Pfirsich-Marillen-Marmelade mit frischem Laugengebäck

Guten Morgen und einen erfolgreichen Start in die neue Woche! Glaubt mir, mit dem richtigen Frühstück fängt ein Montagmorgen gleich viel besser an, auch wenn die Woche lang und stressig wird. Dabei kommt es gar nicht darauf an, wann Ihr genau frühstückt. Hauptsache Ihr genießt irgendwann ein Laugenbällchen mit oder ohne Marmelade. Oder Ihr esst nur die Marmelade. Eins von beiden wird Euch sicherlich munden.

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Die letzten Wochen waren anstrengend. Normalerweise heißt es immer, aus zwei mach eins, in diesem Fall ist es jedoch umgekehrt. Ich arbeite seit vielen Jahren in einem tollen Unternehmen in Hamburg. Es ist familiengeführt, innovativ und modern. Zwei Produktlinien wurden über die Jahre immer weiter entwickelt, die Anforderungen an die Märkte waren ganz unterschiedlich. Und so kam es, dass man sich entschied, dass Unternehmen in zwei unabhängige Betriebe aufzuteilen. Aus Unternehmersicht vielleicht ein Geniestreich, vielleicht auch nicht. Das mag ich nicht in Frage stellen oder gar be- bzw. verurteilen. Es ist nicht mein Unternehmen, nicht ich führe ein großartiges Team, sondern das machen andere.

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Die Menschen in unserem Unternehmen sind ganz unterschiedlich mit der Nachricht umgegangen. Es gab bereits Bereiche, die eindeutig der einen oder anderen Produktlinie zugeordnet waren. Für sie war diese Nachricht sicherlich leichter zu verkraften. Andere Bereiche, die sogenannten Grauen (übrigens erinnert mich dies immer an Momo und die grauen Herren) kamen mit der Nachricht vermutlich am schwierigsten klar. Die Grauen sind in den meisten Fällen die Dienstleister des Unternehmens, wie z. B. der Bereich Finanzen, HR, Einkauf oder IT. Ich arbeite in der IT und fühlte mich unglaublich benommen, als ich das erste Mal davon hörte. Denn die Teilung des Unternehmens bedeutet gleichzeitig auch die Teilung der grauen Bereiche. Mein neues Team ist viel kleiner, einen großen, sehr geliebten Teil muss ich nun also zurücklassen. Auch jetzt kommen mir schon wieder die Tränen, wenn ich ab dem 01.07.2013 nicht mehr mit meinen Jungs, die einen stets aufmuntern, mein Essen teilen kann (ich werde schrecklich dick werden, vielen Dank auch). Oder wenn ich mit den Mädels über Mode, Rezepte oder Wein klöne (oder natürlich die allerneusten Infos über Tratsch und Klatsch austausche).

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Ich komme mir vor wie ein kleines Kind, dessen Eltern sich haben scheiden lassen. Das ich nicht wählen durfte, ob ich lieber bei Mama oder Papa bleiben möchte, erleichtert mich etwas, denn wer will dem einen Elternteil schon weh tun? Aber warum müssen sich die Eltern überhaupt trennen? Es war doch alles so wunderbar schön!

Neben der Trennung gibt es in der IT natürlich viel zu tun, denn ab nächste Woche Montag laufen beide Betriebe ganz unabhängig voneinander weiter. Jedes Team hat dann seinen eigenen Internetauftritt, ERP System, Intranetauftritt, eben jedes Programm und System, dass genutzt und eingesetzt wird.

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Ich will versuchen, die letzte Woche ganz besonders intensiv zu genießen und alle noch einmal so kräftig zu drücken. Natürlich kann man sich auch nach Feierabend treffen, aber es ist eben nicht mehr das gleiche, wenn man den ganzen Tag gemeinsam verbringt und über User (wir haben einige sehr lustige) den Kopf schüttelt. Es war eine schöne Zeit, nicht nur mein eigenes, sondern das gesamte große Team war wundervoll. Ich werde Euch vermissen!

20130623-204610.jpgP.S.

Die Teilung des Unternehmens ist der Grund dafür, dass mir in den letzten Wochen einfach die Kraft und Lust fehlte, nach Feierabend noch fröhlich zu kochen, zu backen oder zu fotografieren. Ich war einfach zu müde, ausgebrannt und abgespannt und konnte kaum noch genießen. Ich wünsche mir sehr, dass die Zeiten sich wieder ändern, ich bin auf jeden Fall auf dem richtigen Weg!

Und nun genieße ich erst einmal eine süße Pfirsich-Marillen-Marmelade mit einem kleinen Laugenbällchen. Verzeiht mir meinen ausführlichen Bericht. Und für alle, denen das Wort Marillen fremd ist, so handelt es sich hierbei um Aprikosen. Das Wort Marille ist mir während meiner zahlreichen Österreichurlaube in meiner Kindheit so in Fleisch und Blut übergegangen. Außerdem tue ich mich mit der Aussprache von Aprikosen sehr schwer.

Pfirsich-Marillen-Marmelade

  • 500 g Marillen (Aprikosen) – entsteint
  • 500 g Pfirsich – entsteint
  • 1 Vanilleschote
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  1. Früchte waschen, entstielen und entsteinen. Insgesamt 1 kg abwiegen und gut zerkleinern.
  2. Früchte mit dem Gelierzucker und der Vanilleschote vermischen und 3-4 Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Die Früchte mit einem Zauberstaub pürieren (Achtung: Schote vorher entfernen).
  3. Den Fruchtbrei und die Vanilleschote unter Rühren zum Kochen bringen. Bei starker Hitze unter Rühren 3 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  4. Heiß in Gläser füllen und sofort mit Schraubdeckeln verschließen.
  5. Die Marmelade am besten 24 Stunden an einem dunkeln Ort ruhen lassen.

Da ich schon so häufig Laugenrezepte geteilt habe (glaube ich zumindest), habe ich es jetzt nicht erneut aufgeschrieben. Bei Interesse einfach melden.

Hinweis:

Ich spüle die Gläser immer mit kochendem Wasser und einem ordentlichen Schuss rum vorher aus. Wasser mit Rum ins Glas, Schraubverschluss drauf und ordentlich schütteln, Wasser abgießen. Ich bilde mir ein, dass es zum desinfizieren hilft.

Ich bin nicht geduldig und habe die Marmelade bereits nach 4 Stunden probiert. Sie war daher sehr flüssig, aber flüssige Marmelade mag ich sowieso viel lieber. Ich hasse, ich wiederhole, ich hasse feste Marmelade. Gelee wiederum mag ich. Und ich mag auch keine Stücke in meiner Marmelade haben. Meine Mama weiß das inzwischen!

11 comments

  1. Sieht sehr lecker aus, aber auf die Idee Laugengebäck mit Marmelade zu kombinieren bin ich nie gekommen. Warum weiß ich nicht. Ich mag übrigens auch am liebsten Gelee, gar nicht geht Erdbeermarmelade.
    Ich drück Dir die Daumen, dass es Dir im neuen Arbeitsbereich gefällt und Du schnell zur Ruhe kommst.
    LG
    Isabel

  2. Ach Mensch, du Arme! Aber es ist doch toll, dass du dich insgesamt bei der Arbeit so wohl fühlst und dich so super mit deinen Kollegen verstehst! Auch wenn dein Team sich verkleinert, es ist Gold wert, die Menschen mit denen man arbeitet wirklich zu mögen! :-*
    xo Zoe

  3. Wir sind nicht weg, nur woanders. Sieh das am besten so, dass der Flur zwischen unseren Büros einfach 5km lang geworden ist….nicht sehr praktisch, lässt sich aber bewältigen :-). Freu mich auf weitere Zusammenarbeit und Kontakt mit Dir. LG, Wolle

  4. Bei aller Trauer und allem Schmerz – hey, du bist noch im gleichen Unternehmen, hast keine Änderungskündigung mit Gehaltseinbußen bekommen, keine neuen Chefs, du kannst deine Lieblingskolleg/innen immer noch sehen (es hat ja niemand aus Frust gekündigt, von wegen Änderungskündigung…), du bist gesund, du musst nicht auf einmal ewig weit weg in Langenhorn oder Harburg oder Bergedorf arbeiten, bist nicht arbeitslos geworden…. Du hast also immer noch allen Grund zur Dankbarkeit!

    All das o.g. ist diversen Freundinnen von mir passiert. Die Not war wirklich groß, aber jede hat das beste daraus gemacht! Und du wirst deine ganz persönliche Herausforderung auch schaffen! Am Anfang ist das immer schwer – aber vielleicht schaust du in einem Jahr ja mal zurück und freust dich, wie du dich und die Umstände um dich herum zum Guten verändert haben…

    Ich wünsche dir Kraft, Freude, inneren Friede und viele gute Gedanken.

  5. Ich gebe zu ich habe bei all den leckeren Bildern das Lagenbrötchenrezept vermisst, ein guter Grund weiter in deinen Blog einzutauchen und ich bin mir sicher ich werde sie finden :)
    Für deine berufliche Zukunft wünsche ich dir alles Gute!

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