Der Eisbär bekommt Besuch und die orientalische Reispfanne – fünf Freitagslieblinge am 19. Januar 2018

Freitag, endlich! Die Woche zog sich, Verabredungen wurden entweder abgesagt, weil auf einmal ein anderer Termin im Kalender stand oder aber die Freunde krank waren. Wir haben es uns daraufhin zu Hause gemütlich gemacht und sind nur hin und wieder vor die Tür gegangen. Ich bin jeden Morgen aufgewacht und dachte, es sei Freitag. Ein scheußlicher Gedanke, denn dann zieht sich die Woche gleich noch viel mehr.

 

Wettertechnisch war die Woche ja wohl auch ein Reinfall. Das Orkantief Friederike zog über Deutschland hinweg und ließ in Hamburg statt Sturmschäden Schnee zurück. Das ist in unserer Hansestadt immer problematisch. Denn auch wenn rein theoretisch Winter ist und damit der Fall von Schnee und vereisten Gehwegen als auch Straßen in unseren Breitengraden nicht ganz ungewöhnlich ist, sind viele auf einmal vollkommen überrascht. Haylee und ich waren gestern kurz mit dem Kinderwagen draußen. Für einen Weg, den wir normalerweise in 10-15 Minuten zurücklegen, benötigen wir knapp eine dreiviertel Stunde. Geräumt war auf den Gehwegen fast gar nicht und auch auf den Straßen sah es nicht besser aus. Ich blieb ständig mit dem Kinderwagen im Schnee stecken und  das Baby schimpfte, weil es die Idee von Frischluft generell absurd fand. So gab es gestern Abend auch nicht wie geplant Fisch, da mir der Weg zum Fischmann einfach zu weit war, sondern ein ausgesprochen leckeres vegetarisches Abendessen aus den Vorräten. Quasi eine orientalische Reispfanne mit Schafskäse aus dem Ofen. Überhaupt habe ich diese Woche recht häufig aus Vorräten gekocht, da ich keine Lust zum Einkaufen hatte. Aber immerhin kocht jetzt auf dem Herd die Brühe für eine Phở, einer vietnamesischen Nudelsuppe mit Rindfleisch.

 

Auch diese Woche habe ich selbst nichts gelesen, dafür aber gemeinsam mit Haylee ihr Holzbilderbuch angeschaut. Ich habe mir zu jedem Bild ein bis zwei Sätze ausgedacht, die ich jedes Mal wieder aufsage. Haylee kreischt vor Begeisterung und auch mir bringt es tatsächlich Spaß, was ich niemals gedacht hätte. Ich habe das Buch zufällig im Dezember im Supermarkt entdeckt und mitgenommen, da es reduziert war. Da Haylee Stoffbücher doof findet und mit Papp- und Papierbüchern anderes im Sinn hat, hielt ich ein Holzbuch für eine gute Idee. Tatsächlich kann sie es umblättern und erfreut sich an den bunten Bildern. Ein Titel oder Verlag hat das Buch nicht. Daher kann ich allen Interessierten nur empfehlen, irgendein Holzbilderbuch zu kaufen. Ich glaube, dass es recht viele auf dem Markt gibt.

Mein Lieblingsmoment mit Kind war daher auch das Lesen im Holzbuch. „Der Elefant, der Löwe und die Giraffe besuchen den Eisbären am Nordpol. Die besten Freunde des Eisbären sind die Pinguine. Sie leben am Südpol.“ Ich finde die Auswahl der Tiere zwar etwas merkwürdig, aber offensichtlich stehen Giraffen und Elefanten besonders hoch im Kurs bei Babys und Kleinkindern. Anders kann ich mir nicht erklären, warum diese Tiere nicht nur in der Literatur, sondern auch in unterschiedlichsten Formen auftauchen, wie z. B. auf der Wickelunterlage, das Beißring, Stofftier, auf der Trinkflasche oder dem Body.

Mir fällt es schwer, den Lieblingsmoment nur für mich auszumachen. Kinderlos war ich nur, wenn das Baby schlief. Die Zeit habe ich fürs Wäschewaschen, kochen, backen, surfen, Mails beantworten und aufräumen genutzt. Klingt zwar nicht spannend, aber ich habe es dennoch genossen. Man kann auch schlecht jede Woche im Spa abhängen, abends unterwegs sein oder einen Töpferkurs besuchen. Letzteres würde mir übrigens niemals in den Sinn kommen, da mir das Töpfern während der Schulzeit gereicht hat. Daher steht dieses Flatlay als Symbolbild für meine Mittagspause. Die Petit Four waren übrigens, bis auf Vollmilch sehr lecker.

Mein Lieblingsessen der Woche war die bereits oben genannte orientalische Reispfanne. Heute Mittag gab es die Reste. Da ich keinen Schafkäse mehr hatte, habe ich mir ein Spiegelei gebraten. Sehr, sehr lecker! Vielleicht schreib ich Euch das Rezept mal auf, da das Essen wirklich sehr schnell gemacht ist und keine zwanzig Minuten dauert.

Die Inspiration der Woche gab es dieses Mal bei Jette von Supermom. Sie schreibt in ihrem Artikel über ihren Blogfrust, den sie zurzeit verspürt. Dabei geht es u. a. auch um Firmen, die nur wenig Honorar zahlen wollen (wenn sie überhaupt an einer Kooperation interessiert sind), weil der Instagram Account von Jette zu klein sei. Solche Firmen leben in meinen Augen hinterm Mond, denn was nützt es, wenn ein Account nur gekaufte Follower hat, die der Inhalt der Beiträge nicht interessiert und daher auch niemals das Produkt erwerben werden. Der Artikel ist sehr lesenswert und spiegelt auch meine Gedanken als Leser wieder. Denn es ist so, dass ich von zahlreichen deutschsprachigen Blogs und Instagram Accounts inzwischen auch sehr müde bin. Accounts, die ständig nur Produkte bewerben, langweilen mich.

 

Habt ein tolles Wochenende,
xoxo
Christine

P.S. Mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Fernsehen, Avocadotoast und stylische Senioren – fünf Freitagsliebling am 12. Januar 2018

Freitag, die Woche ist vorbei und ich freue mich auf ein faules Wochenende. Endlich mal keine Termine, zu denen wir hetzen müssen. Mir steckt Weihnachten immer noch in den Knochen, obwohl es ja nun schon länger her ist. Es war weder erholsam noch entspannend und entsprach somit auch in keiner Weise meinen Erwartungen und Vorstellungen. Auch wenn ich mitunter recht unternehmenslustig bin und die fehlenden Ausflüge zurzeit Dank Haylees Anti-Autofahr-Lust vermisse, ist für mich Weihnachten ein Fest der Ruhe, dass man gerne mal im Pyjama verbringen kann.

Da der Mann zu meinem Leidwesen zumindest nächsten Sonntag unterwegs ist, freue ich mich umso mehr, dass wir dieses Wochenende endlich mal für uns Zeit haben und nur das machen, wozu wir wirklich Lust haben.

Wenn ich auf die Woche zurückblicke, habe ich gemischte Gefühle. Es gab einige Dinge, die nicht so rund liefen.

  • Am Montag wollte ich eigentlich die Sonne mit dem Baby genießen, aber Haylee gefiel es draußen überhaupt nicht gut. Entsprechend lautstark teilte sie ihren Missmut darüber, an der Elbe entlang zu spazieren, im Kinderwagen mit.
  • Der Mann und ich lagen die ersten Nächte dieser Woche wach im Bett. Haylee hatte alle zwei Stunden Hunger oder Durst und wühlte sich durchs Bett. In den frühen Morgenstunden kreischte sie dann quietschvergnügt im Bett vor sich her. Arrrggghh! Lieber Hersteller der Beauty Industrie: eure Produkte taugen alle nichts. Die absolute Übermüdung lässt sich einfach nicht kaschieren. Gerne stehe ich für Testzwecke zur Verfügung.
  • Mein Blog! Eigentlich hatte ich mich vorgenommen, einen neuen Life Latley Beitrag zu schreiben, aber tatsächlich harperte es an der Technik. Mein Handy ist voller Fotos, die ich aber momentan nicht auf den Rechner übertragen kann. Sobald ich das Synchronisationsprogramm starte, dass bisher immer einwandfrei funktionierte, bricht aus unerfindlichen Gründen die Internetverbindung weg (zur Erklärung: die Synchronisation erfolgt via WLAN). Einzelne Fotos schicke ich mir jetzt selbst per E-Mail zu, aber das ist doch recht kompliziert und keine dauerhafte Lösung. Jetzt habe ich das Übertragen der Fotos vorläufig erst mal eingestellt. Damit gibt es momentan nur Beiträge mit Fotos, die ich mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht habe.
  • Paketzustellung! Muuuuaaaahhhhh, ich habe den ganzen Mittwoch auf ein Paket gewartet und am späten Nachmittag dann die Nachricht erhalten, dass ich nicht auffindbar sei, da der DHL Mann mich nicht gefunden hat. Hahahaha! Er bringt recht häufig Pakete und sollte inzwischen eigentlich wissen, wo ich wohne. Leider hatte sich von der Klingel das Namensschild gelöst. So war nur noch der Name des Mannes angeschlagen. Das genau neben der Klingel der Briefkasten hängt, an dem unserer beider Namen stehen, hat den DHL Boten dann nicht beeindruckt. Nun ja, zum Glück war es keine wichtige Lieferung, aber geärgert habe ich mich für einen Augenblick schon.

Doch was sind die Freitagslieblinge, ohne einen Rückblick auf die schönen Dinge des Lebens.

Lieblingsessen

Mein Lieblingsessen der Woche ist weiterhin Baguette mit Avocado und Ei. Es ist so ein simples Essen und lässt sich schnell zubereiten, schmeckt mir aber hervorragend gut. So kann ich den Mittagsschlaf des Babys in vollen Zügen genießen, ohne lange in der Küche zu stehen.

Lieblingsbuch

Ich lese momentan nicht, da ich dazu einfach keine Lust habe. Das einzige, was ich mir gerne anschaue, sind Bilderbücher oder Comics. Ganz famos ist das Hamburg ABC von Karin Lindeskov aus dem Junius Junior Verlag. Ich liebe das Bilderbuch über alles. Zu jedem Buchstaben wird ein Tier mit einem Gegenstand oder einem Stadtteil / speziellen Ort in Hamburg vorgestellt. Die Zeichnungen dazu sind perfekt. Elefant am Elbstrand, Hasen in der Hochbahn oder Jaguar am Jungfernstieg, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Eigentlich gehört das Buch ja Haylee, aber die beißt da nur wie bekloppt rein oder wedelt so lange mit dem Ding in der Luft herum, bis es sich auflöst. Daher lese ich es also. Außerdem seht Ihr auf dem Bild den wohl schönsten Familienplaner mit der passenden Postkarte, den ich bei Annette von Blick7 gewonnen haben. Yeah!

Lieblingsmoment mit Kind

Ich würde ja wünschen, dass es der Ausflug an den Elbstrand ist, da das Wetter so schön war. Aber es wäre gelogen. Daher ist mein Lieblingsmoment mit Kind diese Woche die Babygruppe. Anfangs fühlte ich mich in der Gruppe nicht wirklich wohl und hatte ernsthaft überlegt, einfach nicht mehr dorthin zu gehen, aber inzwischen habe ich den Kurs ganz liebgewonnen. Haylee freut sich mit anderen Kindern zu spielen, wobei sie natürlich nicht wirklich miteinander spielen. Diese Woche kam ganz spontan der NDR vorbei und wollte gerne für die lokale Abendsendung die Babys filmen. Ich denke, dass wir Mamas ungefähr folgendes dachten „Das Fernsehen! Heute! Ausgerechnet heute habe ich mich nicht zurecht gemacht, meine Augenringe sind tief und überhaupt, wie sehe ich eigentlich aus?“. In dem Raum war es brütend heiß, damit die Babys, nur mit Windeln bekleidet, ausgelassen spielen konnten. Babys lieben es nämlich, nackt zu sein (ja, ich weiß, alle Eltern wissen das, aber vielleicht gibt es hier einen Leser, der sich wundert, warum wir unseren Kindern keine Kleidung anziehen). Entsprechend stark schwitzend saßen wir Mamis am Spielrand und unterhielten uns mit knallroten Köpfen. Dennoch war es ein schöner Vormittag, da Haylee sich wohlfühlte und uns die eine Mama von ihrem Florida Urlaub erzählte. Den Beitrag könnt Ihr Euch übrigens hier ansehen. Da ich in der Babygruppe nicht fotografiere, gibt es ein Platzhalterbild. Es zeigt Haylee, passend zum Thema, beim Fernsehen. Im Programm, 30° C Buntwäsche. Wie man sieht, gefällt es ihr ausgesprochen gut.

Lieblingsmoment alleine

Ich war die Woche gleich zweimal alleine. Das kommt mir unglaublich viel vor. Gestern war ich beim Yoga, aber da ich die Stunde häufig als Lieblingsmoment nenne, wähle ich dieses Mal den Krankenhausbesuch. Meine Freundin lag dort nämlich mit ihrem kleinen Sohn, wobei das nicht ganz korrekt ist. Ihr Sohn ist Ende November viel zu früh zur Welt gekommen und musste daher erst einmal im Krankenhaus bleiben. Nachdem er die ersten Wochen ganz behütet im Perinatalzentrum lag, wurde er Silvester ins Kinderkrankenhaus verlegt. Kein schöner Ort, da es dort wesentlich lauter und ungemütlicher zugeht. Ich weiß, dass es uns in Deutschland dennoch gut geht und wir dankbar für die medizinische Versorgung und die Räumlichkeiten sein dürfen, doch im Vergleich zum Perinatalzentrum, liegen hier einfach Welten. Trotzdem war es schön, meine Freundin und den kleinen Bub zu sehen, an dem alles dran ist und der ganz zauberhaft aussieht. Er hat die Mama ausgeschimpft, weil sie ihm zu langsam beim Windeln war und er doch unbedingt was Essen wollte. Ja ja, als Baby hat man es schwer. Meine Freundin und ich haben geklönt und das kleine Wunder in ihren Armen immer wieder stolz betrachtet.

Inspiration der Woche

Während der Woche lese ich mitunter großartige Blogbeiträge und freue mich richtig. Jedes Mal denke ich dann „Hey, den Artikel musst du unbedingt bei den Freitagslieblingen erwähnen, da er dir so gut gefallen hat.“ Kaum ist Freitag, kann ich mich an nichts mehr erinnern. Als wenn ich vor einer Mathearbeit sitzen würde, ereilt mich auf einmal ein Blackout und ich bin mir sicher, Feedly kein einziges Mal geöffnet zu haben.

Inspiration klingt in meinen Ohren immer sehr erwartungsvoll. Gut recherchierte Beiträge mit hohem Mehrwert für den Leser, tiefgründige Artikel, ach was weiß ich. Da das ja zum Glück schon die meisten anderen Blogger für Euch erledigen, habe ich mich an dem Artikel von Joanna erfreut, die acht lustige Instagram Accounts vorstellt.

Mein Favorit ist Chinatown Pretty. Street Style von jungen, gutaussehenden Menschen war gestern. Stattdessen werden die Senioren Chinatowns gezeigt, die gut gelaunt die Straße entlang schreiten. Wie süß ist bitte Feng in ihrem lila Outfit und das, obwohl ich lila nicht ausstehen kann?

Mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Happy Weekend Ihr Lieben! Und denkt daran, dass zumachen, wozu Ihr wirklich Lust habt.
xoxo
Christine

P.S. Ich habe eben die Nachricht erhalten, dass meine Freundin samt Baby aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Also wenn das kein guter Start ins Wochenende ist, dann weiß ich auch nicht.

Tschüss 2017

Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch!

Arrrggghhh, ich bin immer noch ganz gefrustet. Ich habe bereits gestern einen langen Blog Artikel geschrieben, aber dann ist mir der Computer eingefroren und mir blieb nichts anders übrig, als ihn auszuschalten. Großartig! Denn das Dokument hatte ich natürlich noch nicht gespeichert. Mein Kurzzeitgedächnis bekommt die genaue Wortwohl oder gar überhaupt den Inhalt nicht mehr anständig hergestellt und so bleibt mir also nichts anderes übrig, als ganz von vorne zu beginnen.

Statt vieler Worte, halte ich es heute kurz und sage “Tschüss” zum zauberhaften 2017, das voller Freude, Leid, Übermüdung, Herausforderungen und vielem mehr steckte.

2017, Du…

… hattest immerhin ein paar sehr schöne Sonnenaufgänge im Januar für uns Gepäck

… erlaubtest uns im Februar einen kurzen Babymoon nach London

… schicktest uns bestes Wetter Ende März, um eine wunderschöne Hochzeit im kleinen Rahmen zu feiern

… hast uns das beste Geschenk unseres Lebens im April bereitet

… ließest im Mai die Kirchenglocken für die Freundin läuten

… hast uns im Juni so viel Eis essen lassen wir lange nicht

glutenfreie Fruchtschnitten

… hast den Sommer im Juli in die Pause geschickt, sodass es Fruchtsnitten ohne Ende gab (ja Mister Jones, dieses Mal habe ich es korrekt geschrieben Fruchtsnitte statt Schnitte).

… hast uns im August ein paar Ausflüge an die Elbe und den Campingplatz machen lassen, die sich wie ein Kurzurlaub anfühlten.

… hast uns im September wunderbare Zeit mit unseren Herzensmenschen geschenkt.

… schicktest uns im Oktober nach Italien, um wenigstens ein bisschen Sonne zu tanken!

… warst im November weiterhin sehr verregnet.

… und hast uns im Dezember zwar überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung kommen lassen, uns aber dennoch ein paar schöne Tage bereitet.

2018, ich bin gespannt, was Du für uns bereit hältst und wünsche uns allen, dass wir gesund bleiben, Spaß am Leben haben und die kleinen Momente genießen, statt stets auf die Großen zu warten.

Passt alle gut auf Euch auf, ich drück Euch,
xoxo
Christine

Elfenkinds Schokoladenkekse

Die Sonne wäre quasi gerade aufgegangen, aber draußen ist es wieder einmal so grau und dunkel, dass ich im Wohnzimmer das Licht auf einen Wohlfühlfaktor gedämmt und neben mir eine Kerze stehen habe.

Ich sitze am Esstisch, schaue auf das Chaos um mich herum, trinke einen Kaffee und esse einen Schokoladenkeks. Unsere Wohnung platzt aus allen Nähten. Der Esstisch ist inzwischen sicherer Ablageort für Dinge, die dem Baby nicht in die Finger kommen sollen, als auch Schreibtisch. Ach ja, und daran essen? Das machen wir eher selten. Neben mir steht das kleine mobile Laufgitter für Haylee, in dem es ihr manchmal gefällt, ein Stückchen weiter ihr Stokke (Hochstuhl), sowie ihr Gym (Spielebogen) als auch eine Gymnastikmatte. Eigentlich soll sie ja auf der Matte spielen, weil Fußboden so kalt ist, aber ratet wo sie überhaupt nicht liegt?

 

Schokoladenkekse glutenfrei

Wenn ich mir etwas zu Weihnachten wünsche, dann ist es eine größere Küche, in der wir Dinge verstauen können, ein Kinderzimmer und vielleicht auch noch ein Arbeitszimmer. Oder aber eine Ecke, wo endlich wieder mein riesiger Schreibtisch hinpasst, der momentan bei unseren lieben Freunden lagert. Realistisch betrachtet wird der Weihnachtsmann meine Wünsche nicht erfüllen. Außerdem passen die Dinge so schlecht unter den Weihnachtsbaum.

Was allerdings ausgezeichnet unter den Baum bzw. zu Weihnachten passt, sind diese Schokoladenkekse. Ich kann Kekse ja das ganze Jahr über essen und bin bei den Sorten nicht so festgefahren wie andere, die für jedes Fest einen anderen Keks oder Kuchen haben. Die Schokoladenkekse würde ich jetzt vielleicht nicht bei 40°C am Pool essen, aber ansonsten passen sie sehr gut zu einem Espresso nach einem feinen Abendessen. Oder aber in der kühlen und nassen Jahreszeit, so wie jetzt also, zu einem Morgentee oder Kaffee.

Ein paar Infos habe ich noch zu dem Rezept, welches ich bei Elfenkind gefunden habe. Die schreibe ich Euch unten zu der Zubereitung. Der wichtigste Punkt ist jedoch, die Backzeit nicht zu überschreiten. Mir ist es nämlich passiert, da ich den Wecker nicht gestellt habe – ups! Ich sage das bewusst für alle fanatischen “MEIN GOTT, DER KEKS KÖNNTE NOCH NICHT DURCHSEIN. ICH BACKE IHN LIEBER NOCH ETWAS LÄNGER. OH EIN BRIKETT!”

Die Kekse sind zwar nicht ungeniessbar, wenn sie ihre Backzeit überschritten haben, aber ehrlich gesagt sind sie nur halb so aromatisch und erinnern ein wenig an Zwieback. Es handelt sich hier aber um weiche Kekse. Wie bei vielen Keksrezepten, garen auch diese Kekse beim Auskühlen noch etwas nach.

So, nachdem ich jetzt beim Schreiben alle Kekse aufgegessen habe, brauche ich auch kein Frühstück mehr, sondern könnte mich mit der Beseitigung des Chaos befassen. Oder einfach neue Kekse backen.

Ihr Lieben, lasst es Euch gut gehen,
ich drücke Euch,
Christine

 

Elfenkinds Schokoladenkekse

Hinweise:

  • Das Originalrezept findet Ihr bei Rebecca, ich habe es etwas abgewandelt, sodass es glutenfrei ist!
  • Überschreitet die Backzeit nicht. Es sind weiche Kekse!
  • Ich habe weniger Zucker, dafür aber mehr gemahlene Mandeln verwendet und finde die Kekse immer noch sehr süß. Wer es aber lieber süßer mag, der  hüpft rüber zu Rebeccas Rezept.
  • Die Kekse sollen beim Backen aufbrechen / aufreißen. Bei mir haben sie aber keine Riße bekommen. Vielleicht liegt es am fehlenden Gluten? Ich weiß es nicht. Sie schmecken dennoch.
  • Die Kekse werden vor dem Backen in Puderzucker gewendet. Bei mir bäckt der Puderzucker ein und sie sehen nach dem Backen nicht so hübsch aus, schmecken aber ausgezeichnet. Fürs Foto habe ich die Kekse einfach Puderzucker bestäubt. Geschmacklich ist es nicht notwendig. Ich weiß nicht, was ich falsch mache. Vielleicht liegt es auch am fehlenden Gluten, dass der Puderzucker so beim Backen einzieht. Vielleicht habe ich auch zu wenig Puderzucker verwendet.
  • Ich habe ein wenig Cayenne Pfeffer verwendet, da die Chiliflocken verschwunden sind. Der Mann mag die Kekse aber lieber ohne Schärfe, auch wenn er gerne scharf isst. Ich glaube, es liegt vor allen Dingen daran, dass das menschliche Gehirn auf diese Kombination nicht vorbereitet ist und man etwas anderes erwartet. Wer ein klassisches Weihnachtsessen serviert, dem empfehle ich, die Kekse ohne Gewürze zu backen.
  • Im Originalrezept kommt nach etwas Zimt in den Teig. Ich habe zu Zimt eine sehr merkwürdige Beziehung und habe ihn deswegen weggelassen.

 

Zutaten für 12 Stück

  • 1 EL Butter /  Margarine
  • 100 gr gehackte Zartbitterschokolade
  • 1 Ei
  • 30 gr Rohrzucker (ich verwende gerne den von Nordzucker)
  • 50 gr Reismehl
  • 60 gr gemahlene Mandeln
  • 1 Messerspitze Cayenne Pfeffer (optional)
  • 1 EL Puderzucker
  1. Die Butter und die Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Gleichzeitig das Ei mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Schokoladenmischung unter Rühren hinzufügen und dann die restlichen Zutaten bis auf den Puderzucker unterheben.
  2. Den Teig 2 Stunden kalt stellen.
  3. Den Ofen auf 175 Grad (Umluft) vorheizen, den Teig zu Kugeln formen und dann in den Puderzucker drücken, so dass ein flacher Keks entsteht.
  4. Die Kekse 10-12 Minuten backen. Die Kekse müssen etwas aufgehen und aufplatzen.
  5. Auf einem Rost komplett auskühlen lassen.