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Feiertagssmoothie oder was gibt es zum Frühstück?

Happy Fathers and Ascension Day!

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Feiert eigentlich irgendwer Himmelfahrt? Damit meine ich jetzt nicht die Väter, die sich über ihre Kinder und den damit verbunden Vaterschaften erfreuen und auch keine Saufgelage (nein, nein, nein, Himmeltag ist nicht „wie viel Bier schaffe ich vor 12 zu heben ohne vorher an einer Alkoholvergiftung zu sterben), sondern die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel.

Meine Eltern haben es nie mit mir gefeiert und ich kenne auch sonst niemanden, der diesen Tag in irgendeiner Art und Weise zelebriert. Nun ja, falls also jemand unter Euch sein sollte, der an diesem Tag etwas Aufregendes macht, möge er doch bitte einen Kommentar hinterlassen.

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Der Feiertag kam übrigens recht spontan für mich. Es ist nicht so, dass ich nicht wusste, das heute frei sei. Oh nein. Aber mein Einkaufshirn schaltet sich gerne in Supermärkten aus. Mögliche Einkaufszettel (die es sehr selten gibt) werden meist nicht gelesen und die Planung für den nächsten Tag… Woher soll ich wissen, wo ich morgen bin? Vielleicht verreise ich spontan und habe dann einen Haufen Lebensmittel, die so schlecht in den Koffer passen. Also habe ich gestern nur die Sachen fürs Abendessen gekauft, dass übrigens sehr, sehr lecker war (asiatischer Lachs auf grünem, gebratenen Spargel mit Basmatireis)!

So fiel auch das Frühstück heute Morgen relativ sparsam aus! Es gab Smoothie aus den Früchten, die ich noch zur Hand hatte. Ja ja, ich weiß, „Nicht-Grüne-Smoothie“ sind so etwas von nicht angesagt. Aber hey, meiner schmeckt dafür gut und es sind auch ein paar Chia-Samen in dem Power Drink. Zu den Chia-Samen habe ich übrigens noch keine Meinung. Sie werden ja als DAS Superfood bezeichnet. Chia Samen sind Energieträger , fördern die Verdauung anderer Lebensmittel, enthalten sehr viele Nährstoffe und vieles mehr. Da ich erst zwei oder dreimal Chia-Samen in meinem Smoothie hatte, kann ich jetzt noch von keiner positiven Wirkung berichten. Allerdings stelle ich auch keine Schäden fest. Mein Kopf sitzt immer noch da, wo er hingehört.

Neben den Chia-Samen (die ich als relativ geschmacksneutral empfinde), habe ich einen Teil meiner Lieblingsfrüchte vereint! Banane (darf niemals im Smoothie fehlen), Erdbeeren und Pfirsich. Um dem Ganzen sowohl einen leicht herben als auf scharfen Geschmack zu verleihen, habe ich sowohl Graphfruitsaft als auch geriebenen Ingwer in den Mixer gegeben. Die gefrorenen Mango und das Kokoswasser sorgen für die nötige Süße und Erfrischung. Auch ohne Chia-Samsen schmeckt der Smoothie wundervoll! Ihr könnt die Mengen einfach nach Lust und Laune variieren. Ich habe nur ungefähre Mengenangaben. Letztlich braucht man ja für Smoothies auch nicht wirklich ein Rezept. Nutzt es einfach als Basis und probiert aus, was Euch am besten schmeckt. Vielleicht ein paar mehr Erdbeeren, dafür weniger Mango?

Smoothie (1 von 1)

Habt noch ein tolles, hoffentlich langes Wochenende, wo auch immer Ihr gerade seid.

Smoothie

  • 1 Banane (geschält)
  • 1 Cup gefrorene Mango (es geht auch frische, gebt sonst einfach ein paar Eiswürfel hinzu)
  • 1 Pfirsich, entkernt
  • 1 Grapfruit (nur den ausgpressten Saft)
  • 1 handvoll Erdbeeren (das Grüne entfernen)
  • 1 TL geriebener Ingwer
  • 1/4 Cup Kokoswasser (erhaltet Ihr entweder im Supermarkt oder von der geschlagenen Kokossahne)
  • optional: 1-2 EL Chia-Samen

Alle Zutaten in einen Mixer geben und bei höhster Stufe zu einem Smoothie mixen. Sofort servieren und genießen!

Exotischer Reispudding mit Himbeersoße

Ich liebe Ausflüge. Ganz egal, ob mich diese in einen Park in der Stadt führen, an den Elbstrand, einen See oder ans Meer. Eines darf bei einem Ausflug niemals fehlen. Nämlich das Picknick! Natürlich kann man sich auch an irgendeiner Fisch- oder Würstchenbude Pommes, die im alten Fett frittiert worden sind gönnen, aber das hat nicht ganz so viel Flair wie ein eigenes Picknick.

Sobald ich auf Reisen gehe, brauche ich etwas zu essen. Fahre ich mit der Bahn nach Sylt, muss ich mit meinem Picknick beginnen, noch bevor wir die Stadtgrenze passiert haben. Ja, ehrlich – kein Scherz! Meine Freundin A. hat einmal für die absolut coolste Verpflegung gesorgt. Neben einem Stück Kuchen und einem hart gekochtem Ei, gab es auf unserem Weg nach Sylt Processo. Ja ja, bisschen schräge Kombination, mit dem Ei und Kuchen, aber es war lecker und hat Spaß gebracht. Jeder braucht eine A.
Falls Ihr nicht gerade übers Wochenende nach Thailand fliegt, aber dennoch ein wenig das Fernweh bei Eurem Ausflug aufkommen lassen wollt, kocht doch einfach diesen leckeren Reispudding. Kokosmilch und Himbeer-Limettensoße treffen auf klassischen Milchreis.
Nehmt Euch ein wenig Zeit für das Kochen. Ich weiß, dass man Reispudding, auch Milchreis genannt, sehr bequem oder schnell kochen kann, indem man diesen in einem eigens von Tupperware designten Behälter ziehen lassen kann. Tupperware hat einen Topf – oder sagt man Dose  – entwickelt, in dem man den einmal kurz aufgekochten Reis füllt und diesen einfach quellen lässt. Ich halte davon ehrlich gesagt sehr wenig. Natürlich ist es unglaublich praktisch, weil man ja nicht mehr rühren muss, somit der Gefahr des Anbrennes entgeht und super gestresst noch x andere Sachen auf seiner langen Liste erledigen kann. Denn bekanntlich hat man ja niemals Zeit. Aber das Ergebnis ist einfach nicht befriedigend. Und davon mal abgesehen mag ich bezweifeln, dass man keine Zeit zum Kochen und genießen hat. Es ist so wichtig, etwas gesundes zu essen, dass einem gute Laune macht und erfüllt. Derjenige, der jetzt behauptet, Reispudding sei nicht gesund, hat natürlich überhaupt gar keine Ahnung. Brecht den Kontakt zu solchen Menschen sofort ab. Sie haben sicherlich noch mehr merkwürdige Ideen in ihren Köpfchen.
Jeder sollte sich die 30 Minuten Zeit nehmen und den Reispudding auf klassische Weise kochen. Wer rührt, zaubert einen ganz, ganz cremigen Milchreis und wird von seinen Gästen geherzt und gedrückt. Denn durch das Rühren des Reis wird mehr Stärke freigesetzt, die für die cremige Konsitenz verantwortlich ist. Ich habe während des Rührens in Zeitschriften geblättert, weil mir sonst so schnell langweilig wird. Daher weiß ich übrigens auch, dass man diesen Sommer Blumenhosen trägt. Ich meine natürlich Hosen mit einem Blumenmuster. Nicht, dass irgendwer jetzt probiert, sich rasch eine Hose aus Rosen zu flechten. Autsch! Übrigens habe ich noch niemanden mit so einer Hose gesehen. Vermutlich bin ich die einzige, welche die InStyle aufmerksam gelesen hat. Alternativ kann es aber auch einfach daran liegen, dass diese Hosen unverschämt teuer und albern aussehen. Ehrlich gesagt frage ich mich, was Designer manchmal so durch den Kopf geht. Entweder sind sie immer betrunken oder sie wollen nicht alleine in so hässlichen Klamotten rum laufen.
Falls Ihr übrigens keine Zeit für einen kurzen Trip habt, genießt den Reispudding doch einfach auf Eurem Balkon, Terrasse, Garten oder im Wohnzimmer. Lauwarm schmeckt er übrigens am besten!
Ach ja, eins noch! Dieser Reispudding kommt ganz ohne Zucker aus! Nicht das Ihr denkt, ich hätte einfach nur vergessen, den Zucker mit aufzulisten. Durch die Soja- und Kokosmilch kann man tatsächlich auf Zucker verzichten. Solltet Ihr zu einer anderen Milch greifen, Kuh-, Hafer-, Haselnuss, Mandel-, Hanf- oder Reismilch (mehr Milchsorten kenne ich nicht), lasst doch auch erst einmal den Zucker weg. Ihr könnt immer noch nachsüßen!
Lasst es Euch schmecken und genießt die letzten Stunden des Sonntags!

Exotischer Reispudding
4 Portionen als Dessert

  • 100 g Risottoreis
  • 550 ml Sojamilch
  • 1 Vanilleschote
  • 60 ml Kokosmilch
  • 250 g frische Himbeeren
  • 1 Limette (den Saft)
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 1 TL Maisstärke
  • Erdbeeren zum Servieren
Himbeersoße

  1. In einem Topf die Himbeeren mit dem Limettensaft, dem Wasser und dem Zucker zum Kochen bringen. Immer wieder umrühren.
  2. Die Himbeeren mit einem Zauberstab pürieren und anschließend durch ein sehr feines Sieb passieren. Den Saft auffangen, das Himbeermus im Sieb entsorgen (oder aufessen).
  3. Den Saft mit der Maisstärke kurz aufkochen. Achtung: während der gesamten Zeit ständig rühren, bis eine Soße entsteht. Vom Herd nehmen und beseite stellen.
Reispudding
  1. Den Reis unter kalten Wasser abspülen, bis das Wasser klar ist.
  2. In einem schweren, großen Topf die Milch zum Kochen bringen. Achtung: die Milch darf nicht überkochen.
  3. Die Vanilleschote mit einem Messer aufschlitzen und das Mark auskratzen. Dieses samt Schote in die Milch geben.
  4. Sobald die Milch anfängt zu kochen, den Reis vorsichtig hinzugeben und die Hitze reduzieren. Dabei gut umrühren.
  5. Den Reis ca. bei 30 Minuten auf sehr niedriger Temperatur ziehen lassen und immer wieder umrühren, sodass er nicht am Boden ansetzt. Wenn der Reis weich und cremig ist, die Vanilleschote  aus dem Topf entnehmen.
  6. Den Topf vom Herd nehmen und die Kokosmilch einrühren.
  7. Den Reispudding in kleine Schälchen füllen, mit der Himbeersoße und Erdbeeren toppen. Am besten lauwarm genießen.

P.S. Da einige von Euch gefragt haben – nein, ich war natürlich nicht alleine auf dem Spielplatz. Mich haben die Kinder meiner Freundin V. begleitet. Ich mag doch nicht alleine rutschen. Ach, ich vergaß. Das ging ja nicht, weil ich keine 15 kg wiege und außerdem keine Seidenhose trug.