Regen, Toffifee und Tomatensoße

Good Morning friends!

Ich habe gerade auf die Wetter App geschaut und festgestellt, dass es die ganze Woche über regnen soll. So kann ich wenigstens meinen neuen Regenmantel tragen. Jaaaa, ich habe einen neunen Regenmantel. In rosa, so ganz Mädchen like. Fehlen nur noch die Gummistiefel und dann ist mein Schietwedder Outfit perfekt.

Als ich gestern den Regenmantel einen Härtetest unterzog und mit Haylee spazieren ging, blieb mein Oberkörper zwar trocken, nicht aber meine Unterarme. Langsam kroch das Wasser von den Händen die Arme entlang. Etwas suboptimal. Aber soll ich deswegen Gummihandschuhe anziehen mit denen man sonst eigentlich nur putzt? Wie sieht das denn aus!

Ich weiß nicht, ob ich schon davon berichtet habe (ich lese meine Posts selber nie und kann mir eh nur schwer merken, wem ich welche aufregende oder nicht ganz so aufregende Geschichte aus meinem Leben erzählte), aber Haylee und ich gehen jetzt regelmäßig zur Krankengymnastik. Während sie zwei wirklich tolle Physiotherapeutinnen hat, von denen eine lustigerweise die Frau eines ehemaligen Kollegen ist, der vor vielen Jahren einfach den Hut an den Nagel hängte, um die Welt zu umsegeln, habe ich mit meinem Physiotherapeuten keinen Spaß.

Babys brauchen Abwechslung, um ihre Welt zu erkunden und gleichzeitig ihre Motorik und Sinne zu stärken. Ich weiß, dass Ihr das natürlich wisst, aber ich benötige ein Intro. Nun kann man natürlich unendlich viel Spielzeug kaufen, was einen relativ schnell arm macht. Oder aber, man greift auf Dinge aus dem Alltag zurück.

Wie cool ist es bitte, wenn die Physiotherapeutin einem aufträgt, eine Packung Toffifee zu kaufen, damit das Baby mit dem goldenen Innenleben spielen kann? Schließlich blinkt es so toll, knistert und fühlt sich aufregend an. Ha, dachte ich, Jackpot! Eine Packung Toffifee ganz für mich alleine.

Aufgeregt lief ich also letzten Freitag nach Hause und sagte zu meinem Freund „Rate, was ich kaufen soll? Ich mache es vor. Es handelt sich um eine Werbung aus den 80ern.“ An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich ausschließlich Werbungen aus den 80ern und 90ern kenne und dieses Wissen immer wieder gerne teile, insbesondere mit meinem lieben Kollegen Herrn Mats. Aber der war nicht da, ansonsten hätte er es sicherlich erraten. Ich kroch also auf allen vieren durchs Wohnzimmer und hielt mir die Faust vors Auge. Klar wie Kloßbrühe, dass ich mich hierbei auf großer Expedition befand. Ratet, wer nicht wusste, was ich darstellte?

Das Kaufen der Toffifee Packung zog sich noch etwas hin, da es mir immer erst einfiel, nachdem ich den Laden verlassen hatte. Vorgestern hielt ich sie dann stolz wie Bolle endlich in den Händen und machte es mir mit einer Tasse Tee bei Starbucks gemütlich. Jaaa, ratet, was passiert ist? Der Regen hatte mich überrascht und ich hatte meinen Regenmantel nicht dabei. Dass mir das diesen Sommer immer wieder passiert, mag man kaum glauben. Fast ehrfürchtig drückte ich den ersten Toffifee heraus und steckte ihn mir in den Mund, nur um das Gesicht zu verziehen. Hallo Zuckerschock. Ich hatte die Karamellbonbons bei weitem nicht so süß in Erinnerung und war total enttäuscht. Die restlichen vierzehn Toffifees auch noch essen? Unmöglich! Also schnappte ich mir die Packung und ging zum Tresen, um die netten Mädels zu fragen, ob sie Interesse an der Packung hätten. Minus dem goldenen Gedöns, versteht sich. Die haben sich ein Loch in den Bauch gefreut und ich mich erst.

Und sonst so?

Eigentlich müssten Haylee und ich einmal die Wohnung durchsaugen, weil ich so schrecklich viele Haare verliere und nach zwei Tagen schon wieder kleine Wollmäuse in den Ecken kauern. Aber ich habe beschlossen, fünf gerade sein zu lassen, mir Haylee zu schnappen und auf dem Markt die letzten süßen Tomaten zu kaufen. Davon werde ich noch mal Tomatensoße einkochen, was ich Euch wirklich wärmsten empfehlen kann. Mehr als sechs Zutaten braucht die Soße nicht und es geht wirklich flott. Während ich bei passierten Tomaten aus dem Supermarkt immer noch Unmengen an Kräutern, einen Klacks Honig oder Ahornsirup und manchmal auch noch Tomatenmark unterrühre, braucht man jetzt nichts davon. Vorausgesetzt, Eure Tomaten sind natürlich süß genug und enthalten keine Säure.

Ich serviere die Tomatensoße momentan am liebsten mit Spagetti, Scampi und einem Klacks Pesto. Das ist so lecker und wirklich schnell gemacht. Ihr könnt natürlich auch einfach eine klassische Bolognese damit kochen oder einfach ein paar Würfel Mozzarella kurz vor dem Servieren auf die Nudeln geben. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wir machen uns jetzt auf den Weg zum Markt und treffen uns anschließend noch mit einer Freundin auf einen Kaffee.

Happy weekend Ihr Lieben,
xoxo
Christine

 

Tomatensoße

1 kg Tomaten
2 Schalotten, klein würfeln
3 Knoblauchzehen (bitte unbedingt Frische verwenden), fein hacken
2 EL Olivenöl
Meersalz zum Abschmecken
½-1 TL Cayennepfeffer

Die Tomaten in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser überbrühen. Kurz stehen lassen und anschließend die Tomaten mit einem Messer häuten. Anschließend die Tomaten halbieren und vom Strunk (das ist dieses weiße, harte Gedöns) befreien.

Einen Topf wählen, in den die Tomaten gut passen. In dem Topf das Olivenöl erhitzen und die Schalotten kurz anschwitzen lassen. Anschließend die restlichen Zutaten hinzugeben und aufkochen lassen. Die Hitze etwas reduzieren und die Tomaten für ca. 15-20 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Zwischendurch umrühren und aufpassen, dass nichts anbrennt. Die Tomaten mit einem Zauberstab pürieren. Sollte die Soße noch sehr flüssig sein, weiter köcheln lassen. Die Soße abschmecken und ggf. mehr Salz oder Pfeffer hinzufügen. Sollte die Soße zu säuerlich sein, einfach etwas Zucker, Honig oder Ahornsirup hinzufügen.

Hinweise

  • Wenn Ihr die Soße erst später essen wollt, könnt Ihr diese in Gläser mit Schraubverschluss abfüllen. Denkt daran, dass diese vorher sehr gut gereinigt sein müssen und vor dem Befüllen am besten mit kochendem Wasser ausgespült werden. Ich verwende gerne alte Barilla-Gläser, 400 ml. Ihr könnt aber auch kleinere Gläser verwenden.
  • 1 kg Tomaten ergibt eine große Portion Tomatensoße. Ich schätze, dass davon 4-6 Personen satt werden.
  • Ihr könnt die Soße auch als Basis für eine Pizza verwenden. Dann braucht Ihr natürlich nur recht wenig, den Rest solltet Ihr also in Behälter abfüllen.

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