Wir haben also letzte Woche mit Spannung die Testergebnisse erwartet und waren sehr erleichtert, dass der Test negativ ausgefallen ist.

Wettertechnisch zeigte sich der Juli, wie es sich für Hamburg gehört, ein wenig verregnet. Am Montag wechselte das Wetter gefühlt im 15 Minuten Takt von Regen zu Sonne und wieder zurück. Was soll ich sagen? Ich habe es geliebt!

Das Kind und ich haben einen Abstecher nach Wedel gemacht, einem Nachbarort von Hamburg. Die Stadt liegt ebenfalls an der Elbe, zeigt aber leider eine sehr verbaute und hässliche Fassade Rund um den Hafen auf. Wenn ich an all die schönen Küstenorte denke, frage ich mich, was hier eigentlich schief gelaufen ist. Dafür haben wir Dank des Regentages einen ganz verlassen Strand gefunden, an dem niemand war. Es war wie im Paradies, ja einer anderen Welt. Manchmal muss man eben nur den Blickwinkel ein wenig ändern und alles wird gut.

Und sonst so? Seht selbst!

Nach dem starken Regenguss folgte kurze Zeit später ein weiterer.
wären die Blätter nicht so grün, könnte es auch ein Herbsttag sein
so schöne Schriften
Das neue Leuchtfeuer wird aufgebaut.
Normalerweise kann man entlang der Büsche einen Steinweg entlang schlendern. Allerdings hat der Sturm die Elbe über die Ufer steigen lassen. Dabei wäre eigentlich Ebbe gewesen!
Ich mag die Farbkombination von gelb, grün und graublau.
Drama
Das Leuchtfeuer erreicht man heute nicht trockenen Fußes.
Heute keine Pause auf der Bank.
Quinoa-Stremellachs-Bowl
Nur Feiglinge fahren SUV.
Eine Runde Domino im Einsatz.
Ein neuer Blumenladen hat eröffnet. Leider hält sich auf der Ecke kein Geschäft lange. Dabei sind die Auslagen immer sehr schön, aber irgendwie auch teuer.
Manchmal hilft nur noch Eiscreme im Auto.
Die Szene erinnert mich an die 1980er Jahre.
Wo geht’s denn hier zum Strand?
Wir hatten so auf eine Flaschenpost gehofft.
Das Kind liest Fährten im Sand.
Auch in Wedel gibt es ein kleines Stonehenge.
„Guck mal Mama, da ist mein Buchstabe“. Und zack landete der Kronenkorken in der Jackentasche.
Ein wenig erinnert mich die Bebauung an Südostasien. Hallo Kurzurlaub!
Ob das Flaschenlaufen wohl niemals aus der Mode kommen wird?
Palmenliebe

Habt es schön,
xoxo
Christine

Sommerurlaub in Dänemark

Können fünf Tage Dänemark entspannend und erholsam sein? Oh ja und wie! Erst recht, wenn man einen skandinavischen Bilderbuchsommer genießen kann. Knallblauer Himmel, weiße, lange und breite Sandstrände und der Geruch nach Sommer sind für mich der Inbegriff von Urlaub. 

wie im Bilderbuch
love love love

Nach den langen #wirbleibenzuHause Wochen, war es schön, endlich wieder etwas anderes zu sehen, außer unseren und angrenzende Stadtteile. So sehr ich Hamburg liebe, so gerne erkunde ich auch Neues. Ich mag die Abwechslung, das Abenteuer, dass irgendwo auf einen lauert. Dabei muss ein Abendteuer für mich weder gefährlich noch unglaublich spektakulär sein. Mit einem Grizzlybären gemeinsam die Fische aus einem Gebirgsbach zu angeln, halte ich beispielsweise für eine ziemlich bekloppte Idee. Ebenso ungern stehe ich am Rand einer steil abfallenden Klippe oder springe aus Flugzeugen. 

Einmal am Tag mussten wir beim Pferd vorbei schauen. Darf ich vorstellen? Yakari auf Kleiner Donner! Nennt mich bitte ab sofort Regenbogen.
Die Dänen sind so stylisch. Selbst auf der Straße haben sie eine Wimpelkette. Das erinnert mich daran, endlich mal eine für Haylee zu kaufen oder nähen zu lassen.

Mir reichen die kleinen Dinge im Leben. Zum Beispiel den kleinen Geheimweg im Garten zu entdecken, der sich als eine geniale Abkürzung ins Dorf herausstellte. Oder aber die erfolglose Suche nach dem abgestürzten Flugzeug, das beim Fliegen immer so nervtötende Geräusche von sich gegeben hat. Nach toller wäre es natürlich gewesen, wenn wir das Flugzeug gefunden hätten, aber leider wurde auf den Einbau einer Blackbox oder eines einfachen Peilsenders verzichtet. 

unser Haus – wenn es eine Schaukel oder eine Sandkiste gegeben hätte, wäre es perfekt gewesen.

Der Mann und das Kind haben in einem Ramschladen in Blåvand ein kleines Modellflugzeug erstanden. Ich hielt es zunächst für einen harmlosen Styroporflieger, den man mit wenigen Handgriffen zusammenstecken muss. Aber das war gestern! Schließlich flogen die Dinger nie sonderlich gut und verdarben den meisten Kindern innerhalb kürzester Zeit den Spaß, sodass auch die Hersteller über eine Weiterentwicklung nachgedacht haben und diese umgesetzten. Man kann den Flieger via USB-Kabel mit Strom aufladen, wodurch er nicht nur ausgezeichnet fliegt, sondern gleichzeitig auch noch ein Geräusch von sich gibt, das wie ein Feuermelder klingt. Jedes Mal, wenn das Teil abhob, hörte man schrille Töne vom Himmel.

Geheimweg – durch die Büsche führte ein kleiner Pfad über ein winziges Bächlein.

Die zwei fanden es total lustig mit dem Ding zu spielen, bis sie es dann so hoch in den Himmel geschossen haben, dass es über die Bäume hinweg flog und irgendwo im Graben oder bei den Nachbarn im Garten gelandet ist. Ich war beim Absturz nicht dabei, weshalb ich die genaue Absturzstelle nicht lokalisieren konnte (lies: sonst hätten wir es selbstverständlich gefunden). 

so unscharf, aber ich liebe dieses Bild abgöttisch

Tatsächlich war dies der Urlaub, in dem wir so gut wie nichts unternommen haben. Es ist nicht so, dass wir ansonsten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen oder uns sportlich dermaßen verausgaben, dass wir abends todmüde ins Bett fallen. 

Ich bin und bleibe ein Nordseekind.
beach girl

Wir lassen uns sehr gerne treiben und bewegen uns in Städten ohne einen Masterplan vor. Hier ein Café, da ein Spielplatz, dort eine Sehenswürdigkeit. Ich würde Blåvand jetzt nicht als schillernde Metropole bezeichnen. Dementsprechend fallen die Listen der Sehenswürdigkeiten, als auch die der gastronomischen Hotspots kurz aus. Genau das war es aber, was uns diesen Urlaub so unglaublich gut getanen hat. Einfach mal nichts tun. 

Dünen

Bei unseren Ausflügen an den Strand haben wir die Weite und die Ruhe genossen. Während das Kind fröhlich in der Nordsee plantschte, habe ich nach „Elsa“-Muscheln gesucht. In Wirklichkeit heißen die Muscheln Wellhornschnecken. Wir haben sie jedoch nach der Eiskönigin Elsa benannt, da die Behausung an das Schloss von Elsa erinnert. 

Eine Geburtstagstorte mit Elsa Muscheln.

Da wir mit unserem Haus, das erst dieses Jahr erbaut wurde, einen Volltreffer gelandet hatten, wären wir tatsächlich noch gerne länger geblieben. Leider ist es jedoch für die nächsten Monate ausgebucht. Und tatsächlich fiel uns der Abschied dann ein kleines wenig leichter, als wir am Samstag die Horden von Urlaubern in das beschauliche Blåvand einfallen sahen.

Habt es schön
xoxo
Christine

P.S. Und hier noch ein paar Fotos für alle Fotojunkies unter Euch.

ein verregneter Freitag
Ich mag SPAR ja sehr gerne und finde es immer noch schade, dass es von Edeka auf dem deutschen Markt verdrängt worden ist.
Hey Mister Jones!
soooo glücklich
Okay, es muss ja Menschen geben, die sich diese Vögel in den Garten stellen. Mir bereiten sie Albträume und ich frage mich, ob sie wohl als Vogelscheuchen eingesetzt werden.
man kann auch ohne Sandkiste oder Schaukel Spaß im Garten haben. Wir haben einfach mit Wasser geplantscht und Haylee war unendlich glücklich. Sie hat sich sehr lange selbst beschäftigt.
Frühstück – es gab Pancakes und das ganz ohne Waage.
Seht Ihr die zerbrochenen Scheiben?
Herrlich leer war es in Blåvand während der ersten Woche der Grenzöffnung zu Deutschland.
Die Strandmatten gab es bereits in meiner Kindheit und ich fand sie immer sehr unbequem.
Mit Streuseln – warum es ausgerechnet in Dänemark keine schickeren Eisbecher gibt, ist mir wirklich ein Rätsel. Die haben es sonst doch so drauf mit Design.
Genau das gleiche Bild habe ich vor gut einem Jahr aufgenommen. Ich habe beschlossen, dass ich die Kirche jetzt jedes Mal fotografieren werde, wenn wir nach Blåvand fahren.
In den Dünen von Henne Strand haben wir nach Seehunden am Strand Ausschau gehalten.
Schneckenhausen – was man nicht sieht, dass hier mindestens zwanzig Schnecken entlang gekrochen sind und Haylee sie alle mitnehmen wollte. Leider zermatscht sie immer die Behausungen.
Tapas & Wein – in Blåvand gibt es jetzt eine wirklich süße Weinbar. Es ist allerdings auch gleichzeitig ein wenig schade, da hier vorher ein super schöner Trödelladen war (glauben wir zumindest). Zum Abschluss des Urlaubs haben wir uns eine Tapes-Platte bestellt (es war die große, nur falls jemand fragt) und ein Glas Wein getrunken.
No cash! Für den durchschnittlichen Deutschen, der ja gerne alles in bar zahlt, muss das Leben in Dänemark in den letzten Wochen (gut, ich weiß nicht wie lange die Schilder da genau hängen), der Albtraum gewesen sein. Ich mag ja Kartenzahlung, da mich das Wechselgeld (Scheine ausgenommen), immer nervt.
love you
„Spielen wie Falsche leer“, kam mir in den Sinn. Hierbei handelt es sich um die Wegmarkierung zum Pfandautomaten.
on the way to Barcelona
Schnell noch ein Foto im Regen gemacht, bevor das Kind das Eis essen durfte. Dann war es auch noch schief und krumm. Eigentlich hätte ich noch eines kaufen müssen. Und einen anderen Hintergrund hätte ich mir auch gewünscht. Muss ich wohl noch mal hinfahren.