Category Archives: Freitagslieblinge

Der Sommer ist zurück – fünf Freitagslieblinge am 29. Juni 2018

Es ist Freitag und wir kommen gerade von unserem ersten Sommerfest der Kita zurück. Ich habe mich gefreut, von einigen Kindern nun endlich mal die Eltern kennenzulernen und plauderte einige Zeit mit der Mama meines Lieblingskitakindes. Ihr kleiner Sohn sieht nämlich genauso aus wie der Junge aus den Bilderbüchern von Nathalie Choux. Insbesondere im Krippenbuch ist er hervorragend getroffen.

Die Woche war schön, aber irgendwie auch anstrengend, da Haylee mit ihrer Erkältung nachts sehr unruhig schlief und gestern schließlich mit Fieber daheim bleiben musste. Immerhin schlief sie fast den gesamten Tag und kurierte sich damit etwas aus.

Dennoch hatten wir auch viele schöne Momente. Und hier sind sie, die letzten Freitagslieblinge im Juni.

Inspiration

In dem Artikel „Hauptsache, die Internet Verbindung ist stabil„, geht es um das flexible Arbeiten. Statt klassisch im Büro zu hocken, kann man bei Spengler überall auf der Welt arbeiten. Ob auf den Kanaren, in der Hängematte auf Bali, von zu Hause oder einem Coworking Space. Die Zeiten eines klassischen Bürojobs sind in meinen Augen längst überfällig. Ich selbst arbeite auch gerne von zu Hause, bin dort ungestörter und produktiver und kann nebenbei noch wirklich guten Kaffee trinken. Noch lieber sitze ich allerdings im Café, stellte aber gerade erst diese Woche wieder fest, dass sich ein Starbucks in Deutschland doch sehr von dem in Kanada oder den USA unterscheidet. Denn in den USA und Kanada ist es Gang und Gebe, aus dem Coffee Shop zu arbeiten, die Atmosphäre ist eine ganz andere. In Deutschland hingegen gehen die Menschen zum Vergnügen einen Kaffee trinken, unterhalten sich lautstark und die Kinder toben durch den Laden. Meine Freundin zum Beispiel fühlt sich in ihrem Büro nicht sehr wohl, da ihr Chef etwas durchgeknallt ist und persönliche Dinge auf dem Schreibtisch und den Wänden nicht oder nur sehr eingeschränkt erlaubt. Da wäre die Motivation, nicht im Büro, sondern von einem anderen Platz aus zu arbeiten, doch wesentlich höher.

Lieblingsmoment ohne Kind

Ich habe meinen letzten freien Tag mit meiner langjährigen Freundin für einen kurzen Spaziergang an der Elbe genutzt, während Haylee im Kindergarten war. Viel Zeit hatten wir beide nicht, aber wir genossen umso mehr den Bummel durchs Treppenviertel bis an die Elbe und setzten uns schließlich ins Strandcafé unter den Sonnenschirm. Der Himmel war so blau, der Strand weiß, es wehte ein leichter warmer Wind und für einen Augenblick wähnten wir uns im Urlaub, weit weg. Es war wunderschön!

Lieblingsmoment mit Kind

Hohoho! Da gab es einige. Das Kuscheln im Bett, das freudestrahlende Gesicht nach dem ersten Mal essen in der Kita (ha, es gab ja auch American Pancakes mit Apfelmus, da hätte ich auch gute Laune gehabt) oder aber der Mittwochnachmittag im Garten meiner Freundin. Eigentlich stand er unter keinem guten Stern, da ich Haylee einfach nicht zu einem Mittagsschlaf bewegen konnte und ihre Erkältung sie nervte. Sie schlief dann sehr viel später als geplant in meinen Armen ein und ich war froh, als ich mich aus dem Zimmer schleichen konnte, um schnell noch den Brotteig für das Abendessen anzusetzen. Mit einiger Verspätung sind wir dann zu meiner Freundin gestartet. Da für mich die Nationalhymnen eines Fußballspiels neben den Toren das Wichtigste sind, hielten wir noch kurz an der Dönerbude an und warfen einen Blick auf den Bildschirm. Ich kann es tatsächlich nicht leiden, wenn Sportler die Nationalhymne nicht mitsingen. Sorry, da bin ich ultraspießig und würde als Trainer auch sagen: „Na dann spielst Du halt nicht mit“. Ich höre mir gerne die Hymnen der Ländern an und finde es großartig, wenn Menschen aus voller Inbrunst und Stolz das Lied ihres Landes singen. Zugegebenermaßen schmettern wir Deutschen „Einigkeit und Recht und Freiheit“ nicht so daher, wie die Südamerikaner. Der gute Hoffmann von Fallersleben und Haydn, die alte Socke, übten sich da dann doch eher in Zurückhaltung. Vielleicht schickte es sich in der damaligen Zeit nicht, etwas fröhliches zu komponieren, ich weiß es nicht. Mit einer kleinen Verspätung landeten wir schließlich im Garten, wobei wir außer coolen Kindersprüchen nichts verpasst haben. Ich finde es ja immer noch schade, dass Deutschland rausgeflogen ist, weil der Mann meiner Freundin ein wirklich tolles Public-Viewing im Garten aufgebaut hat. Der riesige Fernseher stand unter einem Pavillon, davor waren mehrere Stühle aufgereiht und wir verfolgten gemeinsam mit den Nachbarn das Spiel.
Der fast vierjährige Sohn meiner Freundin haute einen Knaller nach dem nächsten raus. Zu seiner Nachbarsfreundin sagte er, als diese in die Chipstüte greifen wollte und leise wisperte „Kann ich auch Chips haben“, lautstark „Und noch ein Wort dazu, BITTE!“.
So ging es den gesamten Abend weiter. Er brachte mich nach Abpfiff des Deutschlandspiels wirklich an den Rand des Wahnsinns, als er mir erklärte, dass Deutschland morgen ganz gewiss nach dem Aufstehen weiter spielen könne. Auf meine vielseitigen Erklärungen, dass Deutschland leider zu viele Spiele verloren hätte und nun nicht mehr bei der WM dabeisein könne, erwiderte er immer „Ja, aber morgen nach dem Aufstehen, da spielen sie dann weiter“.
Zum Abendessen steuerte jeder etwas bei und so saßen wir ganz ungezwungen im lauen Sommerabend an einer großen Tafel und genossen das Leben! Etwas Besseres kann es nicht geben.

Lieblingsbuch

Und wieder stelle ich Euch ein Kinderbuch für die Kleinsten vor. Es kommt wie bereits die Vorgänger aus dem arsEdition Verlag von Nathalie Choux und heißt „Mein erstes Buch von den Spielsachen„. Haylee hat es von meiner Freundin Sandra zum Geburtstag geschenkt bekommen und liebt es sehr. Ich bin ganz begeistert, denn Haylee hat gleich von zwei Freundinnen jeweils ein Buch aus der Reihe von Nathalie Choux geschenkt bekommen, obwohl ich nie erwähnte, wie toll ich die Bücher finden würde. Das ist jetzt also unser viertes Buch von Nathalie Choux und genau wie die Themen Kinderkrippe, Fußball und Garten, sind die Illustrationen auch beim Spielzeug schlicht gehalten. Das Prinzip ist stets das Gleiche. Wenige Motive auf weißem Untergrund, dazu etwas, was das Kind hin- und herschieben kann. Haylee findet von den abgebildeten Sachen (noch) wenig davon in ihrem eigenen Zimmer wieder, während ich mein altes Kinderzimmer vor mir sehe. Denn interessanterweise erinnern mich die Illustrationen an meine eigene Kindheit aus den 80ern. Gibt es heute überhaupt noch kastenförmige Telefonapparate?

Lieblingsessen

Es gab viele Leckereien diese Woche! Ein Essen, dass es die letzten Wochen immer wieder auf unsere Teller schaffte, ist die Spinat-Blätterteig-Tarte. Sie ist einfach in der Zubereitung, fühlt sich ein wenig nach Junk-Food an (hallo Blätterteig) und ist trotzdem nicht ganz so ungesund, wie Frittiertes oder Pommes rot-weiß.

Person der Woche

Die Person der Woche ist dieses Mal der ältere Herr mit seinem dicken Bauch. Als ich vorhin in einer Baustellengegend mit Sackgassenlage einen Parkplatz suchte und gerade am Wenden war, winkte mir ein älterer Herr zu und sagte: „Mir gehört das weiße Auto dort. Fahren Sie zur Einbahnstraße, ich warte auf Sie. Das ist Ihr Parkplatz!“. Ich habe mich so gefreut und war gleichzeitig von so viel Herzlich- und Aufmerksamkeit berührt. Schließlich dauerte es doch einen Moment, bis ich einmal ganz um Pudding gefahren bin.

Mehr Freitagslieblinge findet Ihr auch diese Woche wieder bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Habt ein fantastisches Wochenende,
xoxo
Christine

Abendessen mit Freunden und ein Fußballbuch – fünf Freitagslieblinge am 22. Juni 2018

Gestern war Sommeranfang und damit kam Kälte, starker Wind und Regen nach Hamburg. Während es im Mai viele heiße Tage gab, hole ich jetzt also wieder die Regenjacke samt Schal aus dem Kleiderschrank.

Dabei hatte ich gehofft, laue Abende mit einem Glas Rosé auf dem Balkon zu verbringen. Oder endlich mal wieder in der Strandbar ein leichtes Abendessen zu mir zu nehmen.

Stattdessen hocken wir im trockenen Wohnzimmer und verfolgen die Fußball Weltmeisterschaft, die uns bisher nicht so richtig mitzieht. Meine Favoriten haben bisher entweder verloren oder unentschieden gespielt. Ich hatte es mir etwas anders vorgestellt, aber scheinbar wussten die das nicht.

Nun denn, auch wenn das Wetter nicht begeistert, ich tierische Rückenschmerzen habe und auch der Ball nicht so rund läuft, wie ich ihn gerne hätte, gab es auch diese Woche wieder einige Lieblinge.

Lieblingsbuch

Wir haben aus der arsEdition ein neues Lieblingsbuch, „Mein erstes Buch vom Fußball“ von Nathalie Choux. Da Haylee die Bücher von Nathalie Choux so gut gefallen, haben der Mann und ich beschlossen, noch weitere zu kaufen. Haylee durfte zwischen „Meine Fahrzeuge“ und „Fußball“ wählen. Da es im Fahrzeugbuch allerdings nur einen Hubschrauber, aber kein Flugzeug gab, interpretierte ich ihr Interesse für das Fußballbuch als etwas größer. Denn ganz ehrlich, was will man mit Bussen, Trucks, Autos, Baggern, Helikoptern und Motorrollern, wenn es kein Flugzeug gibt? Das Fußballbuch findet Haylee klasse. Wie auch in den anderen Büchern lassen sich Elemente hin und her schieben, sodass ein Mädchen zum Beispiel ein Tor schießt. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob Haylee eine Verbindung zwischen dem Fußballbuch und dem Spiel, welches im Fernsehen übertragen wird, herstellt, aber ehrlich gesagt ist es mir auch schnurz.

Lieblingsmoment ohne Kind

Wir befinden uns weiterhin in der Eingewöhnung der Kita, die gelinde gesagt etwas holprig läuft. Die Erzieherinnen sind entweder abwechselnd krank oder im Urlaub, sodass Haylee keine Bezugsperson findet. Glücklicherweise haben wir eine tolle Springerin, die Haylee sehr gut bei der Eingewöhnung begleitet, aber leider nicht dauerhaft in der Gruppe bleiben wird. Heute Vormittag habe ich mich mit meiner Freundin auf einen Kaffee getroffen, während Haylee im Kindergarten war. Es war schön, sich einfach ohne Unterbrechung zu unterhalten und dabei ohne schlechtes Gewissen Kuchen zu essen.

Lieblingsmoment mit Kind

Wir hatten am Montag Besuch von meiner Freundin, ihrem Mann und den beiden Söhnen. Trotz des schlechten Wetters, es goss mitunter Katzen und Hunde, haben wir auf dem überdachten Balkon die besten Würstchen der Stadt gegrillt, geplaudert, ofenfrisches Brot und Kartoffeln genascht und es uns ganz allgemein sehr gut gehen lassen. Die großen Kinder durften auf dem Boden vorm Fernseher essen, weil es Fußball gab und es so auch nicht so eng am Tisch war. Sie beschäftigten sich trotz des Altersunterschied ganz gut miteinander. I like it!

Lieblingsessen

Mein Lieblingsessen kommt noch aus dem Wochenende, was hauptsächlich daran liegt, dass es das einzige Essen war, welches ich fotografiert habe. Dennoch schmeckten das Rührei und die Smoothie Bowl zum Frühstück sehr gut. Simple, lecker und schnell gemacht. Eines der wenigen Essen, das Haylee anstandslos mitisst.

Inspiration

Unter dem Begriff Inspiration verstehe ich eigentlich etwas, dass mich berührt, begeistert oder auf positive Art und Weise bereichert. Das trifft auf das nachfolgende Video nicht zu. Es begeistert mich nicht, sondern regt mich auf. Vanessa Blumenthal, die mir bisher kein Begriff war, hat bei Instgram ein Video zu Abmahnungen geteilt. Denn momentan scheint es wohl ganz groß in Mode zu sein, möglichst viele Menschen auf Instagram ein Gerichtsverfahren an den Hals zu hängen, bei dem sie am Ende des Tages einen kleinen oder größeren Geldbetrag zahlen müssen, weil sie angebliche Werbung nicht als diese gekennzeichnet haben. Wir sind uns wohl alle einig, dass ein Unternehmen, dass mich bezahlt, damit ich deren Produkt in meinem Video bewerbe, dieses auch als Werbung kennzeichne. Allerdings hat Vanessa sehr dubiose Abmahnungen erhalten, die allesamt vor Gericht gehen oder gegangen sind. Ein Beispiel gefällig: Vanessa hat sich in ihrem Urlaub 2015 ein Eis in Miami gekauft. Dieses Eis isst sie auf der Straße und verlinkt dabei, wie es bei Instgram eben üblich, den Standort. Denn natürlich interessiert es viele, wo sie das Eis gegessen hat. Als Ortsangabe wählt sie „Hägendaaz Miami“ aus. Zack! Und siehe da, es ist angeblich Werbung! Sie nennt noch zahlreiche weitere und absolut absurde Beispiel, für die sie verklagt wurde, weil es sich angeblich nicht um korrekt gekennzeichnete Werbung hält. Um sich vor Abmahnungen zu schützen, schreibt inzwischen jeder bei Instagram wahllos das Wort Werbung in Videos und unter Fotos, damit er eben nicht verklagt werden kann. Von Verbraucherschutz kann also keine Rede mehr sein. Allen, die Aktiv auf Instagram unterwegs sind und sich wundern, warum so viele inzwischen Werbung in ihre Stories knallen, obwohl sie kein Produkt aktiv bewerben, kann ich das Video wärmstens empfehlen.

Person der Woche

Als ich Anfang der Woche auf meine Freundin und ihre Tochter in einem Café wartete, kam ich mit einer anderen Mama ins Gespräch, deren Sohn in ihren Armen schlief. Wir plauderten eine Weile über dies und das. Es war so schön und zwanglos. Am nächsten Tag traf ich sie dann zufällig im Bus wieder und wir beide freuten uns sehr. Abends im Bett überlegte ich, ob ich sie nicht aus dem Schwangerschaftsyoga kannte. Leider habe ich sie nicht ein drittes Mal getroffen, was wirklich schade ist, da sie so eine überwältigende positive Energie ausstrahlte und ich das mit dem Yoga nun doch gerne geklärt hätte.

Und Ihr so? Mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Habt ein tolles Wochenende,
xoxo
Christine

Neue Schuhe und Franzbrötchen – fünf Freitagslieblinge am 15. Juni 2018

Da ist er wieder, der Freitag. Die Fußballweltmeisterschaft ist eröffnet und noch hat mich das Fußballfieber nicht gepackt. Das lag vor allen Dingen daran, dass ich bisher kein Spiel verfolgt habe. Entweder passte es von der Uhrzeit nicht oder aber mein Herz schlug für keine der Mannschaften.

Als ich heute Morgen die Zusammenfassung der Öffnungsfeier gelesen habe, hätte ich Robbie Williams fast nicht wiedererkannt. Was um Gottes Willen hat er sich denn bei diesem Anzug gedacht?

Lieblingsmoment mit Kind

Ich habe in einem kleinen Laden super niedliche Schuhe für Haylee erstanden. Diese waren stark reduziert, sodass ich sie neben einem Body und einem Jumpsuit, der Haylee in ca. ein bis drei Jahren passen wird, in meine Tasche wanderten. Als ich nach Hause kam, packte Haylee die Tasche aus und stürzte sich sofort auf die Schuhe. Sie wusste, dass es ihre Schuhe sind, auch wenn sie leider noch ein wenig zu groß sind. Haylee war so stolz und verliebt in die kleinen Schühchen. Jetzt muss sie nur noch laufen lernen.

Mensch der Woche

Ich habe eine Busbekanntschaft gemacht. So etwas passiert einem sonst ja nur in den USA, denn man unterhält sich ja nicht mit Fremden. Ich weiß gar nicht, wie meine neue Bekanntschaft heißt, aber das ist auch nicht so wichtig. Sie ist Mama einer kleinen Tochter, arbeitet in der Innenstadt und war für ein Austauschjahr in der Nähe von Seattle. Das ist zwar inzwischen über 20 Jahre her, aber sie schwärmt immer noch davon. I like it!

Lieblingsessen der Woche

Mein Lieblingsessen der Woche war mein Franzbrötchen, dass ich mir nach langer Zeit endlich mal wieder bei Flourrebels bestellt habe. Klebrig, süß und matschig, so muss es sein. Nur blöd, dass auf einmal ein kleiner Wicht neben mir stand und einen Haps nach dem anderen einforderte. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell ich das Ding verschlungen habe.

Lieblingsmoment ohne Kind

Als Lieblingsmoment könnte ich den kurzen Shoppingtrip nennen oder das Schnacken mit der Freundin. Alles wäre naheliegender, als der Zahnarztbesuch und dennoch war es gerade der, der mir diese Woche gut tat. Knapp zwei Stunden lag ich auf dem Behandlungsstuhl und hatte vorher schreckliche Angst vor dem Termin. Man könnte jetzt meinen, dass ich total bekloppt bin, es als Lieblingsmoment zu bezeichnen, denn wirklich schön war es nicht. Nach der Zahnreinigung wurden noch die Zahnfleischtaschen gereinigt, was doch recht unangenehm ist. Dafür fühlten sich die Zähne hinterher umso schöner an und ich war stolz, den unangenehmen Termin nun überstanden zu haben.

Treppenhaus des Zahnarzt

Inspiration

Ich finde Tornados faszinierend. Eine Naturgewalt, die sich nicht bändigen lässt, die kommt und alles, was sich ihr in den Weg stellt, geradezu verschlingt. Ein Tornado kann tatsächlich auch schön aussehen, wie dieses Video zeigt. Dennoch kann ich nicht verstehen, wie jemand zum Tornadojäger wird und sein Leben für das perfekte Foto riskiert.

Mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Habt ein schönes Wochenende,
xoxo
Christine

Grießpudding, Elbstrand & ein Schwatz – fünf Freitagslieblinge am 8. Juni 2018

Es ist Freitag und Zeit für die Freitagslieblinge. Wir sind müde und erschöpft, da wir uns erst einmal an den neuen Rhythmus, den das Kitaleben mit sich bringt, gewöhnen müssen. Während die Vormittage inzwischen nur so dahin fliegen, lassen wir es nachmittags etwas ruhiger angehen, um Haylee die Chance zu geben, den Kitaalltag zu verarbeiten.

Ich kann mich gar nicht so richtig entscheiden, was mein Lieblingsessen der Woche war. Es gab nämlich so viel Gutes, wie zum Beispiel den Spargel auf italienische Art mit Lammkotelett, Thai Curry Garnelenpfanne oder die Gemüsesuppe mit gebratenen Würstchen. Selbst mein Pausenbrot mit Cashewbutter schmeckte mir so gut, dass ich es am liebsten non-stop essen würde. Oder aber der Lachs aus dem Backofen mit einem knackigen Salat. Da es heute Mittag so warm war, gab es Grießpudding mit frischen Erd- und Blaubeeren. Eindeutig ein kleiner Sommerliebling.

Das Lieblingsbuch der Woche ist erneut ein Kinderbuch. In „Mein erstes Buch vom Garten“ können die kleinen Leser erneut auf Entdeckungsreise gehen und neben Blumen, Bienen und Bäumen auch den kleinen Maulwurf im Erdhaufen finden. Mir gefällt der schlichte Stil von Nathalie Choux sehr, da die Seiten nicht mit Informationen überladen sind. Neben dem Kindergartenbuch, das ich Euch letzte Woche vorstellte, ist es momentan Haylees Lieblingsbuch. Am meisten fasziniert sie übrigens die Schaukel, wie man unschwer auf dem Foto erkennen kann.

Mein Lieblingsmoment der Woche nur für mich war das Gespräch mit den italienischen Ladenbesitzerin in einer kleinen Boutique, in der ich mir ein Kleid kaufte. Als ich mit meinem Kinderwagen und der schlafenden Haylee vor dem Laden stehen blieb, fiel mir an der Tür ein Kleid ins Auge, in das ich mich sofort verliebte. Ich hätte es wirklich gerne anprobiert, aber mit dem sperrigen Kinderwagen durch die schmale Tür, nun ja. Irgendwie hakte ich es gedanklich ab und wollte gerade weitergehen, als die Verkäuferin kam. Ganz wie die Italiener so sind, sagte sie, dass wir natürlich den Kinderwagen in den Laden tragen werden und das ich das Kleid ganz sicher anziehen könne, sie würde auf Haylee aufpassen. Dann zeigte sie mir, wie ich das Kleidchen stylen könne. Ihr Mann kam aus dem Lager hinzu und schon fingen wir an zu plaudern. Ob ich immer noch im Viertel wohnen würde. Ich verneinte und erzählte, dass wir schon längere Zeit in Blankenese leben würden, ich aber einfach nicht mit den Menschen warm werden würde. Ich berichtete von der Szene am Morgen, in der mich unsere Nachbarin durch ihre doch recht herablassende Art verletzte und wie sehr ich das alte Viertel vermissen würde. Da erzählten mir die beiden, dass sie bis 1995 einen Laden in Blankenese hatten und diesen dann aber geschlossenen haben. Die Menschen in Blankenese seien so anders, obwohl einen vielleicht maximal nur 7 km trennen würden, wären es zwei vollkommen unterschiedliche Welten. Es war ein wunderschöner Moment im Laden. Die Atmosphäre war voller Leben, Respekt und Freude. Wir scherzten und wir plauderten. Es fühlte sich an wie im Urlaub. Denn in den USA schwatze ich auch immer spätestens an der Kasse mit jemanden. Es geht nicht darum, eine tiefe Bindung aufzubauen. Es geht darum, miteinander zu kommunizieren, sich gegenseitig den Tag zu versüßen und beschwingter in der Abend zu laufen.

Mein Lieblingsmoment mit Kind war der Nachmittag an der Elbe. Ich bin gerne an fließenden Gewässern, ich glaube, ich sagte es bereits einmal. Am Donnerstag habe ich mich mit meiner Freundin und ihrem Sohn getroffen. Obwohl der Altersunterschied zwischen den Kindern mehr als acht Jahre beträgt, hatten wir alle einen schönen Nachmittag. Es gab jede Menge zu Essen, was bei einem Ausflug das Wichtigste ist, wir haben gespielt (also die Kinder), uns unterhalten und jeder Menge Schiffe und Flugzeuge hinterher geschaut.

Der Lieblingsmensch der Woche das Vorschulkind aus dem Kindergarten. Momentan begleite ich Haylee noch in den Kindergarten und saß die letzten Tage immer am Sandkasten. Da kommt man zwangsläufig mit anderen Kindern ins Gespräch. „Ey, bist Du die neue Erzieherin oder was?“, fragte mich ein Mädchen. ICh erklärte ihr, dass ich die Mama von Haylee sei und schon fing sie an, mir ein wenig über sich zu erzählen. Als wir gestern den Kindergarten verließen, fragte sie mich, ob wir denn schon gehen würde. Ich bejahte und sie sagte: „Oh wie schade!“ und schaute mich ganz traurig an. Es tat mir tatsächlich leid, da ich ihre Enttäuschung spüren und verstehen konnte. Schließlich ist es schön, wenn man jemanden zum Quatschen findet, jemand der neu ist und dem man ein wenig was erzählen kann. Immerhin stimmte es sie etwas fröhlicher, als ich ihr sagte, dass wir aber am Montag wiederkommen würden.

Die Inspiration der Woche habe ich bei Dishing Up the Dirt gefunden. Andrea bereitet sich bereits darauf vor, einen Monat lang ausschließlich Essen aus der Region (in einem Radius von 200 Meilen) zu essen. Die Challenge als solche finde ich schon spannend. Je nachdem, in welcher Region man lebt, ist sie unterschiedlich gut zu bewältigen. Andreas Chancen stehen da recht gut, schließlich lebt sie in Oregon, wo es nicht nur jede Menge Gemüse gibt, welches sie selbst mit ihrem Mann anbaut, sondern auch tolles Obst (hallo Pfirsiche) als auch Wein, Bier und Getreide. Allerdings ist es nicht die Challenge, die mich inspiriert hat, sondern die Haselnuss Kekse, die sie gebacken hat. Während sie in der Vergangenheit viel mit Mandeln experimentiert hat, griff sie jetzt zu Haselnüssen. Denn Mandeln wachsen nicht in Oregon, dafür aber Haselnüsse. Die Kekse sehen hervorragend aus und ich hätte jetzt sehr gerne einen.

Mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Habt ein schönes Wochenende,
xoxo
Christine