Category Archives: Freitagslieblinge

Picknick am Elbstrand – Freitagslieblinge am 28. Juni 2019

Es ist Freitag und ich bin froh, dass das Wochenende vor der Tür steht. Termine haben wir keine und das ist mir ehrlich gesagt auch ganz recht, denn ich bin durch den ständigen Wetterumschwung ziemlich erschöpft. Seit gestern sind die Temperaturen deutlich in den Keller gefallen, was uns allen ein wenig Luft zum Durchatmen verleiht. 

Ende letzter Woche war ich noch recht optimistisch und beschloss, dass Haylee und ich einfach unten am Elbstrand einziehen werden, aber bei über 30 Grad im Schatten war es in der prallen Sonne einfach nicht auszuhalten. So haben wir uns am heißesten Tag der Woche also im Haus verkrochen und ein wenig mit Wasser geplantscht. 

Lieblingsmoment nur für mich

Ich habe mich diese Woche zum spontanen Abendessen mit meiner Freundin am Elbstrand getroffen. Dafür habe ich nur ein paar leichte Snacks eingepackt, um den Aufwand möglichst gering gehalten. Bei der Hitze hatte ich nämlich keine Lust, lange in der Küche zu stehen und so viel Zeit hatte ich auch nicht. So griff ich quasi zu Fertigprodukten aus dem Supermarkt, die bei den warmen Temperaturen nicht sofort schlapp machen. Neben Humus gab es selbst gebackenes Baguette, einen Salat, Wassermelone und Schafskäse. Als wir den Strand verließen, sammelten wir rasch noch ein wenig Müll ein, der von anderen liegen gelassen wurde. Eine angespülte Plastikflasche verstimmte mich sehr, ebenso die leeren Kekspackungen. 

Lieblingsmoment mit Kind 

Hui, das waren einige. Anfang der Woche half mir Haylee am frühen Morgen bei der Wäsche. Während ich rasch noch etwas bügelte, sortierte sie fleißig die saubere Wäsche nach den Kategorien „Papa und Haylee“. Gestern morgen stand ich in der Küche und bereitete einen Smoothie zu. Das Kind schlief noch. Doch auf einmal hörte ich tapsige Schritte den Flur entlang eilen. Es war das erste Mal, dass Haylee alleine aus dem Bett aufstand und zu mir gelaufen kam. Oder aber heute, als ich sie in der Kita bei einem anderem Mädchen aus der Gruppe absetze und die beiden Kinder sich aufeinander freuten. Ganz sanft und mit einem Funkelen in den Augen schauten sie sich an und waren glücklich, dass sie einander haben. Der Moment war deshalb so besonders für mich, da ich Haylee bisher jeden Morgen einer Erzieherin übergeben habe. Doch heute war das gar nicht nötig. 

Lieblingsbuch

Tatsächlich habe ich in den letzten Wochen mehrere Bücher gelesen. Wer jetzt anspruchsvolle Literatur erwartet, wird nun eine Flunsch ziehen. Denn mein Buchtipp für diese Woche richtet sich ausschließlich an „Drei Fragezeichen“ Fans und Kinder ab 10 Jahren. Ich höre seit meiner Kindheit leidenschaftlich gerne die Hörspiele „Die drei Fragezeichen“. Die neuen Folgen liegen mir zwar meist nicht, da ich häufig die Stimmen der Nebensprecher (sagt man das so) nicht mag. Als ich in der Bücherei zufällig an dem neuen Band „Die Drei Fragezeichen und der dunkle Wächter“ vorbei lief, war ich neugierig. Das Buch ist nämlich bisher nicht vertont und irgendwie bekam ich Lust es zu lesen. Die ersten Kapitel fand ich etwas anstrengend und langatmig, doch dann baute sich langsam ein Spannungsbogen auf. 

Bob soll übers Wochenende zwei Katzen in einem abgelegen Haus füttern. Als er vergisst, seine Cousine vom Flughafen abzuholen und eine merkwürdige Nachricht auf der Fußmatte der Familie Jonas hinterläßt, beginnen Peter und Justus sich Sorgen zu machen. Wo steckt Bob?

Lieblingsessen der Woche

Eiscreme! Eigentlich esse ich Eis nicht so gerne, was hauptsächlich daran liegt, dass ich Milchspeiseeis quasi kaum vertrage und Sorbet nicht mag. Mal ehrlich, Sorbet ist für mich kein Eis, sondern gefrorenes Obst. Allerdings habe ich jetzt einen Eisladen gefunden, der ein ganz cremiges, nicht zu süßes Kokosnusseis verkauft. Und das in meiner Lieblingssorte Stracciatella. So haben Haylee und ich uns diese Woche also eine Kugel geteilt! 

Habt ein schönes Wochenende,
xoxo
Christine

Freitagslieblinge am 17. Mai 2019

Es ist schon Ewigkeiten her, dass ich einen „die Freitagslieblinge“ Beitrag hier geschrieben hatte. Mir gefiel das Format, positiv auf eine Woche zurück zu blicken und sich bewusst zu machen, was man Gutes erlebt hat. Aber irgendwann fiel es mir immer schwerer, die Kategorien Lieblingsmoment nur für mich, Lieblingsmoment mit Kind, Lieblingsessen, Lieblingsbuch und Inspiration der Woche zu bedienen. Insbesondere die letzten beiden Rubriken lagen mir so gar nicht. Ich bin keine Leseratte, sondern lese ausschließlich in Zyklen. Wenn mich die Leselust gepackt hat, dann verschlinge ich die Bücher innerhalb kürzester Zeit. Danach folgt dann aber irgendwann eine wochen- oder monatelange Pause. Und Inspiration? Nun ja. Ich kann nicht sagen, dass mich jede Woche irgendwer oder irgendwas zutiefst inspiriert. Im Netz auf andere Seiten zu verlinken finde ich zwar grundsätzlich nicht schlecht, sind es jedoch immer die gleichen, ist es irgendwann auch etwas eintönig.

Auch bei Anna aka Berlin Mitte Mom erschienen die Freitagslieblinge irgendwann nicht mehr. Das hatte verschiedenen Gründe, die Ihr direkt bei Anna nachlesen könnt. Ich persönlich fand das sehr schade, da ich sowohl Annas Freitagslieblinge als auch ihr Wochenende in Berlin besonders gerne las. Überhaupt mag ich den Schreibstil von Anna. Aber ich kann verstehen, dass man machmal einfach eine Pause braucht, auch wenn alle Außenstehenden das sehr bedauern und betonen, wie wohl sie sich doch auf dem Blog fühlen. Nun sind bei Anna die Freitagslieblinge jedenfalls zurück mit leicht veränderten Kategorien (geblieben sind die Bücher, Inspirationen und Essen, neu dazu gekommen sind Ziel der Woche, Lerneffekt der Woche und fragt mich was). Ich weiß noch nicht, wie gut oder schlecht ich die neuen Kategorien finde und ob ich überhaupt die Muße habe, wieder regelmäßig zu schreiben. Doch für diese Woche bin ich dabei, bunt, schön und anstrengend war sei.

Lieblingsmoment mit Kind

Ich beginne die Woche einfach mal frecherweise am Sonntag, so ganz amerikanisch. Ja ja, wenn Ihr Euch mal ein amerikanisches Kalenderformat anschaut, dann beginnt die Woche am Sonntag, auch wenn ich finde, dass es sich ein wenig merkwürdig anfühlt.

Am Sonntag war Muttertag und ich mag diesen Tag ja irgendwie, während meine Mutter ihn rigoros ablehnt. Ich finde eigentlich sämtliche „Feiertage“ toll und wenn es was Gutes zum Essen gibt, freue ich mich gleich doppelt. So romantisch wie es in Filmen immer dargestellt wird, lief es bei uns nicht ab. Ich stand am Sonntag nämlich als erste auf, sicherlich gut eine Stunde vor Mann und Kind, setzte Waffelteig an, bereitete einen Obstteller zu und wartete, dass die beiden Langschläfer endlich aus den Betten krochen. Irgendwann erschien der Mann in der Küche und machte uns Kaffee, was ich wirklich liebe. Wir haben ja seit einigen Monaten eine neue Siebträgermaschine und der Espresso schmeckt tatsächlich ganz anders als aus dem alten Gerät.

Obstmandala mit Büchern

Während ich bereits ein wenig Obst naschte, blättere ich im Reiseführer.

Nach einiger Zeit beschlossen wir, dass das Kind doch so langsam mal aufstehen müsste, da wir schließlich noch ein wenig was vom Tag haben wollte. Der Mann weckte die Püppi und ich hörte die beiden im Gästeklo tuscheln. Plötzlich schoss das Kind mit Blumen und einer Karte um die Ecke und überreichte mir beides strahlend und so unglaublich stolz! Es war ein wunderbarer Moment. Natürlich hat Haylee nicht begriffen, warum sie mir Blumen und eine Karte schenkte. Und es ging auch gar nicht um die Geschenke an sich, über die ich mich freute, wobei die Rosen wirklich sehr schön sind und die Karte mir Tränen in die Augen trieb, sondern viel mehr um die Sekunden, in denen ich in ihre leuchtenden Augen und strahlendes Gesicht blickte. Ein Foto gibt es nicht und das braucht es auch nicht.

Wir verbrachten den Tag weitestgehend draußen, schlenderten durch die leere Hamburger Innenstadt und trafen später noch ganz spontan die Großeltern auf Kaffee und Kuchen.

Lieblingsessen und Inspiration

Vieles, was diese Woche auf den Tisch kam, war einfach, recht unspektakulär und essbar, aber nicht umwerfend, so zum Beispiel Nudeln mit fertiger Tomatensoße, Spargel mit Kartoffeln und Schinken, Reis mit leicht verbrannten Würstchen aus der Pfanne oder Fischstäbchen mit Remoulade und Kartoffeln. Das mit Abstand beste Essens, das ich diese oder vielleicht sogar in den letzten Wochen überhaupt gegessen habe, ist diese Black Rice Bowl. Vielleicht verblogge ich demnächst einfach mal das Rezept, wobei es so einfach ist, dass man eigentlich gar keine Anleitung braucht. Neben schwarzen Reis habe ich noch Feldsalat, geröstete Süßkartoffel und Aubergine, etwas rote Zwiebel und Paprika beigefügt. Das klingt erst einmal ziemlich ernüchternd und langweilig. Das Geheimnis dieses Essens ist jedoch die Magical Avocado Sauce von Sprouted Kitchen. Oh mein Gott! Diese Sauce pimpt wirklich jedes Essen. Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich nicht einfach noch eine zweite Portion essen sollte, aber dann würde ich platzen.

Lernfaktor

Tatsächlich habe ich diese Woche sehr viel gelernt. Nicht nur, dass ich an einem zweitägigen Workshop teilgenommen habe, der mich teilweise fast verzweifeln ließ, nein, ich habe auch gelernt, Dinge einfach mal liegen zu lassen.

Seit Wochen nehme ich mir immer wieder vor, endlich einen Artikel für den Blog zu schreiben und sei er nur so klein. Doch meistens stand ich mir selbst im Wege. Entweder war jemand von uns krank, ich war viel zu müde oder erschöpft oder aber ich erledigte andere Dinge, denen ich eine höhere Priorität einräumte. Nämlich dem Einkaufen, Aufräumen und Putzen an meinem freien Tag. Es ist schön, wenn unsere Wohnung ein wenig sauberer und aufgeräumter ist. Es ist auch schön, wenn ich in Ruhe bügeln kann. Aber es ist nicht schön, wenn ich am Ende des Tages das Gefühl habe, nichts für mich getan zu haben. Das macht mich maulig und unausgeglichen. Ich pflaume das jammernde Kind an, habe keine Geduld und patzig.

So ähnlich habe ich heute Vormittag geschaut, als ich pro und contra abwog und mir die Frage stellte, ob ich schreiben oder doch lieber putzen sollte.

Ich muss zugeben, dass es mir ziemlich schwer fiel, das Chaos um mich herum zu ignorieren. Ein paar Dinge habe ich zwar rasch erledigt, aber eigentlich hätte ich es auch gerne schön und ordentlich. So wie bei meinen Freundinnen. Da könnt Ihr auch nachts um drei klingeln und kein Brotkrummen liegt irgendwo rum. Bei einer Freundin ist es zu Hause nicht nur äußerst sauber und ordentlich, da kann auch jederzeit Schöner Wohnen vorbei schauen und tolle Aufnahmen machen. Sie hat ein unglaubliches Händchen für Dekorationen, einen tollen Geschmack und somit Einrichtungsstil. Legt sie ein Stück Strandgut im Badezimmer auf ein Regal, sieht es einfach verdammt gut. Lege ich hingegen den gleichen Gegenstand bei uns ab, fragt mich der Mann, ob das weg kann. Das Kind zerstört eh sämtliche Arrangements. Ich fühle mich daher an manchen Tagen wirklich schlecht, dass es bei uns zu Hause nicht so schön aussieht und auch nicht so sauber ist. Aber ich möchte mich auch nicht verbiegen. Denn was nützt mir die sauberste Wohnung, wenn ich nicht glücklich bin?

unser tägliches Chaos

Daher bin ich heute einfach stolz auf mich, dass ich die Arbeit hab Arbeit sein lassen. Ich muss es jetzt nur noch schaffen, dass Chaos zu ertragen.

Ihr Lieben, ich wünsche Euch ein tolles Wochenende,
xoxo
Christine

Der Sommer ist zurück – fünf Freitagslieblinge am 29. Juni 2018

Es ist Freitag und wir kommen gerade von unserem ersten Sommerfest der Kita zurück. Ich habe mich gefreut, von einigen Kindern nun endlich mal die Eltern kennenzulernen und plauderte einige Zeit mit der Mama meines Lieblingskitakindes. Ihr kleiner Sohn sieht nämlich genauso aus wie der Junge aus den Bilderbüchern von Nathalie Choux. Insbesondere im Krippenbuch ist er hervorragend getroffen.

Die Woche war schön, aber irgendwie auch anstrengend, da Haylee mit ihrer Erkältung nachts sehr unruhig schlief und gestern schließlich mit Fieber daheim bleiben musste. Immerhin schlief sie fast den gesamten Tag und kurierte sich damit etwas aus.

Dennoch hatten wir auch viele schöne Momente. Und hier sind sie, die letzten Freitagslieblinge im Juni.

Inspiration

In dem Artikel „Hauptsache, die Internet Verbindung ist stabil„, geht es um das flexible Arbeiten. Statt klassisch im Büro zu hocken, kann man bei Spengler überall auf der Welt arbeiten. Ob auf den Kanaren, in der Hängematte auf Bali, von zu Hause oder einem Coworking Space. Die Zeiten eines klassischen Bürojobs sind in meinen Augen längst überfällig. Ich selbst arbeite auch gerne von zu Hause, bin dort ungestörter und produktiver und kann nebenbei noch wirklich guten Kaffee trinken. Noch lieber sitze ich allerdings im Café, stellte aber gerade erst diese Woche wieder fest, dass sich ein Starbucks in Deutschland doch sehr von dem in Kanada oder den USA unterscheidet. Denn in den USA und Kanada ist es Gang und Gebe, aus dem Coffee Shop zu arbeiten, die Atmosphäre ist eine ganz andere. In Deutschland hingegen gehen die Menschen zum Vergnügen einen Kaffee trinken, unterhalten sich lautstark und die Kinder toben durch den Laden. Meine Freundin zum Beispiel fühlt sich in ihrem Büro nicht sehr wohl, da ihr Chef etwas durchgeknallt ist und persönliche Dinge auf dem Schreibtisch und den Wänden nicht oder nur sehr eingeschränkt erlaubt. Da wäre die Motivation, nicht im Büro, sondern von einem anderen Platz aus zu arbeiten, doch wesentlich höher.

Lieblingsmoment ohne Kind

Ich habe meinen letzten freien Tag mit meiner langjährigen Freundin für einen kurzen Spaziergang an der Elbe genutzt, während Haylee im Kindergarten war. Viel Zeit hatten wir beide nicht, aber wir genossen umso mehr den Bummel durchs Treppenviertel bis an die Elbe und setzten uns schließlich ins Strandcafé unter den Sonnenschirm. Der Himmel war so blau, der Strand weiß, es wehte ein leichter warmer Wind und für einen Augenblick wähnten wir uns im Urlaub, weit weg. Es war wunderschön!

Lieblingsmoment mit Kind

Hohoho! Da gab es einige. Das Kuscheln im Bett, das freudestrahlende Gesicht nach dem ersten Mal essen in der Kita (ha, es gab ja auch American Pancakes mit Apfelmus, da hätte ich auch gute Laune gehabt) oder aber der Mittwochnachmittag im Garten meiner Freundin. Eigentlich stand er unter keinem guten Stern, da ich Haylee einfach nicht zu einem Mittagsschlaf bewegen konnte und ihre Erkältung sie nervte. Sie schlief dann sehr viel später als geplant in meinen Armen ein und ich war froh, als ich mich aus dem Zimmer schleichen konnte, um schnell noch den Brotteig für das Abendessen anzusetzen. Mit einiger Verspätung sind wir dann zu meiner Freundin gestartet. Da für mich die Nationalhymnen eines Fußballspiels neben den Toren das Wichtigste sind, hielten wir noch kurz an der Dönerbude an und warfen einen Blick auf den Bildschirm. Ich kann es tatsächlich nicht leiden, wenn Sportler die Nationalhymne nicht mitsingen. Sorry, da bin ich ultraspießig und würde als Trainer auch sagen: „Na dann spielst Du halt nicht mit“. Ich höre mir gerne die Hymnen der Ländern an und finde es großartig, wenn Menschen aus voller Inbrunst und Stolz das Lied ihres Landes singen. Zugegebenermaßen schmettern wir Deutschen „Einigkeit und Recht und Freiheit“ nicht so daher, wie die Südamerikaner. Der gute Hoffmann von Fallersleben und Haydn, die alte Socke, übten sich da dann doch eher in Zurückhaltung. Vielleicht schickte es sich in der damaligen Zeit nicht, etwas fröhliches zu komponieren, ich weiß es nicht. Mit einer kleinen Verspätung landeten wir schließlich im Garten, wobei wir außer coolen Kindersprüchen nichts verpasst haben. Ich finde es ja immer noch schade, dass Deutschland rausgeflogen ist, weil der Mann meiner Freundin ein wirklich tolles Public-Viewing im Garten aufgebaut hat. Der riesige Fernseher stand unter einem Pavillon, davor waren mehrere Stühle aufgereiht und wir verfolgten gemeinsam mit den Nachbarn das Spiel.
Der fast vierjährige Sohn meiner Freundin haute einen Knaller nach dem nächsten raus. Zu seiner Nachbarsfreundin sagte er, als diese in die Chipstüte greifen wollte und leise wisperte „Kann ich auch Chips haben“, lautstark „Und noch ein Wort dazu, BITTE!“.
So ging es den gesamten Abend weiter. Er brachte mich nach Abpfiff des Deutschlandspiels wirklich an den Rand des Wahnsinns, als er mir erklärte, dass Deutschland morgen ganz gewiss nach dem Aufstehen weiter spielen könne. Auf meine vielseitigen Erklärungen, dass Deutschland leider zu viele Spiele verloren hätte und nun nicht mehr bei der WM dabeisein könne, erwiderte er immer „Ja, aber morgen nach dem Aufstehen, da spielen sie dann weiter“.
Zum Abendessen steuerte jeder etwas bei und so saßen wir ganz ungezwungen im lauen Sommerabend an einer großen Tafel und genossen das Leben! Etwas Besseres kann es nicht geben.

Lieblingsbuch

Und wieder stelle ich Euch ein Kinderbuch für die Kleinsten vor. Es kommt wie bereits die Vorgänger aus dem arsEdition Verlag von Nathalie Choux und heißt „Mein erstes Buch von den Spielsachen„. Haylee hat es von meiner Freundin Sandra zum Geburtstag geschenkt bekommen und liebt es sehr. Ich bin ganz begeistert, denn Haylee hat gleich von zwei Freundinnen jeweils ein Buch aus der Reihe von Nathalie Choux geschenkt bekommen, obwohl ich nie erwähnte, wie toll ich die Bücher finden würde. Das ist jetzt also unser viertes Buch von Nathalie Choux und genau wie die Themen Kinderkrippe, Fußball und Garten, sind die Illustrationen auch beim Spielzeug schlicht gehalten. Das Prinzip ist stets das Gleiche. Wenige Motive auf weißem Untergrund, dazu etwas, was das Kind hin- und herschieben kann. Haylee findet von den abgebildeten Sachen (noch) wenig davon in ihrem eigenen Zimmer wieder, während ich mein altes Kinderzimmer vor mir sehe. Denn interessanterweise erinnern mich die Illustrationen an meine eigene Kindheit aus den 80ern. Gibt es heute überhaupt noch kastenförmige Telefonapparate?

Lieblingsessen

Es gab viele Leckereien diese Woche! Ein Essen, dass es die letzten Wochen immer wieder auf unsere Teller schaffte, ist die Spinat-Blätterteig-Tarte. Sie ist einfach in der Zubereitung, fühlt sich ein wenig nach Junk-Food an (hallo Blätterteig) und ist trotzdem nicht ganz so ungesund, wie Frittiertes oder Pommes rot-weiß.

Person der Woche

Die Person der Woche ist dieses Mal der ältere Herr mit seinem dicken Bauch. Als ich vorhin in einer Baustellengegend mit Sackgassenlage einen Parkplatz suchte und gerade am Wenden war, winkte mir ein älterer Herr zu und sagte: „Mir gehört das weiße Auto dort. Fahren Sie zur Einbahnstraße, ich warte auf Sie. Das ist Ihr Parkplatz!“. Ich habe mich so gefreut und war gleichzeitig von so viel Herzlich- und Aufmerksamkeit berührt. Schließlich dauerte es doch einen Moment, bis ich einmal ganz um Pudding gefahren bin.

Mehr Freitagslieblinge findet Ihr auch diese Woche wieder bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Habt ein fantastisches Wochenende,
xoxo
Christine

Abendessen mit Freunden und ein Fußballbuch – fünf Freitagslieblinge am 22. Juni 2018

Gestern war Sommeranfang und damit kam Kälte, starker Wind und Regen nach Hamburg. Während es im Mai viele heiße Tage gab, hole ich jetzt also wieder die Regenjacke samt Schal aus dem Kleiderschrank.

Dabei hatte ich gehofft, laue Abende mit einem Glas Rosé auf dem Balkon zu verbringen. Oder endlich mal wieder in der Strandbar ein leichtes Abendessen zu mir zu nehmen.

Stattdessen hocken wir im trockenen Wohnzimmer und verfolgen die Fußball Weltmeisterschaft, die uns bisher nicht so richtig mitzieht. Meine Favoriten haben bisher entweder verloren oder unentschieden gespielt. Ich hatte es mir etwas anders vorgestellt, aber scheinbar wussten die das nicht.

Nun denn, auch wenn das Wetter nicht begeistert, ich tierische Rückenschmerzen habe und auch der Ball nicht so rund läuft, wie ich ihn gerne hätte, gab es auch diese Woche wieder einige Lieblinge.

Lieblingsbuch

Wir haben aus der arsEdition ein neues Lieblingsbuch, „Mein erstes Buch vom Fußball“ von Nathalie Choux. Da Haylee die Bücher von Nathalie Choux so gut gefallen, haben der Mann und ich beschlossen, noch weitere zu kaufen. Haylee durfte zwischen „Meine Fahrzeuge“ und „Fußball“ wählen. Da es im Fahrzeugbuch allerdings nur einen Hubschrauber, aber kein Flugzeug gab, interpretierte ich ihr Interesse für das Fußballbuch als etwas größer. Denn ganz ehrlich, was will man mit Bussen, Trucks, Autos, Baggern, Helikoptern und Motorrollern, wenn es kein Flugzeug gibt? Das Fußballbuch findet Haylee klasse. Wie auch in den anderen Büchern lassen sich Elemente hin und her schieben, sodass ein Mädchen zum Beispiel ein Tor schießt. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob Haylee eine Verbindung zwischen dem Fußballbuch und dem Spiel, welches im Fernsehen übertragen wird, herstellt, aber ehrlich gesagt ist es mir auch schnurz.

Lieblingsmoment ohne Kind

Wir befinden uns weiterhin in der Eingewöhnung der Kita, die gelinde gesagt etwas holprig läuft. Die Erzieherinnen sind entweder abwechselnd krank oder im Urlaub, sodass Haylee keine Bezugsperson findet. Glücklicherweise haben wir eine tolle Springerin, die Haylee sehr gut bei der Eingewöhnung begleitet, aber leider nicht dauerhaft in der Gruppe bleiben wird. Heute Vormittag habe ich mich mit meiner Freundin auf einen Kaffee getroffen, während Haylee im Kindergarten war. Es war schön, sich einfach ohne Unterbrechung zu unterhalten und dabei ohne schlechtes Gewissen Kuchen zu essen.

Lieblingsmoment mit Kind

Wir hatten am Montag Besuch von meiner Freundin, ihrem Mann und den beiden Söhnen. Trotz des schlechten Wetters, es goss mitunter Katzen und Hunde, haben wir auf dem überdachten Balkon die besten Würstchen der Stadt gegrillt, geplaudert, ofenfrisches Brot und Kartoffeln genascht und es uns ganz allgemein sehr gut gehen lassen. Die großen Kinder durften auf dem Boden vorm Fernseher essen, weil es Fußball gab und es so auch nicht so eng am Tisch war. Sie beschäftigten sich trotz des Altersunterschied ganz gut miteinander. I like it!

Lieblingsessen

Mein Lieblingsessen kommt noch aus dem Wochenende, was hauptsächlich daran liegt, dass es das einzige Essen war, welches ich fotografiert habe. Dennoch schmeckten das Rührei und die Smoothie Bowl zum Frühstück sehr gut. Simple, lecker und schnell gemacht. Eines der wenigen Essen, das Haylee anstandslos mitisst.

Inspiration

Unter dem Begriff Inspiration verstehe ich eigentlich etwas, dass mich berührt, begeistert oder auf positive Art und Weise bereichert. Das trifft auf das nachfolgende Video nicht zu. Es begeistert mich nicht, sondern regt mich auf. Vanessa Blumenthal, die mir bisher kein Begriff war, hat bei Instgram ein Video zu Abmahnungen geteilt. Denn momentan scheint es wohl ganz groß in Mode zu sein, möglichst viele Menschen auf Instagram ein Gerichtsverfahren an den Hals zu hängen, bei dem sie am Ende des Tages einen kleinen oder größeren Geldbetrag zahlen müssen, weil sie angebliche Werbung nicht als diese gekennzeichnet haben. Wir sind uns wohl alle einig, dass ein Unternehmen, dass mich bezahlt, damit ich deren Produkt in meinem Video bewerbe, dieses auch als Werbung kennzeichne. Allerdings hat Vanessa sehr dubiose Abmahnungen erhalten, die allesamt vor Gericht gehen oder gegangen sind. Ein Beispiel gefällig: Vanessa hat sich in ihrem Urlaub 2015 ein Eis in Miami gekauft. Dieses Eis isst sie auf der Straße und verlinkt dabei, wie es bei Instgram eben üblich, den Standort. Denn natürlich interessiert es viele, wo sie das Eis gegessen hat. Als Ortsangabe wählt sie „Hägendaaz Miami“ aus. Zack! Und siehe da, es ist angeblich Werbung! Sie nennt noch zahlreiche weitere und absolut absurde Beispiel, für die sie verklagt wurde, weil es sich angeblich nicht um korrekt gekennzeichnete Werbung hält. Um sich vor Abmahnungen zu schützen, schreibt inzwischen jeder bei Instagram wahllos das Wort Werbung in Videos und unter Fotos, damit er eben nicht verklagt werden kann. Von Verbraucherschutz kann also keine Rede mehr sein. Allen, die Aktiv auf Instagram unterwegs sind und sich wundern, warum so viele inzwischen Werbung in ihre Stories knallen, obwohl sie kein Produkt aktiv bewerben, kann ich das Video wärmstens empfehlen.

Person der Woche

Als ich Anfang der Woche auf meine Freundin und ihre Tochter in einem Café wartete, kam ich mit einer anderen Mama ins Gespräch, deren Sohn in ihren Armen schlief. Wir plauderten eine Weile über dies und das. Es war so schön und zwanglos. Am nächsten Tag traf ich sie dann zufällig im Bus wieder und wir beide freuten uns sehr. Abends im Bett überlegte ich, ob ich sie nicht aus dem Schwangerschaftsyoga kannte. Leider habe ich sie nicht ein drittes Mal getroffen, was wirklich schade ist, da sie so eine überwältigende positive Energie ausstrahlte und ich das mit dem Yoga nun doch gerne geklärt hätte.

Und Ihr so? Mehr Freitagslieblinge findet Ihr wie immer bei Anna von Berlin Mitte Mom.

Habt ein tolles Wochenende,
xoxo
Christine