Glutenfreie Kürbisbrötchen – oder was passiert, wenn man Erwachsen sein will

Und, wie war Euer Tag so? Meiner schwankte mehrmals täglich von super duper bis hin zu „ich erschieße gleich jemanden“.

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Super waren die frisch gebackenen glutenfreien Waffeln von Claudia, zu denen ich ganz unverhofft gekommen bin. Danke!!!

Super sind übrigens auch diese kleinen, niedlichen Kürbisbrötchen. Doof ist das nicht wirklich vorhandene Rezept. Und das liegt daran, dass ich zwar weiß, was ich getan habe, ich aber eigentlich niemanden zumuten kann, es so nach zu backen.

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Ich hatte neulich nämlich die brillante Idee, Kürbisbrötchen zu backen. Und weil ich mich für besonders vorausschauend hielt (ich wollte endlich mal nicht ganz so spontan sein, sondern wie ein Erwachsener im Voraus planend agieren), habe ich eine große Schüssel Hefeteig angesetzt. Die eine Hälfte des Teigs habe ich am Abend für Pizza verwendet.

So musste ich also nur noch am nächsten Morgen das Kürbispüree hinzugeben. Ist ja super easy peasy und so wochenendfreundlich. Leider habe ich dabei nicht bedacht, dass Kürbispüree sehr viel Wasser bzw. Feuchtigkeit enthält. Der Teig entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einer klebrig, matschigen Angelegenheit.

Glutenfreier Tag braucht grundsätzlich etwas mehr Flüssigkeit. Er geht dann besser auf und auch auf den Backvorgang wirkt sich das ganze hervorragend aus. Verwendet man zu wenig Flüssigkeit, sind die Gebäckstücke kompakt und trocken. Verwendet man allerdings zu viel Flüssigkeit, gelangt der Teig überhaupt gar nicht in den Ofen, weil er nämlich an den Händen kleben bleibt.

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Bei meinem Pizzateig gebe ich nach dem Gehvorgang immer etwas zusätzlichen Mehl hinzu, damit sich der Teig gut ausrollen lässt. Ein bisschen sind 20 g. Gut, ich muss ja nicht laut sagen, dass ich es noch nie gewogen habe. Schätzen kann ich auch nicht. Auf jeden Fall ist es nicht viel, was ich dazu schütte.

Bei den Kürbisbrötchen hatte ich dann den Anspruch, das Rezept akkurat wiederzugeben. Ich dachte ja auch, dass ich nur ein „bisschen“ Mehl hinzugeben muss.

Also habe ich mir anfangs tatsächlich noch Notizen gemacht. 10 g hinzugegeben! Nach 100 g hatte ich keine Lust mehr. Es ist auch total aufwendig, den Teig von den Fingern zu schaben, sie zu waschen, die restlichen Teigreste ins Handtuch zu schmieren, dann das Rezept anzupassen, nur um festzustellen, dass es danach immer noch zu wenig Mehl ist. Ich habe bestimmt letztlich 200 weitere Gramm dem Teig beigemengt.

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Allerdings hat sich der gesamte Aufwand und die Schweinerei gelohnt. Denn die Brötchen waren außen knusprig und innen ganz weich, genau so wie es sein soll.

Für alle Abendteurer unter Euch, habe ich das Rezept so aufgeschrieben, wie ich es gemacht habe. Ich habe absolut Verständnis, dass es niemand nach backen wird, aber als Inspirationsquelle dient es alle mal. Oder aber, Ihr wisst, wie man es definitiv nicht macht!

Ich wünsche Euch noch einen tollen Donnerstagabend!

Kürbisbrötchen

Teig (ich habe von dem Teig nur 250 g verwendet, die andere Hälfte habe ich zum Pizzabacken genutzt)

  • 500 g glutenfreies Mehl Brotmix B von Schär
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • einen ordentlichen Schuss Olivenöl (ca. 30 g)
  • 1 TL Meersalz (Achtung: kein Jodsalz, davon dürft Ihr nur wenig nehmen)
  • ca. 450 ml Wasser (lauwarm)

Alle Zutaten gut miteinander vermengen und den Teig abgedeckt an einem ruhigen, warmen Ort gehen lassen. Ich stelle den Teig immer in den leicht angewärmten Ofen (Ofen nur kurz anmachen, gleich wieder ausschalten) und stelle eine Schale kochendes Wasser hinzu. Dadurch geht der Teig noch besser auf.

Kürbisbrötchen   

  • 200 g Kürbispüree
  • 250 g glutenfreier Hefeteig (sie Rezept oben)
  • reichlich glutenfreies Mehl zum Arbeiten ca. 200 g
  • grobes Meersalz zum Bestreuen (optional)
  • Olivenöl zum Bestreichen

Den Ofen auf 200° C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Das Kürbispüree mit reichlich glutenfreiem Mehl in den Teig kneten. Den Teig in gleich große Portionen teilen (ich habe sie abgewogen, damit alle Brötchen gleichzeitig fertig werden). Die Portionen mit den Händen zu Brötchen rollen / formen, auf das Backpapier legen, mit Olivenöl bestreichen und mit leicht grobes Meersalz drauf streuen.

Die Brötchen (je nach Ofen) ca. 25-30 Minuten backen.

Auf einem Rost auskühlen lassen und lauwarm oder kalt genießen. Die Brötchen am gleichen Tag verzehren oder portionsweise einfrieren.

One comment

  1. Das sieht alles sehr lecker aus. Du solltest ein kleines Kochbuch herausbringen. Man bekommt immer gleich Hunger und möchte nur noch naschen. Freue mich immer über jeden Adventsartikel und wünsche mir vom Christkind dass das so weiter gehen mag. Lese sehr gerne deinen Blog. Immer ein toller Start in den Tag.

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